Der Tote im Salonwagen von Boris Akunin

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Aufbau. 432 Seiten. ISBN-10: 3-7466-1766-9, ISBN-13: 978-3-7466-1766-4.

'Der Tote im Salonwagen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Fandorin auf Terroristenjagd: In Moskau und St.Petersburg herrscht politischer Terror. Als General Chaprow einem Attentat zum Opfer fällt, hat Fandorin, inzwischen Staatsrat, schon bald den Mörder ermittelt. Doch all seine Versuche, die Hintermänner dingfest zu machen, kehren sich in eine gnadenlose Jagd auf ihn selbst um. Ein politischer Krimi, der die einzigartige Atmosphäre der russischen Revolutionsbewegung in ihren Anfängen schildert.

Ihre Meinung zu »Boris Akunin: Der Tote im Salonwagen«

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Markus zu »Boris Akunin: Der Tote im Salonwagen« 24.05.2009
Dies war der erste Fandorin-Krimi, den ich gelesen habe-und es wird nicht bei dem einen bleiben. Ein hochinteressanter Plot und eine sehr spannende Schreibweise haben das Buch zu einem echten Lesevergnügen gemacht.

Zudem wird ein sehr detailreiches Bild des zaristischen Rußlands zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezeichnet.
Kristina zu »Boris Akunin: Der Tote im Salonwagen« 20.02.2007
Gehört zu meinen Favoriten, genau wie Entführung und Kutsche, es gibt auch einen ausgezeichneten Film, für alle russisch Versteher...
ach und die Figur Grins, ist auch kein typischer Antiheld, ich habe die Person richtig respektiert
cybermarek zu »Boris Akunin: Der Tote im Salonwagen« 23.05.2005
neben alten bekannten wie fandorins diener masa, fürst dolgorukoi und anderen begegnet man akunins büchern zunehmend auch einer reihe von mittlerweile vertrauten literarischen kniffen und erzählerischen klischees:
wechselnde erzählperspektiven (mord auf der leviathan, tod des achilles), undurchsichtige frauenzimmer (tod des achilles, entführung des grossfürsten), psychologische charakterisierung der gegenspieler (tod des achilles, der tote im salonwagen) etc. es spricht für akunins qualität als krimi-autor, dass der leser ihm das nicht übel nimmt, sondern sich jedesmal aufs neue von seinen intelligenten plots und der subtilen erzählweise fesseln lässt - so auch in diesem band der fandorin- reihe!
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Boernie zu »Boris Akunin: Der Tote im Salonwagen« 10.08.2004
Dieses erst im Juli ins deutsche übersetzte Werk - Band 7 der EPF-Serie - überzeugte mich wirklich. Ein Volltreffer - im wahrsten Sinne des Wortes: Akunin zeigt sich hier als wahrer Meister. In diesem umfangreichen Band - die fast 400 Seiten sind durchaus berechtigt - spannt der gebürtige Georgier den Leser bis zum Ende auf die Folter. Vor dem Hintergrund des ausgehenden 19. Jahrhunderts und dem zunehmenden Verfall des zaristischen Russland lässt er seinen Protagonisten durch tiefste Wellentäler gehen.

Nach einem eher verhaltenen Anfang steigert sich das Lesevergnügen beträchtlich. Akunin kämpft an allen Fronten - in der Liebe, mit seinen Vorgesetzten, mit seinen Gegnern, dem immer brutaler werdenden Terrorismus - und bekommt, wie es scheint, erst einmal die Grenzen seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten aufgezeigt.

Aber auch die Philosophie kommt nicht zu kurz, immer wieder lässt BA geschickt Zitate und Bibelwendungen in seinen Roman miteinfließen.

Kleine Anmerkung: Übersetzungen sind wohl immer so eine Sache. Hier wird die ganze Zeit von ChRapow gesprochen. Außerdem wird hier DolgorukOI hier so geschrieben, während er in Fandorin noch als DolgoruKi durchging - aber das sind Marginalien.

Einziger Wermutstropfen war, daß der Diener Fandorins etwas kurz kam, sein häufiges Erscheinen hat im Tod des Achilles für so manchen belebenden Leseeffekt gesorgt.

Man würde dem anderen Fandorin nur wünschen, daß er etwas mehr Glück in der Liebe hätte...
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