Zehnkampf von Bernd Franzinger

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2010 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Rheinland-Pfalz, 1990 - 2009.
Folge 10 der Wolfram-Tannenberg-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2010. ISBN: 978-3839210864. 368 Seiten.

'Zehnkampf' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Tannenbergs Neffe nimmt an einem Zehnkampf teil. Während des 100m-Laufs wird ein Sprinter von der Kugel eines Heckenschützen niedergestreckt. Am nächsten Tag entdeckt man in einer Weitsprunggrube einen Sportler, der ebenfalls mit einem Präzisionsschuss getötet wurde. Der heimtückische Killer hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, innerhalb eines engen Zeitfensters zehn Menschen mit jeweils nur einem einzigen Schuss zu töten. Plötzlich gerät Kommissar Tannenberg selbst ins Fadenkreuz.

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Michael Petrikowski zu »Bernd Franzinger: Zehnkampf« 31.03.2011
Sport ist Mord“ sagt der Volksmund und in Bernd Franzingers neuen Kriminalroman Zehnkampf wird dieses Motto für einige Sportler zur Realität.

Während eines Zehnkampfes an dem auch Kommissar Tannenbergs Neffe teilnimmt, wird beim Hundertmeterlauf ein Läufer durch einen Schuss direkt ins Herz getötet. Dem Kaiserslauterer Ermittler und seinem Team ist klar, dass für eine solche Tat nur ein Scharfschütze in Betracht kommt. Doch warum sollte ein Profikiller einen 18-jährigen Schüler hinrichten? Die ersten Ermittlungen ergeben noch keine konkrete Spur, da wird bereits im Sand einer Weitsprunganlage ein weiterer Sportler entdeckt, der ebenfalls durch einen Präzisionsschuss getötet wurde. Wodurch erste Vermutungen, es könne sich um einen psychopathischen Serienkiller handeln, bestätigt werden.

Da die Staatsanwaltschaft an einen terroristischen Hintergrund der Mordanschläge glaubt, wird Tannenberg ein BKA-Beamter als Verstärkung zur Seite gestellt, der eine frappierende Ähnlichkeit mit George Clooney hat. Kurze Zeit später wird Tannenbergs Mutmaßung, dass sich der Täter anscheinend am chronologischen Ablauf eines Zehnkampfs orientiert, bestätigt. Ausgerechnet auf dem Gelände des Polizeisportvereins wird der Kollege Pascal Sprengard mit einem Schuss mitten ins Herz aufgefunden. Auf dem Bauch eine 7,25 kg schwere Eisenkugel. Kugelstoßen, die dritte Disziplin im Zehnkampf.

Nach dem Mordanschlag auf den Polizeibeamten wird die Sonderkommission „Sniper“ zusammengestellt, deren Leitung Tannenberg übertragen wird. Nach zwei weiteren Anschlägen des Seriekillers findet die Sonderkommission heraus, dass die Tatorte ein Fadenkreuz ergeben, dessen Mittelpunkt im Zentrum der Pfalz liegt. Als man glaubt den vermeintlichen Serienkiller gefunden zu haben, gerät Tannenberg bei einem Treffen mit einem Informanten selbst in Lebensgefahr…

Einen rasanten und packenden Kriminalfall hat Bernd Franzinger für seinen Kommissar Wolfram Tannenberg entwickelt. Ein Jubiläum, denn Zehnkampf ist bereits der zehnte Fall für den Kaiserslauterer Ermittler. So verwundert es auch nicht, dass der Autor bei der Umsetzung eines aktuellen Themas mit brisantem politischen Hintergrund alle Register gezogen, und brillant in Szene gesetzt hat. Während der Leser bereits glaubt dem Täter auf der Spur zu sein, nimmt die Handlung unerwartet einen anderen Verlauf und steigert die Spannung bis zur endgültigen Auflösung des Falls. Franzingers klarer Schreibstil und seine erfrischenden Charaktere sorgen für kurzweilige Unterhaltung und machen Lust auf mehr davon. Ein Leckerbissen für alle Krimifans.
Walter Dorsch zu »Bernd Franzinger: Zehnkampf« 30.03.2011
Lokalkolorit wie immer bei Franzinger, Wiederlesen erwärmt unser Pfälzer Herz. Die Story lässt den Leser nicht mehr los bis zum Ende. Ursache dafür ist auch die bedrückende Aktualität der Hintergründe.
Nur einige Tage nach meiner Lektüre des neuen Romans erschienen Presseberichte zu Tötungsaktionen, die von Regierungen beauftragt werden, also "legal" ablaufen.
Wie schon in seinem Roman OHNMACHT versteht es Franzinger auch hier, spannend zu unterhalten, aber auch so zu informieren, dass wir durchaus nachdenklich am Ende wieder in den Alltag zurückkehren.
Krug Christine zu »Bernd Franzinger: Zehnkampf« 17.03.2011
Kann mich der Meinung meines Vorgängers leider nicht anschließen.Der ganze Krimi besteht nur aus Adjektiven,in die Morde eingebettet sind.
Kommisar:zischte,polterte,blaffte,raunzte,brummte,jammerte,winselte,knurrte,fletschte,
schmatzte,jubilierte,wisperte,blökte,fauchte,grummelte,sprudelte,schnaubte,schmetterte,fletschte,polterte,schlurfte,quäkte..
Phatologe:höhnte,knurrte,pflaumte,hechelte,brabbelte,posaunte,flötete,frotzelte,schniefte,kicherte,rüffelte,giftete...
Wer das aushält,kann Franzinger Fan bleiben-von mir für die Krimiidee-die ganz gut ist 60%.
Conny66 zu »Bernd Franzinger: Zehnkampf« 21.10.2010
Eigene Meinung:
„Zehnkampf“ war der zweite Kriminalroman von Bernd Franzinger, den ich gelesen habe. Und ich kann unumwunden zugeben, dass er mich wieder restlos begeistert hat.
Der Autor versteht es, dass ich mich innerhalb weniger Zeilen mitten im Geschehen, in der Pfalz, wiederfinde.

Zur Inhaltsangabe des Buchrückens lässt sich noch ergänzen, dass die Getöteten in der Reihenfolge des sportlichen Zehnkampfs erschossen und dementsprechend drapiert wurden, z. B. mit einer Diskusscheibe.
Am Anfang des Falles ziehen der Kommissar und ich als Leser Doping und Anabolika als Grund in Betracht, während die Motiv- und damit verbundene Tätersuche sich im Laufe des Buches ändert.

Der Autor hat es verstanden, mich auf wunderbare Art und Weise zu verwirren und die eine oder andere Fährte zu suchen.
Sein Schreibstil ist sehr detailreich. Ich konnte mich sofort in die Protagonisten und Figuren sowie die Gegend versetzen. Der auktoriale, also allwissende, Stil war dabei sehr hilfreich.

Auch ein Quereinsteiger, der ich nicht mehr war, bekommt die Geschehnisse nachvollziehbar erklärt.
Die Auflösung war gut durchdacht und für mich verständlich.
Im „Krimijournal“ des Verlags konnte ich ein Interview lesen, das mich auf weitere Fälle mit Kommissar Tannenberg freudig hoffen lässt.


Fazit:
Bernd Franzinger hat ein aktuelles Thema aufgegriffen und sehr unterhaltsam in seinem Krimi verarbeitet.
Ich gebe diesem Werk fünf von fünf Sternen.
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