Im Dunkel der Wälder von Brigitte Aubert

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1996 unter dem Titel La Mort des bois, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei btb.

  • Paris: Éd. du Seuil, 1996 unter dem Titel La Mort des bois. 255 Seiten.
  • München: btb, 1999. Übersetzt von Eliane Hagedorn & Barbara Reitz. ISBN: 3-442-72163-6. 283 Seiten.
  • Augsburg: Bechtermünz, 1999. Übersetzt von Eliane Hagedorn & Barbara Reitz. ISBN: 3828966756. 283 Seiten.
  • München: Goldmann, 2001. Übersetzt von Eliane Hagedorn & Barbara Reitz. ISBN: 3-442-72874-6. 283 Seiten.
  • München: Goldmann, 2003. Übersetzt von Eliane Hagedorn & Barbara Reitz. ISBN: 3-442-73178-X. 283 Seiten.
  • [Hörbuch] Düsseldorf: Patmos, 2007. Gesprochen von Christiane Paul. ISBN: 3491912296. 4 CDs.

'Im Dunkel der Wälder' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Elise Andrioli überlebt schwer verletzt ein Bombenattentat, bei dem ihr Verlobter stirbt. Blind und gelähmt sieht sie sich bald im Zentrum unheimlicher Ereignisse, und beinahe zu spät erkennt sie, dass die mysteriösen Kindermorde in ihrer Umgebung etwas mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben.

Ihre Meinung zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder«

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Marita zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 03.09.2011
Ich habe dieses Buch auf Französisch gelesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe einen Freund, der seit einer Gehirnblutung in ähnlicher Situation ist und kann nun einige seiner Reaktionen besser nachvollziehen. Er lebt zwar nicht in einem Krimi, aber nicht sehen und nichts tun zu könne und trotzdem Humor und Lebensmut zu bewahren, ist eine Kunst für sich.
Ich fand den Roman spannend auf eine ganz neue Weise.
lilalu zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 24.07.2011
Was für ein unsägliches Werk! Sollte die Autorin hier eine Art "ironischen Krimi" verfasst haben, dann kann man ihr sicherlich ein paar Punkte für ihren Roman geben. Will sie aber ernsthaft an das Genre herangegangen sein, dann muss ich sagen, dass ihr das auf ganzer Ebene misslungen ist! - Die Protagonistin Elise ist schwerbehindert, aber der Umgang mit dieser Behinderung wird eben so geschildert, dass man entweder an Ironie denken muss, oder sich von der Autorin verschaukelt vorkommt. Es ist ja schön, wenn jemand in der Ich-Form selbstironisch erzählt - das finde ich durchaus gut - aber es passt nicht zu dieser Hauptfigur mit ihrem Trauma, das uns die Autorin nahebringen möchte. Das ist alles völlig unglaubwürdig, künstlich und überfrachtet, stellenweise dann aber auch wieder dahindümpelnd, dass ich fast darüber eingeschlafen bin. Plötzlich fällt man fast über Leichen und Leichenteile, die arme Elise wird vom Täter arg malträtiert, wobei auch hier die entschiedene Aktion fehlt - das ist alles wirr und verschachtelt erzählt. Den Täter hatte ich relativ schnell ausgemacht, das Motiv im Detail sicherlich nicht, aber im wesentlichen auch erkannt, aber die Auflösung des Falles, also, die schlägt dem Fass wirklich den Boden aus. Die letzten 50 Seiten sind geradezu dreist - so einen Schmarren kann man nicht ernst meinen, das ist dann schon richtig komisch. Einziger Pluspunkt: Die Autorin zieht am Ende mit dem Tempo an, das Finale in Benoits Wohnung ist im Zeitraffer geschrieben, das geht stakkatoartig dahin und endet in einem furiosen Chaos. Das kriegt sie ganz gut hin. Aber insgesamt leidet man weder mit der Hauptprotagonistin mit, noch mag man das kleine Mädchen Valerie, auch die anderen Figuren sind irgendwie eher nervig und dümmlich. Sehr schlimm auch der deutsche Titel: "Im Dunkel der Wälder" - das klingt wie ein Heimatroman aus dem Bayerischen Wald. Und so liest sich das Buch auch. Eines der schlechtesten Bücher, die ich kenne.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
simsa zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 29.12.2010
Elise ist Anfang 30 und glücklich mit ihrem Freund. Bei einem Urlaub in Irland werden die Zwei Opfer eines Selbstmordanschlags, bei dem ihr Freund ums Leben kommt. Elise lebt nun wieder zu Hause, kann aber weder sprechen noch sehen. Auch bewegen kann sie bis auf einen Finger nichts. Sie ist gefangen im eigenen Körper.
Jeden Samstag wird Elise von ihrer Haushälterin vor dem Einkaufszentrum „geparkt“ und lernt dort die kleine Virginie kennen. Das Mädchen berichtet ihr, dass sie weiß wer die kleinen Jungen aus der Umgebung ermordet hat. Elise die noch klar bei Verstand ist beginnt sich Gedanken zu machen, bis der Täter es auch auf sie abgesehen hat.

Dieses Buch beginnt ziemlich spannend und man lernt eine ganz neue Sichtweise kennen. Sonst ist man ja auch häufig der Beobachter, nun beobachtet man aus Elises Blickwinkel und bekommt alles mit, kann aber nicht handeln und ist trotzdem mitten im Geschehen. Das war mal etwas neues, was mir gefallen hat. Dazu kommt, dass mit sarkastischen Selbstgesprächen nicht gegeizt wird, was die Atmosphäre teilweise doch recht auflockert.
Aber für mich fehlte trotzdem der letzte Kick. Irgendwie war die Geschichte zwar schon sehr spannend, trotzdem empfand ich einige Längen, die mich dann doch nicht so fesseln konnten. Das Buch zur Seite legen ging dann aber auch nicht… ein Teufelskreis.
Marion zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 24.04.2010
Habe drei Bücher von Brigitte Aubert gelesen , und war schwer begeistert. Noch nie so spannende Bücher gelesen. Elise ist eine tolle starke Frau mit viel Witz und teils auch schwarzem Humor, man kann das Leben auch im Rollstuhl meistern, was mir sehr viel Mut gemacht hat. Freue mich auf weitere Bücher an langen Winterabenden.
Emamju zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 02.08.2009
Die weibliche Hauptprotagonistin ist ein Pflegefall. Originell.

Blind und fast vollständig gelähmt kann Elise lediglich noch hören, denken und mit ihrem Zeigefinger kommunizieren. Sie versucht ihre neue Lebenssituation durch Sarkasmus zu meistern.
Diese beklommene Atmosphäre geht auch auf den Leser über.

Neben Elises Schicksal handelt der eigentliche Krimi von mehreren Kindermorden. Die an den Rollstuhl gefesselte Frau kann jedoch keine eigenen Ermittlungen anstellen und muss sich auf ihren Verstand und ihre Intuition verlassen.

Der Krimi ist in der Ich-Form erzählt, stellenweise langatmig und bietet eine zufriedenstellende Auflösung.

Grundsätzlich ist das Buch nicht schlecht, schaffte es jedoch nicht mich für weitere Lektüre von Brigitte Aubert zu interessieren.
goethötö zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 25.01.2009
Die Sprache unterfordert und der "Humor" nervt mich, und je weiter das Ganze seinem Ende zugeht, umso unglaublicher um nicht zu sagen blödsinniger wird es. Der Schluß ist ein Quatsch, wie er von Pennälern nicht trefflicher zusammengerührt werden kann. Freundlich formuliert: Literatur für Teenies und solche, die es immer bleiben. Wer spätestens auf Seite 82 der TB-Ausgabe noch nicht den Täter kennt, hat hier sicherlich die Literatur gefunden, die ihm liegt. Na schön. Das dieses Schriftstück aber in Frankreich von einer Jury, die eigentlich in der Tradition vorzüglichster Kriminalliteratur stehen sollte, mit dem Grand prix de littérature policière bekommen hat, das ist letztendlich das Schlimmste, was zu diesem Buch gesagt werden kann. Ab in die Tonne.
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Patrick zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 09.09.2008
beim stöbern zufällig gefunden-die story versprach mal etwas ganz anderes und das ergebnis...das buch hat mich absolut gefesselt-spannend, logisch aufgebaut und auch der schwarze humor kommt nicht zu kurz...teilweise fühlt man sich selber wie blind und taub-der autorin gelingt es sehr gut, diese empfindungen dem leser "rüberzubringen"...sehr zu empfehlen!
Damla zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 11.06.2008
also ich hab sehr viele romane gelesen aber das ist das beste Buch es ist echt spanned ich lese grad weiter und grad ein buch vorstellen und hab mich ´für diesem Buch entschieden ich empfehle es weiter!
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Hans-Peter zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 25.05.2008
Die Spannung zwischen dem isolierten Gehirn und dem Rest der Welt ist schon beeindruckend und auch beängstigend.Ich glaube das monströse sitzt in jedem von uns. Die Kommunikation mit ja und nein. Aber was wenn selbst ja und nein nicht mehr geht?
Stefan83 zu »Brigitte Aubert: Im Dunkel der Wälder« 12.11.2007
In kaum einen anderen Kriminal-Roman der letzten Zeit bin ich mit derart großen Erwartungen hinein gegangen und war nach Beendigung der Lektüre schließlich so enttäuscht. Dabei liest sich der Anfang sehr viel versprechend. Die Idee einer Ich-Erzählerin, welche gelähmt, blind und taub ist, unterscheidet sich erfrischend von den stereotypen Ermittlern, die mittlerweile in Scharen das Krimi-Genre bevölkern und birgt sehr viel Potenzial für eine packende, fesselnde Geschichte. „Im Dunkel der Wälder“ hätte ein richtiger Hit werden können – wohlgemerkt hätte, denn Auberts Umsetzung erstickt die Vorfreude und Hoffnungen des Lesers bereits nach wenigen Seiten. Da ist an erster Stelle die Sprache zu nennen, welche schlichtweg schwach ist und stellenweise nicht mal die Qualität von Comic-Sprechblasen erreicht. Ob das grundsätzlich an der Autorin oder an einer schlechten Übersetzung liegt, vermag ich an dieser Stelle nicht zu sagen. Tatsache ist, dass die flapsige, niveaulos ordinäre Umgangsform der Ich-Erzählerin mir von Beginn an den Zugang zur Geschichte verbaut hat. Dazu gesellen sich die anderen Figuren, die gerade mal die Tiefe einer durchschnittlichen Straßenpfütze besitzen und sich durchgehend klischeehaft naiv und unwissend verhalten. Hier werden durchaus Parallelen zu TV-Krimis der unteren Kategorie ersichtlich. Die Ermittlungen, sofern man diese so nennen kann, sind allenfalls schwach und genauso schwer nachzuvollziehen wie die wechselnden Stimmungsschwankungen der Erzählerin. Spannung vermag nur streckenweise und dann aufzukommen, wenn Aubert die klaustrophobische Beklemmung von Elise schildert, wobei sie auch hier mit bedrohlichen Situationen über das Ziel hinausschießt. Das zudem ab Mitte des Buches beinahe alle zehn Seiten jemand das Zeitliche segnet, höhlt die Glaubwürdigkeit des Plots noch weiter aus. Am Ende, das bei mir nur noch für Belustigung gesorgt hat, ist man schließlich froh, dass man es hinter sicht hat. Insgesamt ist „Im Dunkel der Wälder“ eine schwache Mischung aus Krimi und Thriller, die man wahrlich nicht gelesen haben muss.
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