Weiße Nacht von Åsa Larsson

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel Det blod Som Spillts, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei C. Bertelsmann.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden, 1990 - 2009.
Folge 2 der Rebecka-Martinsson-&-Anna-Maria-Mella-Serie.

  • Stockholm: Bonnier, 2004 unter dem Titel Det blod Som Spillts. 384 Seiten.
  • München: C. Bertelsmann, 2006. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 978-3-570-00873-7. 384 Seiten.
  • München: btb, 2007. Übersetzt von Gabriele Haefs. ISBN: 978-3-442-73641-6. 382 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Hörbuch Hamburg, 2007. Gesprochen von Nina Petri. ISBN: 3899034163. 5 CDs.

'Weiße Nacht' ist erschienen als HardcoverTaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Es ist Mittsommernacht in Jukkasjärvi, einem kleinen Ort nahe Kiruna, zweihundert Kilometer nördlich des Polarkreises, als die Pastorin Mildred Nilsson gefunden wird – aufgehängt unter der Orgel ihrer Kirche. Sofort sind die Bilder des im Polarwinter ermordeten Predigers Viktor Strandgård wieder da. Und für die Anwältin Rebecka Martinsson werden Erinnerungen wach an die schlimmsten Stunden ihres Lebens: Bei den Ermittlungen zum Fall Strandgård hatte sie in Notwehr drei Menschen erschossen. Erst jetzt kommt der Zusammenbruch. Ihr Chef will sie vor dem endgültigen Absturz bewahren und schickt sie mit einem Kollegen nach Kiruna. Sie begegnet Pastor Stefan Wickström, Mildreds Nachfolger, entdeckt einen Safe mit Drohbriefen an die ermordete Pastorin und wird mit dem Hass konfrontiert, der Mildred wegen ihres Engagements für Frauen in Notlagen entgegenschlug.

Kommissarin Anna-Maria Mella, die Rebecka bereits kennt, hat ihren Erziehungsurlaub abgebrochen und sieht sich einem gefährlichen Gemisch aus enttäuschter Liebe und hilflosem Hass gegenüber. Dann verschwindet plötzlich Pastor Wickström, und die Situation eskaliert …

