Die rote Stadt von Boris Meyn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Die rote Stadt, bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1800 - 1869.
Folge 3 der Sören-Bischop-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2003 unter dem Titel Die rote Stadt. ISBN: 3-499-23407-6. 269 Seiten.

'Die rote Stadt' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Hamburg 1886: Im Hafen wächst ein riesiger Komplex heran, ein Jahrhundertwerk, die rote Stadt. Die Wirtschaft blüht und für ihre Bauprojekte ist den Hamburger Kaufleuten nichts zu teuer. Im Dovenhof gibt es sogar Fernsprecher, elektrisches Licht und den ersten Paternoster-Aufzug des Kontinents. Pech, dass bei der festlichen Eröffnung eine blutige Leiche in ihm ihre Runden dreht. Ein neues Opfer des unbekannten Messerstechers? Dass Commissarius Bischop in den Ruhestand gegangen ist, macht sich bei den Ermittlungen schmerzlich bemerkbar. Doch es gibt ja noch Filius Sören …

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Esther zu »Boris Meyn: Die rote Stadt« 19.04.2015
Sören Bischop kehrt nach seinem Studienaufenthalt in Heidelberg nach Hamburg zurück - gerade rechtzeitig, um die Klärung einer Reihe grausamer Morde im Zusammenhang mit dem Zollanschluss zu klären. Rasch geraten die Machenschaften rund um städtische Baupolitik, Kaffeehändler, Günstlingswirtschaft und großrangige Umsiedelungsaktionen ins Zentrum von Verdacht und Ermittlung.

Die Beschreibungen der Hansestadt um 1886 mit Bildern der handelnden Kulissen in der Mitte des Buches erzeugen historische Stimmung und sorgen für geschichtlich Liebgewonnenes - wie zum Beispiel die technischen Errungenschaften von Telefonanschlüssen, ersten Personenaufzügen oder sprachliche Ausdrucksformen. Alle Ereignisse rund um Hafenerweiterung und Zollanschluss scheinen sehr gut recherchiert und erschließen den Eindruck von aufkeimendem Handelsreichtum und dessen positiven wie negativen Einflüssen.

Für die Ermittlungen werden damalige Werkzeuge zur Hilfe genommen (zu welchen auch ein Quäntchen Glück gehört). Die Charaktere sind sehr deutlich (schwarz oder weiß) skizziert, sind sympathisch oder abstoßend je nach "(Un)schulds-Grad".

Trotz (oder gerade wegen) persönlicher Hintergründe formen sich hier zu keinem Zeitpunkt farblosen Kleckse - der richtige Moment für die Inszenierung neuer (Bahn brechender) Informationen zur Klärung der Verbrechen wird in jeder Situation perfekt getroffen.

Überaus angenehme, Krimi-Erfahrung!
Darixfriends zu »Boris Meyn: Die rote Stadt« 28.10.2012
Die Hafenstadt wird in HH geplant, konstruiert und gebaut. Querverbindungen aus dem Rathaus, zu Bankiers, Handels- Kaufleuten, alle irgendwie mehr oder weniger miteinander verbunden, besser verwickelt. Keine feine hanseatische Zurückhaltung. Raubtierstimmung, die Industrialisierung in HH beginnt im großen Stil. Alte Stadtteile werden abgerissen, Arme mehr oder weniger vertrieben. Werften und Bauunternehmen arbeiten unter Hochdruck. Es folgen Morde. Sören aus Heidelberg zurückgekehrter Arzt und Jurist wird vom Senat als Staatsanwalt und Ermittler eingesetzt, unterstützt von seinem Vater dem pensionierten Commisarius Bischop.
Meyn versteht es die Stimmung des „alten HH“ aufzuzeichnen. Den damaligen gesellschaftlichen Umgang und Milieu treffend zu beschreiben, hinzu eine spannende Krimigeschichte zu schreiben.Interessante Charakterbeschreibungen,Atmosphäre zu entwickeln, es ergeben sich interessante Vergleiche zwischen dem Bau der „Roten Stadt“ und der Elbphilharmonie.
Sehr gut zu lesen.
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