Schneewittchens Tod von Brigitte Aubert

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel Funérarium, deutsche Ausgabe erstmals 2003 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • Paris: Éd. du Seuil, 2002 unter dem Titel Funérarium. 349 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Eliane Hagedorn & Barbara Reitz. ISBN: 3-442-73100-3. 383 Seiten.

'Schneewittchens Tod' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In einem kleinen südfranzösischen Ort am Meer lebt Leonard Moreno, genannt Chip, von der alten Kunst, Tierkörper zu präparieren. Nur wenige wissen, dass er auch menschliche Körper zu konservieren versteht. Eines Tages bittet ihn die wohlhabende Blanche Andrieu, den Körper ihrer tödlich verunglückten kleinen Tochter Elilou einzubalsamieren. Bei der Arbeit stellt Chip entsetzt fest, dass der Kinderkörper Verletzungen aufweist, die nicht von dem Unfall herrühren können. Das düstere Geheimnis um Elilou lässt ihn nicht ruhen, und er beschließt, einen Blick hinter die Fassade der steinreichen und wohl angesehenen Familie zu werfen. Als er nur knapp einem Attentat entgeht, ahnt er, dass er im Kreise der Adrieus höchst unerwünscht ist.

Ihre Meinung zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod«

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Grubby79 zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod« 09.05.2004
aubert ist hier nach nachtlokal endlich wieder auf ihre linie zurück gekehrt...

manche zusammenhänge sind mir bis heute zwar noch nicht klar, dies liegt aber wohl mehr an meinem auffassungsvermögen, welches mit dem auberts` wohl nie mit halten kann.

ein amüsant zu lesender roman im stile einer neuen frischen aubert, wo die geschehensfolge wahrlich nicht vorhersehbar ist und somit bis zur letzten seite spannend bleibt...

...mehr davon...
Nina zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod« 21.12.2003
ein fast gelungener Krimischmaus

Dieses Buch enthält eigentlich alle Zutaten eines schaurig, packenden Kriminalromans.
Angefangen mit der ermittelnden Hauptfigur Léonard „Chib“ Moreno, der zurückgezogene Körperpräparator in der schönen Kulisse Südfrankreichs, der sich zuerst unwillig in den Verlauf von äußerst grausamen Vorkommnissen einer sich immer mehr zuspitzenden Tragödie der vorerst wohlsituiert erscheinenden Familie Andrieu einläßt. Hier wird von der Autorin auch kein Aspekt von den größten Verbrechen an Menschen ausgelassen: Von Ehebruch, Kindesmißhandlung und -mißbrauch, blasphemischer Leichenschändung bis zu zahllosen Morden auf teilweise bestialische Art.
Das gesamte Buch ist so lebendig erzählt mit etlichen amüsanten zynischen Dialogen, so daß einem kaum der Appetit am Weiterlesen vergeht durch im Lesefluß leicht aufhaltende Grammatikfehler, nicht immer stetige Detailtreue sowie langatmiges Eintauchen in die verwirrenden Gedanken der Hauptfigur Moreno.
Auch wenn ich dieses Buch mit Freude verschlungen und von allen schockierenden Ereignissen klatschnasse Hände bekommen habe, bleibt ein schlechter Nachgeschmack übrig: 1. übertriebene, überflüssige Gefühlsdusseleien und 2. eine für mich zu mangelhafte Schlußfolgerung und Aufklärung zum Täter
Liane zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod« 21.12.2003
Amüsant, jedoch wenig plausibel

Ich habe innerhalb von 4 Tagen das Buch gelesen – mein erster Krimi von B. Aubert!
Die Autorin versteht durch ihren angenehmen Schreibstil, viele außerordentlich amüsante Gedanken/Überlegungen und den Erhalt der Spannung (wer der Täter nun ist) bis fast zum Ende den Leser zu fesseln. Das Buch ist an widerlichen, ekligen, grausigen wie grausamen und perversen Einzelheiten wirklich kaum zu überbieten.

Aubert’s Krimi hat jedoch zahlreiche teils harmlose, teils arg ärgerliche Mängel aufzubieten: Einige Fehler kann man ja noch den (scheinbar schlampigen?) Übersetzerinnen und dem (oberflächlichen?) Lektor anlasten, denen sie hätten auffallen müssen – wie die Änderung des Namens Rémi in René, die Änderung von Charles’ Alter von bereits 16 in noch nicht 16 Jahre und haufenweise „Er-Es“-Fehler sowie Mankos in deutscher Grammatik.
Bei den Fehlern der Autorin handelt es sich vor allem um Mängel der Plausibilität, der Detailtreue und offener Fragen hinsichtlich der Aufklärung der Verbrechen am Schluß des Romans; diese sind aber wesentlich gravierender! Der Detektiv „Chib“ Moreno, ein Mulatte (mit Glatze oder Bürstenhaarschnitt?) ist ein absoluter Amateur, der seinen ersten Fall eher widerwillig versucht aufzuklären und in erster Linie nur deshalb, weil er unter seiner Geilheit zu Schneewittchens Mutter leidet, die er für Liebe hält. Das gelingt ihm jedoch nur teilweise und hauptsächlich in Nebensächlichkeiten. Die Autorin läßt uns die Gedanken ihres Detektivs lesen und zwar vor allem um uns zu verwirren und auf falsche Fährten zu lotsen, die vielfach wenig glaubwürdig erscheinen. Sie erzählt uns von so vielen Nebenhandlungen und Chibs nerviger Liebe zu Blanche, daß man sich fragt, was sie damit bezwecken will außer die Seiten zu füllen. Das Buch erscheint nicht richtig durchdacht – so als habe die Autorin selbst keine passenden Erklärungen gefunden und deshalb Lücken in der Aufklärung verschiedener Details hinterlassen müssen.

Trotz aller Mängel handelt es sich bei dem Buch um einen sehr interessanten Krimi im Stile einer Gesellschaftstragödie/-komödie eines Oscar Wilde, den ich doch sehr genossen habe zu lesen, da er gespickt mit Ironie und Zynismus mich oftmals laut auflachen ließ.
Barbara zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod« 06.11.2003
Ich hätte meine Zeit nicht besser verbringen können als dieses äußerst spannende Buch zu lesen. Es gelingt der Autorin, dass der Leser sich selbst in die Hauptfigur hineinversetzt fühlt und auf dieselbe Art und Weise stets der Wahrheit näher kommt und doch immer wieder in die Irre geführt wird. Besonders gelungen sind die zahlreichen Figuren, die alle sorgfältig ausgestaltet sind. Die Auflösung läßt bis fast zur letzten Seite (und dem fulminanten Finale) auf sich warten. Die Handlung erschien mir im Nachhinein schlüssig bis auf eine Kleinigkeit bezüglich einer einzigen Person, die ich nicht nachvollziehen konnte. Absolut lesenswert für den, der sich auch und besonders für die psychologische Seite eines Krimis (und einer Familie) interessiert.
Sandra M. zu »Brigitte Aubert: Schneewittchens Tod« 27.10.2003
Fängt interessant an und hat das Zeug etwas zu weden;ABER dann versucht sich die Autorin an den Beziehungsdreiecken à la Chabroll und stiftet damit lediglich ein plattes Durcheinander.Der Schluß wird überlang und langatmig hinausgezögert.Der Plot geht für mich nicht schlüssig auf, wenn man das Buch endlich aus der Hand legt hat man nur einen Gedanken im Kopf:"So ein Mist!" Hätte ich meine Zeit nur mit etwas anderem verbracht!
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