Pilzsaison von Bernd Franzinger

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2003 bei Gmeiner.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Rheinland-Pfalz, 1990 - 2009.
Folge 1 der Wolfram-Tannenberg-Serie.

  • Meßkirch: Gmeiner, 2003. ISBN: 3899776062. 441 Seiten.

'Pilzsaison' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Wolfram Tannenberg, frischgebackener Leiter der Kaiserslauterer Mordkommission, wird in seinem ersten Fall gleich mit einem mysteriösen Verbrechen konfrontiert. Im Stadtwald wird eine weibliche Leiche entdeckt, in deren aufgeschlitzter Kehle mehrere Pilze stecken. Der Kommissar kann weder eine Spur zu einem Verdächtigen finden, noch ist auch nur der Ansatz eines möglichen Tatmotivs zu erkennen. Wenige Tage später finden Spaziergänger eine weitere Frauenleiche. Tannenbergs Gegner – offenbar ein Serienmörder – erscheint übermächtig, denn er ist ein geschickter Stratege, ein leidenschaftlicher Spieler, der immer eine Überraschung für seine Häscher bereit hält.

Ihre Meinung zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Klaus Dietrich zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 30.06.2012
Tolle Krimiunterhaltung!
Auch ein der Pfalz wenig verbundener Krimileser wie ich hat an diesem Kriminalroman seine helle Freude gehabt. Man kann sich die knorrige, urige Hauptfigur sehr gut vorstellen. In ihr steckt etwas von jedem von uns: Bodenständigkeit, Heimatliebe, trockener Humor, Bissigkeit - und der unbändige Wille, in einer chatischen Welt irgendwie zu überleben.
Eine deftige Krimikost jenseits der weichgespülten Romane., die ich jedem Leser empfehlen kann. freue mich schon auf die nächsten Bücher dieser Reihe!
Teufel zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 22.05.2012
Tannenberg ist ein unsympathischer Trottel , der Plot ist unlogisch , trotzdem ist irgendwas dran, denn ich hörte das Buch bis zum Ende. -- Falls der Autor in späteren Büchern wieder Schach erwähnt , sollte er genauer werden zu "Schachrätseln". Ein Schachcomputer löst sofort , schneller als ein Meisterspieler.-
Josef Brunnhuber zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 11.01.2012
Einem urviechigen Bayer wie mir hat dieser Pfundskrimi sehr gut gefallen! Bernd Franzingers Krimi "Pilzsaison" verspricht Krimifreunden Lesespaß pur. Über mehr als 400 Seiten gelingt es dem Autor, der in einem kleinen Dorf bei Kaiserslautern lebt, die Spannung aufrecht zu erhalten. Der Leser fiebert mit, will wissen, was dahinter steckt. Und erlebt so manche Überraschung. Denn auch die Polizeibehörde, in der Tannenberg arbeitet, ist nicht so ganz sauber. Pilzsaison ist ein Buch mit viel Lokalkolorit. Aber auch alle anderen Leser, die sich hier vielleicht weniger gut auskennen, werden bei der spannungsgeladenen Handlung mitfiebern können.
Hans Wilhelm zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 07.01.2012
Wenn dieser Krimi einem gutem Lektor in die Hände gekommen wäre und die Handlung von dem überflüssigen literarischen Ballast befreit wuerde, könnte es ein passabler Krimi werden. So aber ist es nur nervendes Gelaber in dem die Handlung untergeht. Weitere Krimis dieses Autors schenke ich mir daher und ka nn ihn nicht empfehlen.
M. Hoermann zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 03.09.2011
Ich bin am Münchner Flughafen auf dieses Buch gestoßen. Wobei ich sagen muß, daß mich die großspurige Ankündigung des Verlags ("Neuer Stern am Krimihimmel", "Top-Titel", "Tipp des Jahres") eher abgeschreckt hat. Fast hätte ich das Buch wieder ins Regal gelegt. Nachdem ich es nun gelesen habe, muß ich allerdings feststellen, daß dies ein Fehler gewesen wäre. Denn dieser neuer Schriftsteller hat diese Vorschußlobeeren wirklich verdient. Am meisten hat mich beeindruckt, daß man zwischen den Zeilen des Buches deutlich merkt, daß der Autor anscheinend nicht willens ist, sich den im Literaturmarkt herrschenden Zeitgeist zu unterwerfen oder sich den Literaturkritikern anzubiedern. Ich habe den Eindruck, daß hier jemand versucht, seinen eigenen Weg zu gehen. Und da mir solche Menschen ausgesprochen imponieren, wünsche ich ihm viel Erfolg auf diesem Weg.
Karl Faustmann zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 06.07.2011
Die Hauptfigur unsympathisch, der Stil schwülstig, die Handlung langweilig bis vorhersehbar, alles in allem keine Empfehlung für dieses Buch.
Besonders das Verhältnis der Hauptfigur zu Tieren laesst auf das des Autors schliessen und macht ihn fat zu einem Tierquäler.
Und noch immer ungeklärt bzw nicht erklärt: Woher kam der Gesiesblitz der Hauptfigur plätzlich den Täter zu kennen?
conny fröhlich zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 31.03.2011
Auf einem Sandsteinfelsen wird eine mit Waldfrüchten geschmückte Frauenleiche gefunden. In ihrer Kehle stecken Pfifferlinge. Wolfram Tannenberg, Leiter der zuständigen Mordkommission, beginnt mit den Ermittlungen. Er stochert zunächst völlig orientierungslos im Nebel herum. Der Täter schickt ein mysteriöses Gedicht. Schon bald wird im Wald eine weitere Tote entdeckt. Es beginnt ein spannendes Katz- und Maus-Spiel zwischen Tannenberg und dem Serienmörder, das einige Überraschungen für den Leser bereithält ...
Dieser Krimi bietet alles, was ich in einem guten Buch vorfinden möchte: Eine ebenso spannende wie originelle Geschichte, eine stimmige Kulisse und interessante Charaktere. Besonders die literarische Hauptfigur des Autors ist mir gleich ans Herz gewachsen. Tannenberg ist ein Typ mit Ecken und Kanten, vom Leben arg gebeutelt, aber trotzdem einfach nicht unterzukriegen. Ein liebenswerter Typ, den man einfach gernhaben muß!
Heidi Reichelt zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 11.02.2011
Ich habe mir selten so den Bauch halten müssen vor Lachen in einem Krimi:
Achtung Zitate: "Die beiden Kriminalbeamten vertraten sich ein wenig die Beine und nahmen dann auf einer mausgrauen Kunststoffbank Platz.(!!)
Von diesem Aussichtspunkt hier oben auf dem höchsten Punkt des Neumühlenparks hatte man einen einzigartigen Blick über das in einer breiten Senke ausgerollte Stadtgebiet.(!!!)
Die Nacht hatte gerade damit begonnen, sich ihr diamantbesetztes, funkelndes Schlafgewand überzustreifen. (!)
Mit Hilfe ihres altbewährten Helligkeitsreglers drehte sie das Tageslicht langsam zurück.(!)
Vorsichtig schielte ein strahlend weißes Mondstückchen über die Baumwipfel, so als ob es behutsam die Lage erkunden wollte. Da aber alles in Ordnung zu sein schien, gab es die
beruhigende Information umgehend nach unten weiter, so dass sich der Rest der Mondes nach und nach ebenfalls aus seinem sicheren Versteck hervortraute."(!)

anderes Kapitel:
"Die beiden Lichtkegel fraßen sich gierig in die milchig-trübe Wiesenlandschaft, Frösche hüpften mit großen Sätzen über den dunkelgrauen (nicht mausgrauen..) Asphalt.
Der finstere Wald vor ihnen öffnete seine Empfangspforten (sic) und zog sie in seinen schwarzen Moloch. Geisterhafte Baumgestalten huschten vorbei, streckten ihre langen
Greifarme nach ihnen aus."(! huh der Pälzerwald is gefehrlisch...)

"Als die beiden Kriminalbeamten das betongraue, schmucklose Verwaltungsgebäude verließen, wurden sie bereits mit den ersten dicken Regentropfen bombardiert, die gerade
eine mächtige, blauschwarze Gewitterwolke über die Stadt auszuschütten begann." (Hä?)

"Kurz nachdem sie das zivile Polizeiauto erreicht hatten, zog das wütende Sommergewitter alle Register, die es an diesem schwülen Junimorgen zu bieten hatte: Riesige Mengen
überpraller Wassertropfen, die auf dem staubigen Asphelt sofort große Luftblasen bildeten; ein aufbrausender, peitschender Wind, der den Regen brutal an die Autoscheiben und
Häuserwände klatschte und als krönenden Abschluß taubengroße Hagelkörner, die sich auf dem Straßenpflaster in Windeseile zu einem schneeweißen, eisigen Teppich verknüpften. (Wow)
Aber genauso schnell und brutal, wie das Gewitter über die schutzlose (!) Stadt hergefallen war, genauso schnell war es wieder verschwunden. Urplötzlich kehrte die Helligkeit
aus ihrem Versteck (boah eh) zurück und die triumphal grinsende Sonne (!) machte sich schadenfroh über die eisige Körnerpracht her.".(der Wahnsinn in Dosen)
Ei der Pälzer der is lustisch.
Krimileserin zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 07.01.2009
Mir hat der erste Teil der Tannenberg-Serie eigentlich sehr gut gefallen, bis auf die ständigen Wiederholungen der Berufsbezeichnung bei den Dialogen, wie oben schon von einem anderen Leser beschrieben.

Als Mitarbeiterin der Mainzer Rechtsmedizin muss ich mich allerdings über die schlechte Recherche in Sachen Obduktionen beschweren. Bei Mordfällen in Rheinland-Pfalz ist grundsätzlich die Rechtsmedizin (nicht Pathologie) der Mainzer Universität zuständig. Weder ein Krankenkaus mit einem Pathologen in Kaiserslautern, noch ein leitender Rechtsmediziner des LKA (gibt es garnicht).

Vielleicht könnte Herr Franzinger bei evtl. weiteren Romanen auf diese Kleinigkeiten achten. Pathologie und Rechtsmedizin sind zwei unterschiedliche Fachrichtungen. Fällt mir als "Insiderin" halt leider auf. *zwinker*

Ansonsten werde ich heute den zweiten Teil beginnen und freue mich auf weitere Abenteuer von Tanne, Flocke etc., denn das Pathologen-Versehen und andere Kleinigkeiten tun dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
nikre zu »Bernd Franzinger: Pilzsaison« 19.09.2008
Leider ist dies die erst Krimi-Couch"Empfehlung", die ich ganz und gar unbefriedigend fand. Sprachlich so hölzern, insbesondere die Dialoge so ungelenk (wer spricht sich in einer Unterhaltung schon ständig gegenseitig mit dem Vornamen an?), dass ich so dass ich ständig versucht, war das Buch aus der Hand zu legen. Leider hat das Lektorat hier ofensichtlich nicht funktioniert - das Streichen von überflüssigen Adjektiven oder den Wiederholungen bei den Personenbezeichnungen ("der SOKO-Leiter") hätte schon einen Teil geholfen. Von sprachlichen Fehlgriffen wie dem "Aufdrücken eines zarten Kusses" ganz zu Schweigen (zarte Küsse werden entweder gehaucht oder sie sind nicht zart, sondern herzhaft). Bis zum Schluss habe ich darauf gehofft, dass wenigstens der Plot durch eine überraschende Wendung entschädigt, aber leider sind Motiv und Täter nur an den Haaren herbeigezogen. Und im Gegensatz zu den Krimis von Ulrich Ritzel und Monika Geier ("däss Grumbeergschamperde vunn de Schakkelin") überzeugt oder entschädigt bei Bernd Franzinger auch das Lokale nicht .
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 16.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Pilzsaison

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: