Der Keltische Ring von Björn Larsson

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1992 unter dem Titel De Keltiska Ringen, deutsche Ausgabe erstmals 1998 bei Berlin Verlag.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / Schottland, 1990 - 2009.

  • Stockholm: Bonnier, 1992 unter dem Titel De Keltiska Ringen. 303 Seiten.
  • Berlin: Berlin Verlag, 1998. Übersetzt von Jörg Scherzer. ISBN: 3827002443. 351 Seiten.
  • München: Goldmann, 2000. Übersetzt von Jörg Scherzer. ISBN: 3-442-44692-9. 350 Seiten.
  • München: Goldmann, 2005. Übersetzt von Jörg Scherzer. ISBN: 3-442-46001-8. 350 Seiten.
  • Berlin: Berliner Taschenbuchverlag, 2009. Übersetzt von Jörg Scherzer. ISBN: 978-3833306099. 350 Seiten.
  • Berlin: Berliner Taschenbuch-Verlag, 2010. Übersetzt von Jörg Scherzer. ISBN: 978-3833307263. 350 Seiten.

'Der Keltische Ring' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

8. Januar 1990 in der kleinen dänischen Stadt Dragör: In der Dunkelheit des späten Abends läuft ein finnischer Katamaran den Hafen an, in dem auch das Segelboot des Schweden Ulf liegt. Kurz bevor er vom Zoll durchsucht wird, vertraut der Finne Pekka Ulf ein Paket an. Als Ulf das Paket öffnet, findet er ein Manuskript, das von Pekkas gefährlicher Flucht vor einer mysteriösen Vereinigung namens »Keltischer Ring« berichtet. Ulf beschließt, mit seinem Freund Torben nach Schottland zu segeln, um dem geheimnisvollen Ring auf die Spur zu kommen. Bereits auf der ersten Station ihrer Fahrt erfahren sie, dass Pekka ermordet aufgefunden worden ist,. Trotzdem segeln sie über die stürmische Nordsee weiter nach Schottland …

Das meint Krimi-Couch.de: »Eine wilde, atemberaubende Jagd von dänischen Häfen bis hin zu schottischen Burgen« 76°

Krimi-Rezension von Lars Schafft

Auf der Fähre von Dänemark nach Schweden trifft Ulf, der Ich-Erzähler, den Schotten McDuff. Ulf ist begeisterter Segler, McDuff auch und so ergibt sich das Gespräch: Ob Ulf denn einen Finnen namens Pekka getroffen hätte, der mit seinem Katamaran auf dem Weg von Schottland nach Skandinavien wäre. Noch nicht, aber kurz darauf, in einer dunklen, vernebelten November-Nacht im dänischen Hafen Dragör, läuft der Finne tatsächlich ein. An Bord eine verstörte Frau namens Mary. Als der Zoll kommt, wird Pekka hektisch und gibt Ulf ein Paket mit seinem Logbuch. Tatsächlich: Pekka ist wirklich von Schottland bis Dänemark gereist, mit Mary an Bord – so wie McDuff es gesagt hat. Am nächsten morgen sind Pekka und Mary verschwunden.

Ulf liest das Logbuch und trifft immer wieder auf den »Keltischen Ring«, der Pekka zur Flucht getrieben hat. Keltischer Ring? Druiden? Menschenopfer? Ulfs Phantasie ist geweckt und er beschließt mit seinem Freund Torben, einem wandelnden Lexikon mit Vorliebe für erlesene Weine, den Törn mit seiner »Rustica« über die Nordsee.

Allein schon, wie Larsson die Überfahrt über die Nordsee schildert, ist spannend und mitreissend. Aber die Story nimmt damit erst ihren Lauf: Noch im dänischen Fahrwasser erfahren die beiden Segler, dass Pekka ermordert wurde – von Mary keine Spur. Die beiden werden von Hafen zu Hafen verfolgt, an der schottischen Küste wird in due »Rustica« eingebrochen. Was ist dran an der These, dass die Religion der Kelten bis ins 20. Jahrhundert überlebt hat? Mehr, als die beiden Dänen je gedacht haben? Oder ist Waffenschmuggel der Grund für die Verfolgungsjagd durch Schottland? Ulf und Torben legen sich fest: Egal wie bedrohlich es wird, sie wollen der Frage auf den Grund gehen.

Larsson ist mit ´Der Keltische Ring´ beileibe nicht nur ein Roman für Hobby-Segler gelungen. Er ist eine wilde, atemberaubende Jagd von dänischen Häfen bis hin zu schottischen Burgen, spannungs- wie tempogeladen, der die Mystik der Kelten wiederbelebt und mit dem Segler-Motiv eine erfrischend abwechslungsreiche Kulisse für einen Thriller bietet.

Ihre Meinung zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring«

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thorsten zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 24.12.2011
Ich bin kein großer Leser, aber diese Buch hat mich total fasziniert. Ich habe s bestimmt 3 x gelesen (übrigens das einzige Buch, auf das dies zutrifft). Auch die "keltische Kultur" zieht mich an, obwohl ich mich bisher nicht viel damit beschäftigt habe. Die Landschaftsbeschreibungen sind genial, die Charaktere gut gezeichnet und spannend ist es allemal.

Da ich mir kürzlich eine tolle Akusitk Gitarre aus Irland gekauft habe (inkl. Keltischem Knoten als Verzierung), habe ich sofort wieder an das BUch gedacht. Leider habe ich es ausgeliehen, und weiß nicht mehr an wen, so dass ich es mir wieder besorgen muss. Diese Investition lohnt sich jedoch auf jeden Fall.
Klemens Wangen zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 11.07.2011
Ich habe das Buch schon 3x gelesen und werde es wohl bald ein viertes Mal lesen. Sehr schön beschrieben sind die Segeltörns. Ich würde den Trip gerne einmal nachsegeln. Die Jahreszeit würde ich wohl nicht gerne nehmen, so einen Trip im Winter zu starten würde in der Realität wohl eher übel ausgehen. Was ich mir gut vorstellen kann ist die Landschaft in Schottland, die nicht nur im Buch so gut beschrieben ist, sondern auch in der Realität so anzutreffen ist.
Koballek zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 03.09.2010
Das Buch ist interessant. Die Beschreibungen von Boot, Törn und Seegebieten gelingen dem Autor sehr anschaulich und detailreich.
Parrallel zur Reise entwickelt der Autor die Geschichte einer internationalen politischen Verschwörung keltischer Separatisten. Die Zusammenhänge dieser Verschwörung bleiben im Ungefähren, werden nur angedeutet und vom Autor bruchstückhaft präsentiert - er versucht eine dünne Story geheimnisvoll wirken zu lassen.
Das Buch ist somit weder Krimi noch Thriller sondern wie der Rezensent der "Süddeutschen" schreibt ein Abenteuerroman (bestenfalls).
Mein Fazit: Super Lesestoff für Segler mit Faible für Schottland, die eine krude Hintergrundstory in Kauf nehmen können.
Lentinan zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 17.08.2010
Habe vor ca. 12 Jahren dieses Buch gelesen und erinnere mich noch gut, wie spannend es war. Leider hatte ich es damals nur ausgeliehen, aber ich habe richtig Lust auf einen solchen Törn bekommen, auch im Winter! Aber das werde ich wohl eher im Sommer unternehmen. Das Buch war sehr spannend und unterhaltsam, die Fachbegriffe haben mich nicht gestört, ich mag sowas eher. Sehr empfehlenswert.
yurikiri zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 17.05.2010
Total spannend mit liebevoll gezeichneten vielschichtigen Charakteren. Bei der Beschreibung der winterlichen Segeltörns über die eisige sturmgepeitschte Nordsee und durch den kaledonischen Kanal in die wilde Irische See habe ich mich tief in meinen Sessel verkrochen und war hin und hergerissen zwischen dem wohligen Gefühl in der warmen Stube und dem Wunsch, dabei zu sein.
Hennes zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 31.03.2009
Erstaunlich die Präzision mit der Larsson das Segelgebiet umschreibt. Einzig das segeln in der Jahreszeit nehme ich ihm nicht ab. Januar/Februar ist zum segeln auf der Nordsee und auf den Hebriden entschieden zu kalt und rau! Ich bin mit ähnlichem Boot wie die Rustica die gleiche Strecke 1997 gesegelt. Leider kannte "Der Keltische Ring" damals noch nicht. Fast alle meine damaligen Ankerplätze sind identisch mit denen der "Rustica". (Corryvreckan habe ich natürlich ausgelassen) Es ist wirklich faszinierend wenn ich mein Logbuch mit Larsson`s Buch vergleiche, es beweist das Larsson die gleiche Strecke gesegelt sein muss um dieses Buch schreiben zu können.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Thomas71 zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 05.02.2009
Ein wirklich spannender Roman, der gekonnt mit historischer Wahrheit und Fiktion spielt. Gibt es eine keltische Untergrundgruppe, die ein Wiedererstarken der keltischen Kultur (inklusive Menschenopfern) anstrebt? Oder ist doch die IRA Drahtzieher des goldenen Weges? Björn Larsson spielt gekonnt auf der Spannungsklaviatur und schickt den Leser zusammen mit Ulf und Thorben, seinen Akteuren auf eine spannende Schnitzeljagd, die nicht nur für Kelten- und Segelfans interessant ist, sondern auf ganzer Linie auch als Thriller zu überzegen weiss...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
krimileser26 zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 18.10.2008
Das einzige Buch eines Skaninaviers, dass mir richtig gut gefallen hat. Fiktion und Wahrheit verschwimmen, wieviel ist dran an den historischen Bezügen? Es ist brilliant kombiniert und am Ende hatten wir das Gefühl.ja, so kann das sein mit den Kelten (auch heute)
Also, ich bin kein Segler und auch nicht verwandt mit einem, aber habe keine Schwierigkeiten gehabt, mit irgendwelchen Fachbegriffen.
Ein wirklich spannendes Buch! Nicht nur für Segel- oder Schottlandfans ein MUSS!
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Shrike zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 07.02.2008
"Der keltische Ring" ist "der" Segel-Roman!
Mir hat das Buch sehr gefallen, erinnert an "Das Rätsel der Sandbank" und bezieht sich auch nicht ohne Grund auf diesen „ersten“ Spionageroman.
Ein sehr spannender, guter geschriebener Roman mit historischen und mystischen Bezügen.
Viel Spaß denen, die es noch nicht gelesen haben!
das klopskind zu »Björn Larsson: Der Keltische Ring« 12.08.2006
ein geniales buch und obwohl ich schon viele gute bücher gelesen hab, war es das erste, bei dem ich versuche, den realitätsgehalt zu pruefen..., weit bin ich noch nich, aber die doktorarbeit von michel raoult gibt es wirklich! für nichtsegler ist es manchmal schwer, mit den insiderbegriffen klar zu kommen... ist aber besser, als wenn man denkt björn larsson sei ein völliger noop in sachen segeln...
aber die sache mit der keltischen unabhängigkeit ist sehr spannend da hab ich vorher nie drüber nachdedacht...
insegesamt ein sehr schönes buch

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