Schule des Verbrechens von Carol O´Connell

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Crime School, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: USA / New York, 1990 - 2009.
Folge 6 der Mallory-Serie.

  • New York: G. P. Putnam’s Sons, 2002 unter dem Titel Crime School. 341 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Renate Orth-Guttmann. ISBN: 3-442-45542-1. 416 Seiten.

'Schule des Verbrechens' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Ein bizarres Verbrechen, bei dem der Täter einem grausamen Ritual zu folgen scheint, bereitet Detective Kathleen Mallory schlaflose Nächte. Um es zu lösen, muss sie sich nicht nur mit einem lange zurückliegenden Mordfall auseinandersetzen, sondern auch mit ihrer eigenen, bitteren Vergangenheit in den Straßen von New York …

Das meint Krimi-Couch.de: »mysteriös und spannend«

Die Parallelen sind verblüffend: Als eine ehemalige Prostituierte an einem Strick hängend in ihrer Wohnung gefunden wird, denkt Detective Kathy Mallory sofort an einen alten Fall. Sie ist noch zu jung, als dass sie damals selbst am Tatort gewesen sein könnte, aber sie kennt den Fall aus den Aufzeichnungen ihres Adoptivvaters Lou Markowitz, der Leiter der Abteilung für Spezialverbrechen war, der Abteilung, in der sie nun ebenfalls tätig ist. Die Haarbüschel im Mund der Erhängten deuten darauf hin, die Kerzen um sie herum und die vielen Fliegen, die um den leblosen Körper kreisen. Nachdem man Sparrow zunächst irrtümlich für tot erklärt hat, stellt man Atemgeräusche bei ihr fest. Nun liegt sie im Koma. Es stellt sich heraus, dass die Prostituierte eine alte Bekannte von Kathy ist. Bevor sie als zehnjähriges Mädchen von Lou aufgegriffen und später adoptiert wurde, schlug sie sich mit Diebstählen durchs Leben und suchte von Zeit zu Zeit Unterschlupf bei dieser Frau.

Die Untersuchungen kommen in Gang, als die Polizei feststellt, dass der Brand in der Wohnung nicht zur Vertuschung der Tat gelegt wurde, sondern um darauf aufmerksam zu machen. Vorher gingen bereits Anrufe bei einem Radiosender ein, die Hinweise auf das Verschwinden einer anderen Frau enthielten, aber jedoch nicht ernst genommen wurden. Beide Frauen wurden im Vorfeld belästigt und verfolgt. Als die Ermittler zur besagten Wohnung kommen, finden dort ebenfalls eine Leiche, erhängt, mit Haarbüscheln im Mund. Nun ist es an der Zeit, auch den ungeklärten Mord aus der Vergangenheit näher zu beleuchten.

Der Mordfall ist fast Routine, wenn auch die Spannung gut geschürt wird und man bis zum Ende der Auflösung kaum näher kommt. Was »Schule des Verbrechens« dagegen zu etwas besonderem macht, ist der ganz eigene Stil der Autorin. Immer wieder wirft sie dem Leser kleine Häppchen aus der Vergangenheit von Mallory vor, ohne dass man jemals ein Gesamtbild entwickeln könnte, auch wenn man schon mehrere Bücher von Carol O’ Connell aus dieser Serie gelesen hat. Der Charakter der Protagonistin bleibt nach wie vor undurchsichtig. Die Vergangenheit spielt hier eine besondere Rolle, da Mallory das Opfer kannte. Zudem steht im Hintergrund immer Lou Markowitz, der zwar tot ist, aber die Untersuchungen deutlich prägt.

Die Abschweifungen sind absolut nicht negativ zu sehen, aber nicht nur sie machen den Stil aus. Im Endeffekt springt die Autorin hin und her, man weiß nicht, ob das Beschriebene nun etwas mit dem Fall zu tun hat oder warum bestimmte Details erwähnt werden. Der Roman erweckt dadurch den Eindruck, dass er nicht aus einem Guss ist. Er ist nicht skurril, aber irgendwie mysteriös und man kann seine Eindrücke nur sehr schwer beschreiben.

Insgesamt haben wir hier absolut keinen 0815-Krimi vor uns, sondern einen Roman, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt, auch wenn zu einer Spitzenbewertung ein paar Quäntchen fehlen. Wer bereits ein Buch der Reihe gelesen hat und es nicht als Schrott eingestuft hat, der kommt am neuesten Band wohl nicht vorbei …

Ihre Meinung zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens«

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Alfred Födinger zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens« 25.05.2014
Ich bin inzwischen knapp an der Hälfte des Buches und kann nicht sagen, ob ich es zu Ende lesen werde (wenn dann wohl mehr aus Prinzip). Frau Mallory wirkt auf mich als eine abgehobene überhebliche Person, die von der Autorin zusätzlich überhöht wird. Der Umgang mit dem Kollegen "Entenkind" macht sie nur unter anderem unsympathisch. Keine Identifikationsfigur!

Die Methode der ständigen kryptischen Rückblenden in die Vergangenheit der Hauptfigur ist inzwischen ein alter Hut und abgedroschen. Auch können andere Autoren das besser. Im konkreten Buch wirken sie mehr den Handlungsfluss unterbrechend und unnötig komplizierend. Auch wenn ich mich durchringen sollte das Buch fertig zu lesen, wird es wohl mein erstes und letztes von dieser Autorin sein.
Bettina86 zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens« 07.11.2007
Fand das Buch eher enttäuschend. Die Story an sich war ja recht gut, aber der ganze Schmus um diese Kathy Mallory war mir dann doch zu viel des Guten.
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Christiane zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens« 14.01.2007
Ich fand das Buch ausgesprochen spannend. Man erfährt immer wieder etwas mehr über Mallorys Vergangenheit. Aber auch der aktuelle Fall hat genug Spannung zu bieten.
Karin zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens« 13.07.2004
Die Story, der Schreibstil usw. fand ich gut, was mich absolut störte, war diese masslose Übertreibung der Person Mallory. Sie ist soooo schön, sooo klug, sooo perfekt.......irgendwie hat mir das die Lust am Lesen genommen. Weniger wäre hier eindeutig mehr. Schliesslich will man ja nicht ständig nur von ihrer Schönheit und Perfektion geblendet werden.
Richard.H zu »Carol O´Connell: Schule des Verbrechens« 09.04.2004
Dieses Buch ist außergewöhnlich gut! Es vereint viele Facetten des Genres.Bis zum Schluß ist der Fall noch nicht eindeutig klärbar,bis eine überraschende Wendung eintritt.Kathy Mallory als Detektiv ist kaum zu toppen;mit hohem analytischem Verstand löst sie den Fall auf ihre typische Art.Dieser Krimi ist kaum noch zu übertreffen!
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