Heuschrecken von Barbara Vine

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2000 unter dem Titel Grasshopper, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Diogenes.

  • London: Viking, 2000 unter dem Titel Grasshopper. 405 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2000. Übersetzt von Renate Orth-Guttmann. ISBN: 3-257-06275-3. 643 Seiten.
  • Zürich: Diogenes, 2003. Übersetzt von Renate Orth-Guttmann. ISBN: 3-257-23346-9. 643 Seiten.

'Heuschrecken' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Clodagh Brown klettert für ihr Leben gern: zunächst auf Bäume, dann, als Teenager mit ihrem ersten Freund Daniel, auf Hochspannungsmaste. In späteren Jahren ist sie auf Londons Dächern unterwegs und erhascht, gemeinsam mit Gleichaltrigen, einen Blick in fremde Leben. Doch die Freiheit in den Lüften hat einen entsetzlichen Preis..

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Volker Hartmann zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 11.10.2009
Habe das Buch auf Englisch in nur zwei Wochen gelesen (heute fertig geworden). Wie immer bei Vine / Rendell: "unputdownable" und psychologisch brillant.
Ein kleines Minus vielleicht wegen einiger Längen und Wiederholungen bei der Beschreibung des Lebens in Silvers Wohnung und der Ausflüge auf die Dächer. Ca. 100 Seiten gekürzt (von 535 in der Penguin-Ausgabe), vor allem im Mittelteil, würden dem Roman möglicherweise etwas mehr Dichte und Spannung verleihen.
Trotzdem, ich hab 90° vergeben.
Neben Patricia Highsmith ist Ruth Rendell für mich die Autorin, die am besten präzise soziale und psychologische Beobachtungen einerseits und Suspense andererseits miteinander verbindet.
Dr.Dieter Rohnfelder zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 20.09.2009
Marion und Rosita haben fast alles gesagt, was ich auch sagen würde. Clodagh flüchtet vor ihren lieblosen Verwandten und dem aufgezwungenen Psychologie-Studium in eine WG, deren Bewohner auf den Dächern Londons herumklettern. Doch es kommt zu einem Eifersuchtsdrama in der WG, und die Gruppe "verhebt sich" mit dem Plan, ein Ehepaar, das sich wegen eines Sorgerechtsstreits um ihr Plegekind vor den Behörden versteckt, über die Dächer auszuschleusen...
Eine großartige Geschichten mit tollen Typen (Silver, die Schwedin Liv, der durch und durch böse Jonny, der Kletterkünstler Wim), vor allem auch eine Entwicklungsgeschichte über Clodagh, die ihr Trauma dadurch bewältigt, dass sie Elektrotechnik studiert. Sie erzählt die Geschichte der Kletter-WG rücklickend
als sie Liv zufällig wiedertrifft.
Absolut großartig! Mein Lieblingsbuch von Barbara Vine; 98 Grad. (Gut, dass Krimi-Couch.de Barbara Vine noch nicht besprochen hat; ein Verriss dieses Buches würde mich tierisch ärgern!).
Olivia Kroth zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 29.05.2007
Ich habe das Buch ebenfalls im englischen Original gelesen und bin von Barbara Vines Sprache begeistert.
Meisterhaft finde ich auch, wie sie die einelnen Handlungsstränge miteinander verwebt, Rückblenden einschaltet und zeigt, dass sich gegenwärtige Handlungen aus vergangenen Traumata ergeben.

Olivia Kroth
KunstFrau zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 27.02.2007
Ich habe das Buch im Original (Grasshoppers) gelesen. Eine faszinierende Sprache, wortreich, farbig - die Handlung (mehrere parallel ablaufende Handlungsstränge in Gegenwart und Vergangenheit) absolut packend - im Hin und Her der Zeiten - Barbara Vine lässt keinen Gedanken aus, sie kriecht in die Personen, in die Handlung hinein und beleuchtet jeden Aspekt aus dem Jetzt, aus dem Damals heraus, deutet an und bewertet die Gedanken. DAs Buch ist jung und dynamisch, (an einigen wenigen Stellen wiederholt sie sich! Schlechtes Lektorat!!!) , es ist aber auch sehr intelligent, psychologisch hervorragend und gesellschaftskritisch - what a world! Für alle, die London lieben und es einmal aus einer ganz anderen Perspektive her kennen lernen möchten (auch wenn der wichtigste Straßentrakt gar nicht existiert!) ist dieses Buch mit seiner Liebe zum Detail, der Baukunst, etc. ein Genuss...
Marion zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 28.08.2006
wieder einmal ein ruth rendell/barbara vine buch mit tiefgang, charakter und stil.
clodagh fühlt sich mitschuldig am tod ihres ersten freundes, der durch einen stromschlag getötet wurde. sie bekommt auch keine rechte unterstützung von ihren eltern und kommt bei verwandten in london unter um ein studium zu beginnen. hier lernt sie silver und dessen freunde kennen, die mit ihr die dächer londons erkunden.
erzählt wird uns die geschichte aus der perspektive einer älteren clodagh, die zufällig durch ihren beruf mit einer ihrer damaligen bekannten zusammen trifft und so ihre alten erinnerungen an diese zeiten auffrischt und auch aufarbeitet.
ich kenne die übersetzung nicht, aber im original absolut spannend und fesselnd geschrieben.
Rosita zu »Barbara Vine: Heuschrecken« 26.02.2003
Wem es um Mord und Todschlag, Entführungen, Erpressung und andere kriminalistische (Un)Taten geht, der wird in diesem Buch enttäuscht.
ABER!!!!!!!
Alles in allem ist dieser Roman eine ganz hervorragende Geschichte über die Dächer und auf den Dächern von London, zusammen mit der Geschichte über die Entwicklung von einem Mädchen zur Frau, und eine zärtlich-romantische, spannend schöne Liebesgeschichte, für mich ein wunderschönes Buch.
Das Ende Leider ein wenig flach, was allerdings durch die Hochs der Gesamtgeschichte gut wettgemacht wird.
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