Und es wurde Nacht von Birgit C. Wolgarten

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 bei Prolibris.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern / Rügen, 1990 - 2009.

  • Kassel: Prolibris, 2004. ISBN: 3935263244. 256 Seiten.

'Und es wurde Nacht' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Katja Sommer will eigentlich nur ein paar Tage an der Ostsee ausspannen, als ihr Stralsunder Kollege Sven Widahn sie um Mithilfe bittet: In einem Strandkorb wurde eine Tote gefunden. Aber warum musste Wilhelmine, Bewohnerin einer exquisiten Seniorenresidenz, sterben? Das Motiv bleibt im Dunkeln. Langsam keimt ein ungeheuerlicher Verdacht in Katja auf. Hartnäckig verfolgt sie ihre Spur und erkennt erst spät, fast zu spät, wohin diese sie führt!

Das meint Krimi-Couch.de: »Sommerlich-leichter Schmöker für einen Tag am Strand« 66°

Krimi-Rezension von Ines Dietzsch

Birgit C. Wolgarten verlagert ihren zweiten Krimi mit Katja Sommer geographisch gen Norden, auf die Insel Rügen.

Die Kölner Kommissarin braucht nach einer abgeschlossenen Ermittlung dringend Tapetenwechsel und will sich ein paar Tage Erholung, ohne Partner und Sohn, an der Küste gönnen. Just als sie auf Hiddensee nach einer Bleibe sucht, stolpert sie über den Stralsunder Kollegen Sven Widahn, einen alten Freund ihres Partners. Der hat den Mordfall an einer Seniorin aufzuklären, die in obszöner Pose und erblindet in einem Strandkorb aufgefunden wurde. Sven engagiert Katja, ihn bei den Ermittlungen zu unterstützen. Für Quartier ist auch gesorgt, in der Ferienpension »Klabautermann« von Svens Schwiegereltern wartet ein freies Zimmer und Katja zieht ein.

Fern der Heimat lässt Birgit C. Wolgarten ihre sympathische Protagonistin in einen Mordfall schliddern, der sie von ihrer privaten Krise ablenken soll und wider Erwarten für neue Verwicklungen sorgt. Eine Bewohnerin der exklusiven Senioren-Residenz »Abendsonne« wurde offensichtlich nach einem Schäferstündchen ermordet. Die mutmaßliche Zeugin ist dement und die Familienmitglieder des Opfers haben ein Alibi. Auch das Wiedersehen mit Sven und die Bekanntschaft mit seiner Familie bringen Katja unverhoffte Probleme ein, denn der gutaussehende Freund ihres Lebensgefährten verursacht Kribbeln im (schwangeren) Bauch …

Die Autorin hält die Anzahl der Akteure auf ein übersichtliches Maß beschränkt und doch muss man schon sehr aufmerksam lesen, will man die sorgsam eingestreuten Hinweise deuten. Wirklich ganz am Ende erst fügt sich das Bild zusammen und dem Leser entschlüsselt sich der Tragödie ganze Tragweite.

Die zwei zusätzlichen Erzählperspektiven lockern auf und schildern uns die Gedanken und Träume von …ja, von wem? Sehr clever gemacht, Frau Wolgarten!

Störend sind die halbherzigen Versuche, dem Krimi gesellschaftskritische und politische Aspekte beizumengen. In kurzen Passagen möchte die Autorin dem Leser die Prägung der Protagonisten näher bringen, die diese in Zeiten der DDR und nach der Wende erfahren haben. Diese knappen Textstellen kratzen nur an der Oberfläche und es ist ihr nicht gelungen, die Charaktere eben dieser Protagonisten tief greifend darzustellen.

Land und Leute hingegen sind sehr treffend und liebevoll beschrieben. (Ich bin sicher, die Autorin mag diese Gegend.) Wer die Umgebung um das Ostseebad Göhren kennt, bereist mit der Kommissarin die Insel im Geiste. Und es wurde Nacht eignet sich vortrefflich zum Schmökern am (Nord-)Strand.

Mit ihren letzten Zeilen legt Birgit C. Wolgarten den Grundstein zum dritten Fall für Katja Sommer in Der Tod der Königskinder.

Ines Dietzsch, Mai 2008

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buscher zu »Birgit C. Wolgarten: Und es wurde Nacht« 06.08.2010
Ein langweiliges und konstruiertes Busch

Das Buch ist ein völliger Flop. Es beginnt bereits mit der überflüssigen Story, dass die Kommissarin schwanger ist und sie darum abhauen muss, da leuchtet ja auch jedem ein und jeder Mann hat dafür Verständnis. Natürlich trifft sie mitten am Meer einen Bekannten ihres Mannes und sie will und darf gleich mitarbeiten.Ist ja klar, wenn ein Maurer einen Bai sieht und im Urlaub ist, dann packt er gleich mit an. In Göhren macht sie auch nichts anderes als arbeiten, arbeiten, arbeiten .und sich in den örtlichen Kripomann zu verlieren.
Zahlreiche Hinweise weisen überdeutlich darauf hin - ich will ja nichts veraten, aber egal, ob es klappt oder nicht, das ist einfach eine blöde Story.
Katja Sommer ist total nervig. Die Geschichte versucht auf zwei Ebenen zu spielen, tolle Technik im Jahre 2010. Die Hinweise sind im Gegensatz zur Rezension der Krimicouch überdeutlich. Ich habe den Eindruck, da will ein Verlag mit mäßiger Literatur in den Bereich der Regionalliteratur einstiegen. Viel Glück dabei, aber mit diesem Buch und dieser Autorin tun sie sich keinen Gefallen.
Das andere von ihr ist kaum besser.
Das Buch hat mich insgesamt sehr geärgert und ich kann es nicht empfehlen. Da ich nicht ins Detail gehen soll - folgt nur der Hinweis- nicht kaufen.
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
silke zu »Birgit C. Wolgarten: Und es wurde Nacht« 18.01.2008
Mir hat das Buch sehr gut gefallen.Spannung von Anfang an,gute Story und Katja Sommer ist mir sehr sympatisch.Ich mag den Schreibstil,freue mich schon aufs nächste Buch.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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