Der Tote im Fleet von Boris Meyn

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 bei Rowohlt.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Hamburg, 1800 - 1869.
Folge 1 der Sören-Bischop-Serie.

  • Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2000. ISBN: 3-499-22707-X. 283 Seiten.
  • Hamburg: Hamburger Abendblatt, 2010. ISBN: 978-3939716846. 257 Seiten.

'Der Tote im Fleet' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Hamburg 1847: Eines Nachts wird ein unbekannter toter Mann aus dem Fleet gezogen. Die einzige Spur: zwei Ziegelsteine im Gehrock des Toten. Commissarius Bischop stößt auf höchst verdächtige Machenschaften in der Hamburger Politik nach dem großen Brand 1842.

Ihre Meinung zu »Boris Meyn: Der Tote im Fleet«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Bibo zu »Boris Meyn: Der Tote im Fleet« 11.02.2014
Dünner Hamburg-Krimi, historisch-regional.
Ein Toter wird aus einem Fleet gefischt, der zwei Ziegelsteine in den Taschen hat.
Das Buch vermittelt Einblicke in die Zeit des Wiederaufbaus nach dem großen Brand. Große Teile der Stadt werden zu Spekulationsobjekten und verschiedene Architekten konkurrieren miteinander. Interessant, wenn man mal in Hamburg gewohnt hat. Es gibt sogar Bilder der Architektur im Mittelteil.
Das Buch hat nur einen Nachteil: der Krimi ist überhaupt nicht spannend. Leider ist er sprachlich recht hölzern geraten, obwohl es um Ziegelsteine geht, so als ob staubige Akten in Dialoge gefasst wären. Boris Meyn gelingt es nicht, seinen Figuren Leben einzuhauchen.
tassieteufel zu »Boris Meyn: Der Tote im Fleet« 16.04.2011
Hamburg 1847, der große Brand liegt 5 Jahre zurück und hat immer noch deutliche Auswirkungen auf das Stadtbild, eines Nachts wird die Leiche eines Toten zwischen Nikolaikirche und Rödigsmarkt aus einem Fleet gezogen, in seinen Rocktaschen befindent sich nichts
außer zwei ungewöhnlichen Ziegelsteinen. Der Tote ruft Commissarius Hendrik Bischopf auf den Plan, der bei seinen Ermittlungen auf recht dubiose Machenschaften in der Hamburger Politik stößt.
Nach einem Hamburg Besuch wurde ich neugierig auf die Stadtgeschichte und stieß bei der Suche nach entsprechender Krimilektüre auf die Bücher von Boris Meyn. Obwohl das Buch mit einer Vielzahl von interessanten Informationen aufwartet, hat es mich als Krimi nicht
wirklich überzeugt. Interessant waren zwar die Ausführungen zur Baugeschichte und ich habe auch viele Orte und Bauwerke, die mir beim Besuch der Stadt aufgefallen sind, wiedererkannt, aber zwischen der Fülle von Informationen zu Personen, Bautielen, Materialien und div. Ausführungen zu Architektur und Gestaltung des Stadtbildes kann man als Leser schon mal den Überblick verlieren, zumal der eigentliche Krimi dabei zu versickern droht.
Boris Meyns Ermittler Hendrik Bischop verstrickt sich immer mehr in den Machenschaften der Hamburger Oberschicht und verliert dabei den eigentlichen Mordfall immer mehr aus den
Augen, die letztendliche Auflösung des Krimifalles ist dann zwar in sich logisch und auch schlüssig, aber irgendwie hat es mich nicht so ganz zufrieden gestellt und nach der letzten Seite fragte ich mich unwillkürlich: das solls jetzt gewesen sein?
Erwähnenswert ist aber auf jeden Fall die schöne Ausstattung des Buches mit einem Stadtplan einem ausführlichen Glossar zu bekannten Persönlichkeiten und diversen Fotos über das historische Hamburg.

Fazit: historische Bau- und Stadtgeschichte wird hier anschaulich vermittelt, der eigentliche Krimifall gerät darüber aber etwas ins Hintertreffen und so richtig spannend wird es nie. Für
meinen Geschmack fehlte hier die richtige Ausgewogenheit zwischen Krimi und historischer Hintergrundinfo, insgesamt recht informativ aber nur wenig spannend und als Leser muß man ganz schön bei der Stange bleiben um bei der Vielzahl der Personen und deren Verwickungen nicht den Überblick zu verlieren.
Joerg Arnim Meins zu »Boris Meyn: Der Tote im Fleet« 21.03.2010
Ich wundere mich eigentlich nur
das nicht irgendein Fernsehsender
auf die Idee gekommen ist, die
Bishop Serie zu verfilmen.
Ich habe jetzt innerhalb von 14 Tagen
alle 5 Bücher verschlungen.
Nach jedem der 5 Bücher wurde der
Wunsch immer grösser das auch einmal auf Leinwand zu sehen. Da hat sich bei mir
die Frage gestellt wer ist eigentlich Donna
Leon.
Karin zu »Boris Meyn: Der Tote im Fleet« 05.11.2008
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt u.a. die städtebauliche Entwicklung in Hamburg und die bietet alleine schpn genug Spannung, weil natürlich Zündstoff genug darin liegt, wer sich in der Planung durchsetzt.
Der Fall selbst ist da fast nur Beiwerk, obwohl sich dadurch auch der Einblick in das Land um HH herum bietet.

Geschichte höchst interessant.
Ihr Kommentar zu Der Tote im Fleet

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: