Pelagia und der rote Hahn von Boris Akunin

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel Pelagiya I Krasnyi Petukh, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Goldmann.
Folge 3 der Schwester-Pelagia-Serie.

  • -: ?, 2003 unter dem Titel Pelagiya I Krasnyi Petukh. 542 Seiten.
  • München: Goldmann, 2004. Übersetzt von lga Kouvchinnikova & Ingolf Hoppmann. ISBN: 3-442-45501-4. 542 Seiten.

'Pelagia und der rote Hahn' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Langsam glaubt Ordensschwester Pelagia selbst, dass hinter allem göttliche Fügung steckt. Warum sonst geschehen überall dort, wohin ihr Weg sie führt, schreckliche Verbrechen? Diesmal ist sie mit Bischof Mitrofani per Schiff unterwegs, als man in einer der Kabinen einen ermordeten Passagier findet. Natürlich beauftragt man Pelagia mit der Klärung des Falles. Die junge Nonne macht sich auf die Suche nach dem Mörder, der alles tut, um seiner Verfolgerin zu entkommen – selbst wenn er sie dafür töten muss …

Ihre Meinung zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Anna zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 13.05.2006
Eigentlich mochte ich dieses Buch, meinen ersten Akunin, total gerne. Die Hauptfigur, der Humor, die ausgeklügelten Mordmethoden, und vor allem der Stil (im Russischen ist das wahrscheinlich noch viel besser) waren einfach genial. Aber der Schluß! Ich hatte wirklich den Eindruck, irgendwann wollte er das Buch einfach nur noch zu Ende schreiben, wußte nicht richtig, wie er seine verschiedenen Fäden zusammenführen sollen und hat das Ende dann lieblos runtergeschrieben. Und das Ende ist bei einem Krimi nun mal das Salz in der Suppe... schade. Trotzdem empfehlenswert.
Wolf zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 23.07.2005
Mein erster und letzter Akunin: zu wirr. Ein paar humorvolle Stellen können nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Autor nicht schlüssig erzählen kann --- jedenfalls in diesem Buch nicht. Die Brutalität ist absolut nicht notwendig in diesem Kontext.

Laue Kost.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Irina Korshevnyuk zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 03.02.2005
Dieses Buch hat beinahe bewirkt, dass ich Akunins Bücher aufgegeben habe! Es ist stellenweise SO brutal und blutig, dass einem echt die Lust vergeht sowas zu lesen... (Z.B. die Stelle, wo dieser Killer dem jüdischen Mädchen einen Zweig ins Auge drückt.)
Ich glaube, irgendein russischer Promi hat auch gesagt, dass er dermassen von diesem Buch enttäuscht wurde, dass er keine Akunin-Bücher mehr lesen wollte...
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
zima zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 22.11.2004
Warum "haarsträubende Konstruktionen" und weshalb "gefällt mir eigentlich"?
Ich finde die alle Handlungen ergeben sich logisch aus vorangegangenen Situationen, ein Schritt nach dem anderen. Verwirrend ist maximal das die Erzählstränge unterbrochen auf einander folgen. Aber die Form des Lesens kann man sich ja aussuchen - nur Pelageja, oder Berditschevski usw. Ich weiss noch nicht wie es aus geht - bin noch beim Lesen der russischen Version - denke hier ist das Leseerlebnis größer. ausserdem ist auch dieser Akunin ein wunderbarer Blick auf Russland und russische Befindlichkeiten gegen Ende des !9. Jhd. das "mystische Brimborium" war ein Zustand in dem sich ganz Europa befand - und noch befindet. Irgendwie schreibt Akunin hier zweigleisig es gibt einen Roman in der Zeit in der er spielt, da ist alles unglaublich exakt recherchiert und miteinander verwoben und es gibt immer die Angelleinen in unsere Gegenwart, die im übrigen auch voller "mystischen Brimboriums" ist.
Ich denke Akunin geht z.B. ähnlich vor wie Eco: Krimis oder Abenteur sind zugleich historisch belegbar und vom historischen Faktum aus bewegt er sich in die Fiktion - wo verknüpft, gepuzzelt und einiges scheinbar zusammenhanglos aneinandergereiht - aber aus einiger Entfernung ein sehr gut gewebtes Ganzes darstellt. PS: alles die können sollten Akunin auf Russisch lesen.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
MoselChris zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 22.11.2004
Der dritte Pelagia-Band ist zugleich der Abgedrehteste und Bizzarste. Über weite Strecken auch humorvoll & hintersinnig und zu jeder Zeit spannend. Man sollte dieses Buch nicht an seinen haarsträbenden Konstruktionen messen, denn man läuft Gefahr es aus der Hand zu legen, wenn man hier strenge Maßstäbe an eine stringent geführte Handlung anlegt. Akunin spielt hier mit seinen Figuren und dem Leser. Ich kann mir aber vorstellen, dass gerade das nicht jedem gefällt.
Felix zu »Boris Akunin: Pelagia und der rote Hahn« 01.11.2004
Eigentlich lese ich Akunin gern. Und eigentlich gefällt mir auch der "Rote Hahn"
ganz gut. Es ist aber eigentlich kein Krimi mehr, eher eine kriminelle Abenteuergeschichte. Das ist aber nicht das Negative. Die Freiheiten, die Pelageja gewährt werden sind nicht nur in der Orthodoxie undenkbar. Am Ende hat man jede Menge mystischen Brimboriums über sich ergehen lassen und ist am Überlegen, ob nicht die Geschichte mit Jesus umgeschrieben werden muß. Vielleicht bekomme ich auch nur die Ironie dieses Buches nicht mit. Vielleicht.

Ein Hinweis auf ein Meisterwerk russischer Kriminalliteratur: Im Januar erscheint von Tatjana Ustinowa "Blind ist die Nacht". Habe ein Vorabexemplar lesen können. Zum Glück kann ich mir das Geld jetzt sparen.
Ihr Kommentar zu Pelagia und der rote Hahn

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: