Sterntaucher von Astrid Paprotta

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 bei Eichborn.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Frankfurt/Main, 1990 - 2009.
Folge 2 der Ina-Henkel-Serie.

  • Frankfurt am Main: Eichborn, 2002. ISBN: 3-8218-0867-5. 406 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2004. ISBN: 3-596-15771-4. 406 Seiten.

'Sterntaucher' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Für Dorian Kammer ist es der Tag, an dem er den Boden unter den Füßen verliert: Als der junge Streifenpolizist zu einem Leichenfund gerufen wird, muss er entsetzt feststellen, dass der Tote sein jüngerer Bruder Robin ist; brutal ermordet. Für Kommissarin Ina Henkel wird schnell klar, dass der Grund für den Mord in der Vergangenheit der beiden ungleichen Brüder zu suchen ist. Robin und Dorian Kammer waren noch Kinder, als ihre Mutter ; eine Sängerin, deren kurze Karriere in einem Desaster endete; sie bei Pflegeeltern abgab und danach verschwand. Während Dorian zur Polizei ging, geriet sein Bruder immer mehr auf die schiefe Bahn. Bei ihren Ermittlungen stößt Ina Henkel auf Lebensspuren einer faszinierenden, aber verletzlichen Frau, deren Charisma sie immer mehr in Bann zieht. So sehr, dass sie fast zu spät entdeckt, dass auch der treue Polizist Dorian nicht die ganze Wahrheit sagt . …

Das meinen andere:

"So gut wie Henning Mankell ist sie allemal, und Donna Leons Bücher erscheinen neben der Wucht ihres Romans wie Instant-Krimis.» (Die Welt)

«Sterntaucher ist keiner dieser vergnüglichen Fastfood-Krimis, die man liest und schnell wieder vergisst, sondern ein düsteres, immer spannendes Stück Literatur.» (FHM)

«...die intelligentesten Kriminalromane, die derzeit in Deutschland geschrieben werden." (Welt am Sonntag)

Ihre Meinung zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher«

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SisMorphine zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 27.09.2010
Ich schließe mich den Vorredner/innen an: es ist mit Sicherheit nicht das, was man für gewöhnlich unter einem "Krimi" versteht. Es ist kein Buch, das man mal eben vorm Schlafengehen lesen sollte.
Nein, manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich das Buch nicht lesen, sondern "arbeite", weil man keinen Moment unaufmerksam sein darf.
Ich kannte schon "Mimikry" (als Hörbuch) und wusste daher ungefähr, auf was ich mich einlasse.
Doch obwohl ich es tatsächlich für stilistisch sehr, sehr gut fand - hab ich es nicht durchgehalten und nach zwei Dritteln aufgehört.
Es war vielleicht nicht die richtige Zeit für dieses Buch, nicht die richtige Stimmung, was aber meine Schuld und nicht die der Autorin war.
Trotzdem weiß ich nicht, ob ich mir ein Buch von Astrid Paprotta noch mal "antue". Wenn, dann eher als Hörbuch...
Bio-Fan zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 23.03.2009
"Mit viel Herzblut geschrieben", denn nur so kriegt man eine solch eindringliche Atmosphäre hin. "Sterntaucher" ist der 2. Roman aus der Ina Henkel-Reihe. Astrid Paprottas Oberkommissarin von der Frankfurter Mordkommission ist schon eine außergewöhnliche Frau. Heavy Metal ist ihre Lieblingsmusik und ab und zu einem Joint ist sie nicht abgeneigt. Doch hilft das nur ungenügend gegen die schrecklichen Bilder, die ihr Beruf jeden Tag mit sich bringt.
Auch der aktuelle Fall geht ihr mächtig an die Nieren. Nicht nur, daß der Bruder eines Kollegen Opfer ist, der Kollege selbst involviert scheint, baut Ina Henkel zu deren geheimnisvollen Mutter eine emotionale Bindung auf.
Wie auch im Vorgänger "Mimikry" liegen auch hier Paprottas Stärken im "Innenleben" ihrer Charaktere. Mit dem ihr eigenen Einfühlungsvermögen erschafft sie eine Verbindung zwischen ihren Figuren und dem Leser. Manchmal IST man Ina Henkel oder leidet IN Dorian Kammer.
Sehr intensiv, sehr empfehlenswert. 90 Grad
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Monika zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 16.01.2009
Sterntaucher war mein erster Kontakt zu Astrid Paprotta. Als Krimi-Verschlingerin für mich ein völlig neues Lesegefühl: Aufmerksamkeit ist angesagt, die mit atmosphärischer Dichte belohnt wird. Diagonallesen ist out, denn jeder Satz hat seine Bedeutung. Ich erlebte die Menschen, die beteiligt sind, mit ihren Gefühlen, gedanklichen Paraden und Side-Steps, mit ihren Tagträumereien. Das hat dem Krimi mehr als gut getan. Die damit erreichte Authenzität der Protagonisten ließ diese erschütternde Geschichte sehr nahe kommen.
Sicherlich werde ich mir weitere Krimis von Astrid Paprotta zu Gemüte führen.
Andreas zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 29.10.2006
Nachdem mir Mimikry schon ordentlich gefallen hat, bin ich von Paprottas Roman Sterntaucher hellauf begeistert.
Die Kommissarin Ina Henkel ist eine der glaubwürdigsten Figuren, die ich in einem Kriminalroman als Ermittlerin erlebt habe. Sie wirkt weit echter als viele ihre Kollegen. Ihre Persönlichkeit wird dabei in Sterntaucher sehr sorgsam herausgearbeitet.
Was den Roman aber eigentlich großartig macht ist die zutiefst deprimierende Familientragödie um Katja Kammer. Die Autorin hällt dabei die Spannung auf hohem Niveau und das nur durch Erkenntnisse über die Psyche der einzelnen Familienmitglieder. Sie vermeidet über weite Strecken Aktionorientierte Passagen und tut gut daran. So gewinnt die Geschichte, die Abwechselnd aus der Perspektive Dorian Kammers und Ina Henkel erzählt wird eine enorme Intensität.
Einzig das Finale passt nicht vollkommen zum Rest der Geschichte, da dort zu viele Zufälle zusammenfallen.
Mehr soll über die geschichte gar nicht verraten werden. Man sollte vielleicht erwähnen, dass dieser Roman eher verstörend als unterhaltend wirkt und so sicher nicht jedem gefallen wird.

Mich hat die Lektüre des Buches jedenfalls außerordentlich mitgenommen. Trotzdem würde ich es voll und ganz weiterempfehlen.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dr.Christoph Wecker zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 18.05.2005
dies ist ein in jeder hinsicht ungewöhnliches buch, ich kenne in bezug auf den inhalt, die raffinierte konstruktion und die sprache nichts vergleichbares. allerdings verlangt es beim lesen ständige aufmerksamkeit, völlige einfühlung in die düstere athmosphäre und die kaputten protagonisten, mnches muss man nochmal lesen, um nicht den zusammenhang zu verlieren. kein happy end, keine hoffnung.die sprache ist sehr akruell , also jung und entsprechend rücksichtslos, genau, alle metaphern und vergleiche stimmen.eine anspruchsvolle lektüre, kein krimi im hergebrachten sinn.die frau kann schreiben, respekt!
Ingrida zu »Astrid Paprotta: Sterntaucher« 31.07.2002
Zwei Sätze sind für den Leser häufig unvollständige Wortfetzen. Es ist natürlich eine sehr aktuelle jugendliche Sprache: Weil wenn. Der Stil und die hessische Region sind gewöhnungsbedürftig. Rückblicke, Erinnerungsstücke während des kommissarischen Verhörs fordern ständige Aufmerksamkeit, weil die nächste Antwort oder Frage mindestens 2 Absätze später folgt. Die Geschichte ist gut strukturiert, spannend und "gesellschaftskritisch". Was kann eine total demolierte Mutter für ihre Söhne tun und wie geht die Kommissarin damit um? Es gibt bunte Raben in Afrika, Sterntaucher sind so grroß
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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