Die Entführung des Großfürsten von Boris Akunin

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Koronacija, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Aufbau.
Ort & Zeit der Handlung: Russland, 1890 - 1909.

  • -: ?, 2000 unter dem Titel Koronacija. 428 Seiten.
  • Berlin: Aufbau, 2004. Übersetzt von Renate & Thomas Reschke. ISBN: 3-7466-1767-7. 428 Seiten.

'Die Entführung des Großfürsten' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Moskau Herbst 1894: Die Krönung des letzten russischen Zaren Nikolai II. steht unmittelbar bevor. Aus diesem Anlaß kommt die hochherrschaftliche Verwandtschaft der Romanows nach Moskau. Doch bei einem ersten Spaziergang im Park werden die Zarenfamilie und ihre Gäste überfallen und der vierjährige Großfürst Mika wird entführt. Fandorin, der diesmal unmittelbar im Auftrag des Herrscherhauses ermittelt, stellt sein ganzes Können unter Beweis.

Ihre Meinung zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Lorenz zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten« 15.03.2012
sehr dicht, sehr verwoben, einfach klasse.
habe es gerade zu ende gelesen, und bin mal wieder nicht enttäuscht worden.
wieder gesehen aus aus der sicht eines anderen, gewinnt die person fandorin noch mehr an eindringlichkeit an tiefe und geheimnisvollen. obwohl ab einem bestimmten teil zu erkennen ist wer lind wirklich ist, bleibt es bis zum schluß extra spannend. klasse auch hier wieder die ausdrucksweise. ein lob an die übersetzer. freue mich auf den nächsten band, der heute begonnen wird.

allen einsteigern rate ich diese serie chronologisch zu verfolgen.
Jossele zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten« 28.07.2011
Moskau Mai 1896:
(die Zeitangabe auf dem Buchdeckel (Aufbau Taschenbuch, 1. Auflage 2004) ist falsch, Nikolaus II. wurde zwar am 01. November 1894 zum Zaren ernannt, aber die offizielle Krönung fand im Mai 1896 statt und in dieser Zeit spielt die Geschichte, die neben einigen historischen Personen auch historisch belegte Ereignisse, z.B. die Massenpanik auf dem Chodynkaplatz am 18. Mai 1896 enthält)
Erzählt wird der Krimi aus der Sicht des Haushofmeisters Afanassi Stepanowitsch Sjukin, eines unglaublich pedantischen und ordnungsliebenden Menschen, der mit seinem Herrn, Großfürst Georgi Alexandrowitsch, nebst Hofstaat in Moskau eintrifft, um den Krönungsfeierlichkeiten des Zaren Nikolaus II. aus der Familie der Romanows beizuwohnen. Bei einem Spaziergang wird der Sohn von Großfürst Georgi und Neffe des Zaren, der vierjährige Mika entführt. Wenig später trifft am Hof ein Erpresserbrief ein, in dem ein Dr. Lind den Orlow Diamanten, eine der Krönungsreliquien für die Herausgabe des Jungen fordert.
Fandorin, obwohl erst ca. 40 Jahre doch schon pensionierter Staatsrat, wird zu den Beratungen des Hofes als Privatmann hinzugezogen, weil er die Entführung fast verhindert hätte, da er schon länger auf der Spur dieses Dr. Lind ist.
Da der Orlow Diamant für die Krönung benötigt wird, sind die Romanows nicht bereit, dem Austausch zuzustimmen. Auf Anraten von Fandorin kommt es deshalb zu einem merkwürdigen Handel mit dem Entführer: Dr. Lind "leiht" den Diamanten bis zum Ende der Krönung an die Romanows aus, er bekommt dafür täglich Geld und Schmuck im Wert von einer Million Dollar und nach der Krönung findet der Austausch des Diamanten gegen Mika statt. Die Pläne des Hofes, den Entführer bei einer der Geldübergaben festzunehmen, scheitern unter der Leitung von zwei Polizeiführern grandios. Daraufhin wird Fandorin vom Hof offiziell beauftragt, die Leitung zu übernehmen. Es beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen Fandorin und Dr. Lind, in dem jeder den anderen hereinzulegen versucht, alles das unter der eher unfreiwilligen Mitarbeit von Afanassi Sjukin, der mal - in gutem Glauben - als Verräter daherkommt, dann auch wieder als wertvolle Hilfe für Fandorin.
Ein Krimi voller falscher Spuren und Wendungen, mit einem ordentlichen Schuß Humor und deutlichen historischen Bezügen, allerdings nicht historisch genau.Am Ende ein sehr gelungene überraschende Aufklärung.
Auf den ersten Rückblick gleich nach Ende der Lektüre kam es mir fast zu konstruiert vor. Ich habe mir dann die Mühe gemacht und mit dem Wissen um das Ende nochmal quergelesen und siehe da: zumindest in sich ist alles logisch. Ich jedenfalls habe keinen Fehler gefunden.
Ein kleiner Makel bleibt: die Erklärung, warum Fandorin und Dr. Lind jeweils geradezu besessen voneinander sind, erschließt sich mir nicht.
Fazit: sehr gelungener Kriminalroman mit historischen Bezügen
cybermarek zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten« 23.05.2005
auch das ein wunderbares buch aus der fandorin-reihe! 98 % (vor abgabe meiner nur wenig darunterliegenden bewertung) scheinen mir dennoch etwas übertrieben: zugegebenermassen legt man das buch wegen seiner unvorhersehbaren wendungen vor allem gegen ende nicht mehr aus der hand. letztlich scheint akunin aber diesmal vor allem spass daran gehabt zu haben, seine leser partout an der nase herumzuführen: manches scheint rückblickend doch recht konstruiert, wenn nicht unglaubwürdig. aber wie gesagt: dem lesespass tut das keinen abbruch - akunin verliert hier höchstens eine runde gegen sich selbst. bleibt nur zu hoffen, dass die erzählung aus der sicht eines dritten kein anzeichen dafür ist, dass der autor das interesse an seinem held erast p. fandorin verloren hat...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Droopy zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten« 17.01.2005
hey
ja gut aber auch nach dem prolog war ich mir wieder sicher dass eine andere wendung kommen würde, akunin liebt wendungen, obwohl ein oder zwei fragen bei mir noch offenstehen zu dem buch was ich aber nich öffentlich diskutieren möchte da man den leuten noch die dies lesen die exzellente spannung noch lassen sollte....
kann man ja evt über email ausdiskutieren.....
Hedyle zu »Boris Akunin: Die Entführung des Großfürsten« 21.10.2004
Schon vom ersten Band an hat mich die "Fandorin"- Reihe süchtig gemacht. Mit dem neuen Buch hat sich B. Akunin nahezu selbst übertroffen: Noch nie war ich so sehr versucht, auf die letzten Seiten eines Romans zu schauen, wie nach dem Lesen des Prologs... Ein Knaller!
Das rechte Lesevergnügen stellt sich allerdings nur ein, wenn man mit der Figur des Erast Petrowitsch vertraut ist. Ähnlich wie in "Mord auf der Leviathan" wird Fandorin den LeserInnen durch die Augen einer anderen Romanfigur präsentiert. Schade, dass die Reihe nun mit dem achten Band zu enden scheint - von Fandorin kann man gar nicht genug bekommen!
Ihr Kommentar zu Die Entführung des Großfürsten

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: