Krimi-Couch-Lesertipps: Das Archiv

Hugo Valerian empfahl im September

Todesspuren von Pausch & Sedau

Pausch und Sedau: Todesspuren

Hugo Valerian, ein Fan unserer Facebook-Seite, empfahl uns Todesspuren des Autorenduos Markus Pausch und Bernhard Siedau aus dem Federfrei-Verlag einen Platz auf der Krimi-Couch einzuräumen. Den bereits zweite Fall für den Salzburger Kommissar Fink beschreibt er uns wie folgt:

»Ein witziger Österreich-Krimi, der gerade erschienen ist und dem ersten Buch der beiden Todesbeichten in Humor und Sprachwitz nichts nachsteht. Besonders interessant das Ermittlertrio: Inspektor Fink aus Salzburg, sein früherer Schulkollege und nun Pfarrer aus Bayern namens Paul Kreinhuber und eine italienische Kommissarin namens Ornella Brunotti aus Lignano. Ziemlich schräg, aber empfehlenswert.«

Vielen Dank für diesen Tipp!

Klappentext

In Salzburg hat sich ein aufsehenerregendes Verbrechen ereignet. Jemand hat in der Vorweihnachtszeit Wolfgang Amadeus Mozarts Kopf abgesägt, besser gesagt seiner weltberühmten Statue am Mozartplatz. Obwohl es sich um keinen Mord handelt, wird Inspektor Fink mit dem Fall betraut, der diesen aber nicht ernst nimmt. Brisanter ist hingegen der Fund, den man kurze Zeit später bei einer touristischen Schatzsuche in Obertauern macht: ein menschliches Bein, an dem sich noch ein Schi befindet. Einige Zeit später macht ein Tourist in der italienischen Partnerstadt Obertauerns – in Lignano – eine schreckliche Entdeckung: er gräbt einen abgetrennten Arm aus, dessen Hand noch verkrampft einen Tennisschläger hält. In seinen Ermittlungen wird der Salzburger Kriminalinspektor nicht nur mit mysteriösen Todesspuren, sondern auch mit seinem Freund Pfarrer Kreinhuber, mit einer italienischen Kommissarin, Mittelsmännern der Mafia sowie Vertretern aus den höchsten Kreisen des Vatikans konfrontiert.

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erschienen Mai 2013 bei Federfrei
ISBN-13: 978-3902784285
ISBN-10: 3902784288.

EUR 12,90 (Taschenbuch).
211 Seiten.

Peter Feuer empfahl im August

Schneckenkönig von Wittkamp, Rainer

Kruse, Margit

Krimi-Couch-User Peter Feuer – auf der Couch besser bekannt als Smith – ist ein passionierter Krimileser ohne Berührungsängste: Von John le
Carré
über James Patterson und Daniel Silva bis zu James Ellroy verschlingt er alles. Gerade ihm als regelmäßigem Besucher unserer Seite stieß auf, dass wir den Titel Schneckenkönig augenscheinlich vergessen haben. Zu Unrecht wohl, wie er ausführlich schrieb:

»Durch Zufall bin ich in einer Münchener Krimibuchhandlung auf den Roman Schneckenkönig gestoßen. Es war der Titel, der mir auffiel: Schneckenkönig? Nie gehört. Der Prolog klärte mich dann über das Schneckenkönig-Phänomen auf, eine seltene anatomische Eigentümlichkeit, die für den Verlauf der Handlung von großer Bedeutung ist, ohne hier allzu viel zu verraten. Ich fand es einen Supereinstieg in eine Krimigeschichte, mein Leseinteresse war geweckt. Und das Buch hat den Kauf auf jeder Seite gerechtfertigt. Der Krimi ist unwiderstehlich! Spannend, schräg und mit verblüffenden Informationen gespickt. Ein geistiges Überraschungsei. Und dazu manchmal wirklich komisch, ohne in Flachhumor abzudriften. Ich musste jedenfalls öfters laut lachen.

Die Spannung kommt aber nicht zu kurz und hält bis zum Ende an. Die Atmosphäre der Großstadt Berlin, mit ihren vielen nebeneinander existierenden Milieus, zieht den Leser förmlich in Bann. Man bekommt Einblicke in die Aktivitäten eines dubiosen Missionswerks, in den abgeschlossenen Kosmos der nach Berlin immigrierten Ghanaer oder in die Abgründe der Neonazi-Szene. Der Krimi bietet überraschende Wendungen, immer wieder trifft der Leser auf neue, spannende Charaktere. Dabei merkt man, dass es dem Autor wichtig war, die üblichen Krimiklischees zu vermeiden. Was ihm gelungen ist. Auch die Kommissare Martin Nettelbeck und Wilbert Täubner wachsen einem schnell ans Herz. Sie sind ziemlich gegensätzlich, ergänzen sich dadurch aber umso mehr. Der Autor treibt mit knochentrockener Erzählweise durch die Geschichte, der Stil ist souverän und fesselnd. Die knackigen Dialoge passen zu den handelnden Personen, die so für den Leser richtig plastisch werden. Auch die Auflösung ist schlüssig und unerwartet. Ein tolles Erstlingswerk, das wirklich Klasse hat.«

Das klingt wirklich lesens- und erwähnenswert. Herzlichen Dank an Peter Feuer für seine Einschätzung.

Klappentext

Eine spannende Spurensuche zwischen Neonazis und einem dubiosen Missionswerk. Martin Nettelbeck ist einer der erfolgreichsten Mitarbeiter im Berliner LKA …gewesen. Denn nach einem Angriff auf einen Kollegen wurde er ins Referat Versorgung zu Bleistiftanspitzern und Druckerpapier verbannt. Ein Personalengpass ruft ihn nun wieder auf den Plan, aber die Ermittlungen im Fall eines ermordeten Schwarzen versprechen alles andere als einfach zu werden: Nettelbecks Vorgesetzte misstraut ihm aufgrund der damaligen Ereignisse und lässt ihn nicht aus den Augen. Zudem gestaltet sich die Identifizierung der Leiche als schwierig. Der junge Mann war offensichtlich ein Ghanaer, doch in der afrikanischen Gemeinschaft beißen Nettelbeck und sein Partner auf Granit, niemand will den Toten zu Lebzeiten gekannt haben. Dem Kommissar sitzt die Zeit im Nacken wenn er nicht innerhalb weniger Tage Ergebnisse liefern kann, droht ihm die Rückversetzung in die verhasste Bürobedarfshölle …Ein spleeniger Kommissar taucht ein in die Kulturenvielfalt Berlins – Wittkamps Debüt hat alles, was der Krimisüchtige sucht.

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erschienen März 2013 bei Grafit,
ISBN-13: 978-3894254162
ISBN-10: 3894254165.

EUR 9,99 (Taschenbuch).
256 Seiten.

Elke Schleich empfahl im Juni 2013

Zechenbrand von Kruse, Margit

Kruse, Margit

Elke Schleich, gebürtige Gelsenkirchenerin – Naturliebhaberin und selbst Autorin – die mit Mann und Haustier am grünen Rand des Ruhrgebiets lebt, schrieb uns, dass sie eigentlich kein Fan von Krimis sei, weil meist »das Blut aus allen Seiten spritzt oder es zig Leichen gibt«. Im Fall von Zechenbrand konnte sie die zwei Toten allerdings gut verkraften und die Autorin Margit Krusebenennen wusste sie zu fesseln.

»Es sind die Figuren, die das Buch ausmachen. Absonderlich und skurril sind sie und trotzdem hatte ich mitunter den Eindruck, als wären sie mir erst neulich irgendwo im Ruhrpott begegnet. Es war spannend, unter ihnen nach dem Täter zu suchen, und machte gleichzeitig viel Spaß. Margit Kruse ist aus Gelsenkirchen – wie ich. Das Lesevergnügen an ihrem Buch wünsche ich möglichst vielen Lesern auch außerhalb unserer Region!«

Dem schließen wir uns gerne an. Herzlichen Dank an Elke Schleich für ihren ganz persönlichen Lesertipp.

Klappentext

Auf einem alten Zechengelände, mitten im Ruhrgebiet, wird hinter den historischen Gebäuden ein toter junger Mann im Schalke-04-Dress gefunden. Margareta Sommerfeld, Damenoberbekleidungsverkäuferin und passionierte Hobbydetektivin, hatte den Jungen noch kurz zuvor gesehen. Ist er zwischen die Fronten einer Investorengruppe und einer Bürgerinitiative geraten, die beide um die alte Zeche »Bergmannsglück« streiten? Ein weiterer Mord macht nicht nur Margareta klar, dass Eile geboten ist.

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erschienen Februar 2013 bei Gmeiner,
ISBN-13: 978-3839213827
ISBN-10: 3839213827.

EUR 9,99 (Taschenbuch).
448 Seiten.

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