Der Tod hat eine Anhängerkupplung von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2008 bei Lübbe.
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Bergisch Gladbach: Lübbe, 2008.
ISBN:
978-3-7857-2337-1. 304 Seiten. -
Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2010.
ISBN:
978-3-404-16434-9. 299 Seiten.
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[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008.
Gesprochen von Bernd Stelter.
ISBN:
3-7857-3682-7. 4 CDs.
'Der Tod hat eine Anhängerkupplung' ist erschienen als
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In Kürze:
Endlich wieder Urlaub! Doch wer sich auf Dünen, Strand und Ferienluft in Holland gefreut hat, erlebt eine böse Überraschung. Auf Camping de Grevelinge ist alles anders …Blaulicht, rot-weißes Absperrband, Polizei! Der Kantinenwirt des Campingplatzes ist kopfüber in der Porta-Potti-Entsorgungsstation ertrunken aufgefunden worden. Es sieht nicht nach Selbstmord aus. Inspecteur Piet van Houvenkamp, der größte lebende Agatha-Christie-Fan weltweit, stellt bald fest: Der Tod hat eine Anhängerkupplung!
Das meint Krimi-Couch.de: »Morde auf dem Campingplatz«
Krimi-Rezension von Thomas Kürten überspringen
Bernd Stelter hat sich als Kabarettist einen Namen gemacht. Er war einer der Dauergäste in RTLs Sieben Tage, sieben Köpfe und tourt außerdem mit Soloprogrammen über die Kleinkunstbühnen der Republik. Doch von seiner Urlaubsleidenschaft hätte wohl niemand erfahren, wenn er nicht schon den nunmehr den dritten Roman rund ums Campen geschrieben hätte. Und da Nr. 3 ein Krimi geworden ist, findet er schnurstraks seinen Weg auf die Krimi-Couch.
Sein Ermittler, Inspecteur Piet van Houvenkamp, hätte so gerne mal in einem Fall ermittelt, der den großen Whodunits einer Agatha Christie gleichgekommen wäre. Ein geschlossener Kreis von Verdächtigen und jeder mit einem Motiv für den Mord. Und dann er als großer Detektiv, der den Täter am Ende entlarvt. Doch in seiner kleinen Einsatzstelle in Middelburg ist ihm in all den vielen Jahren nicht ein einziger Fall von diesem Format untergekommen. Doch nun wird Coen, ein alter Weggefährte und Kneipenbesitzer auf dem nahen Campingplatz ermordet aufgefunden. Vielleicht bietet dieser Fall ja endlich die Chance für den Kommissar, seine grandiose Spürnase zum Einsatz zu bringen
Zeitgleich kommt Familie Lehnen aus Köln an ihrem Ferienort an. Papa, Mama, Sohn und Tochter verbringen hier regelmäßig die Ferien, man hat einen festen Stellplatz und kennt die Nachbarn bereits seit Jahren. Doch der gewaltsame Tod des geliebten Wirtes wirft Schatten auf das Ferienidyll.
Sympathisch-seichte Mischung
Stelters »Krimi« erhebt nicht den Anspruch auf Action und Spannung. Im Gegenteil, fast jedes Kapitel ist mehr oder weniger witzig illustriert, der Kommissar ist grandios schräg (geht erst mal ein Bierchen trinken, bevor er sich um den Fall kümmert) und auch die Verwicklungen der Familie Lehnen mit den anderen Stammgästen auf dem Campingplatz wirken auf eine sehr sympathische Weise amüsant. Die mit süffisantem Unterton geschriebene Geschichte ist eine gelungene Gratwanderung zwischen Schwärmerei (fürs Campen) und humorvollem Krimi.
Es sei nicht zuviel verraten, dass der Inspecteur schließlich die Gelegenheit erhält, vor dem geschlossenen Kreis von Verdächtigen dank seiner genialen Kombinationsgabe den Mörder zu entlarven. Die bis dahin seicht dahin fließende Handlung bekommt hier einen nicht mehr erwarteten, dramatischen Höhepunkt verpasst. Insgesamt bleibt Der Tod hat eine Anhängerkupplung jedoch im Nachhinein ein Unterhaltungsroman, den man gerne gelesen und dann recht schnell wieder vergessen hat.
Thomas Kürten, Dezember 2008
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| RR zu »Bernd Stelter: Der Tod hat eine Anhängerkupplung« | 08.12.2008 |
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