Ihre Meinung zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht«

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Svenja zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 16.09.2017
Nachdem ich schon zwei weitere Kriminalromane von Asa Larsson gelesen habe (den ersten Roman und den bisher letzten Roman der Reihe) und diese mich im Großen und Ganzen begeistern konnten, war ich bisher von der Autorin überzeugt. "Weiße Nacht" dagegen empfand ich als "Einbruch" dieser Leistung. Dieser Roman war streckenweise wirklich sehr langweilig und erst ab ca. Seite 200 etwas fesselnder. Ohne zu viel vorweg zu nehmen, erschien mir das Ende bzw. die Auflösung dann aber auch ein bisschen zu knapp bzw. hätte hier mehr zu den Hintergründen gesagt werden und mehr erläutert werden müssen, damit die Gesamthandlung für den Leser stringent und logisch bleibt. So erschien die Erklärung, wie es zu den Morden kam, wie gesagt leider etwas knapp und die Handlung in ihrer Gesamtheit dadurch leider auch zu konstruiert. Auch andere Teilhandlungen (auch hier möchte ich nicht näher darauf eingehen, um nichts zu verraten) waren mir einfach zu unlogisch und lebensfern und wurden in ihrer Strukturlosigkeit leider auch nicht näher erläutert und beleuchtet. Insgesamt werden viele Teilaspekte angerissen, aus denen man als Autor sicherlich auch mehr Spannung hätte herausholen können.
Fazit: Lauwarme Kost; hoffentlich wird "Der schwarze Steg" besser.
aastrid zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 06.12.2014
Ich war gefangen vom anfang bis zum ende. Ich fand es total interessant wie sich die charaktäre entwickeln. Aber ja, action findet man wenig, und ja, das buch schreitet langsam voran. Dennoch kommt die stimmung der personen gut rüber und auch die handlung ist spannend und konsistent. Das einzige was mich stört ist die darstellung der kommissarin anna maria in einer pseudo hilflosen hausfrauenrolle.
Robert Herschler zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 14.11.2014
Hallo,ich bin das erste Mal auf dieser Seite und habe gleich bei einer meiner Lieblings-Autorinnen nachgeschaut, ob sie gut weg kommt. Bei diesem Buch wohl eher nicht, wie ich sehe. Ich lese von Langeweile, Unstimmigkeiten und zu viel Vergangenheit.Ich bin größtenteils anderer Meinung:
Ich denke, um Asa Larsson zu verstehen, muss man als Leser die langsame Entfaltung der Geschichte und die Tiefe sowohl der Sprache wie auch der psychologischen Ausleuchtung lieben. Sie ist definitiv keine Action-Autorin. Sie versteht es aber meisterhaft den Leser durch athmospärische Dichte und die Schilderungen von Menschen und Schicksalen zu faszinieren und mit dem Geschehen zu verbinden. Nur bei wenigen anderen Autoren habe ich mich so mit der Geschichte, den Menschen und der Natur verbunden gefühlt. Das liegt auch an ihrer außergewöhnlich poetischen Sprache und den ausführlichen Schilderungen der Handelenden und deren Verstrickungen. In meinem Urteil liebt die Autorien ihre Figuren. Es sind keine bloßen Schachfiguren in einem fiktiven Spiel, sondern Menschen aus Fleisch und Blut (das reichlich fließt). In diesem Buch gibt es sicher manchmal Längen (z.B. wenn die Protagonsitin auf einer Party ihres Chefs verweilt) und auch Seltsamkeiten (die Parallelgeschichte des Wolfes). Aber insgesamt ist das Buch sowohl von seiner spannenden Geschichte wie auch von der Geschichte hinter der Geschichte her sehr lesenswert.Nachwort: ich habe bei den Vorrezensnenten gelesen, dass nicht zu verstehen ist, warum die Hunde (einer der Hauptpersonen des Buches) getötet werden (sie werden eingeschläfert). Ich war auch zuerst verstört, als ich das las, aber im Verlaufe des Kapitels wird klar, dass es sich dabei um einen erweitereten Suizid handelt. Die Halterin bringt sich kurz nach dem Tod der Hunde selbst um. Ich finde das bezogen auf die Geschichte dieser Frau nachvollziehbar und stimmig.
Was die Parallelgeschichte mit dem Wolf angeht: ich habe mich sehr mit ihm identifiziert und hier und da Glück empfunden, wenn er wieder auftauchte. Es gab keine direkte Verbindung zu der Haupthandlung, was mich manchmal unruhig machte. Vielleicht liegt aber hier das Entscheidende, das uns die Autorin mitgibt: neben dem Wahnsinn des menschlichen Lebens, dem Leid und aber auch der Schönheit, gibt es den Lauf der Natur, der unabhängig vom menschlichen Schicksal einfach weitergeht. Die Natur als etwas, das uns Halt gibt, das ein Abbild der Schönheit und Unfassbarkeit der Schöpfung ist, dies in so wunderbare poetischen Worten zu schildern, ist (unter anderem) ein großes Geschenk der Autorin an uns Leser.
Krimifan zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 24.12.2011
Stimme Andrea voll zu. Das Buch ist einfach nur langweilig. Es ist mein bislang drittes Buch von Asa Larsson und das mit Abstand schwächste. Ich mußte mich von der ersten bis zur letzten Seite durchquälen, Spannung kam nie auf, die Charaktere bleiben farblos und uninteressant, das Ende ist völlig aufgesetzt. Die Wolfsgeschichte zwischendurch konnte sich mir auch nicht entschließen.
Judith Jamieson zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 08.11.2011
Ohne Frage, nachdem ich mehrere skandinavischen Krimis gelesen habe, steht WEISSE NACHT erstens in der Liste. Obwohl meine Muttersprache Englisch ist, lese ich lieber diese Krimis auf deutsch, schon seit den siebzigen Jahren mit den ausgezeichneten Ehepaar, Sjowall und Wahloo, die ich waehrend meiner Hamburger Studienjahren entdeckt habe. Ich kann Larssons Talent mit Mankell vergleichen, deren Werke ich auch sehr gerne lesen.
Andrea zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 20.07.2011
Ich frage mich echt, wer dieses Buch als "Krimi" oder "hoch spannenden Thriller" eingestuft hat. Das Buch ist so spannend wie ein Erziehungsratgeber für hyperaktive Schildkröten. Es gibt keine Hauptfiguren im eigentlichen Sinn, niemand der den "Fall" Mildred aufklärt. Das einzig Schöne an dem Buch sind die Naturbilder und die bildgewaltige Sprache der Autorin. Mir ist die Handlung zu faserig gewesen: Die lesbische Beziehung wird nicht weiter erläutert, warum Lisa ihre Hunde umgebracht ist, blieb mir verwehrt. Ich habe nicht verstanden, warum man sich als allein erziehender Vater eines behinderten Kindes umbringen muss, wohin der Ehemann von Mildred verschwunden ist und was Rebecka eigentlich mit der ganzen Sache zu tun hat, außer dass sie am Ende hinein gerät und in einem vorherigen Fall schon mal "mitgewirkt" hat. Und dieses ganze Wolfsgefasel war mir auch schleierhaft. Ich bin anscheinend nicht für so einen depressiven Psychoquatsch geeignet. Fazit: Nie wieder Asa Larsson!
helene zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 22.11.2010
Intensive und stellenweise eine sehr gute Schilderung einer Gesellschaft dort oben im weiten, rauen Norden, in der echte Kerle halt so ihre Schwierigkeiten mit der Emanzipation haben und natürlich - fast wie überall - haben auch die Kirchenmänner so ihre Probleme damit. Die geschilderten Charaktere sind sehr fein ausgearbeitet und in ihren Handlungen stimmig.
Jedoch finde ich das Buch stellenweise zu langatmig. Wenn A.L. eventuell bezweckt hat die menschliche Gesellschaft in einem Rudel Wölfe zu spiegeln, finde ich das hier nur mäßig gelungen. Was mich am Schluss geärgert hat, dass Rebecka hier völlig unnötig in Gefahr gerät. Es wirkt so, als ob A.L. ihre Heldin unbedingt noch einmal leiden lassen möchte, um im nächsten Buch einen Handlungsstrang weiter verfolgen zu können. Sehr schade.Alles in allem haben mir 'Sonnensturm' und vor allem 'Der schwarze Steg' besser gefallen.
Mondberg zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 19.04.2010
Sorry - mit dem Buch kann ich gar nichts anfangen - mir fehlt der Zusammenhang von Wolf - Mensch - Hund und wieso und warum überhaupt - für mich war das Buch enttäuschend - immerhin habe ich es bis zum "bitteren" Ende gelesen und mein Fazit: ZEITVERSCHWENDUNG!
Ich mag skandinavische Schriftsteller - und normalerweise liefern die auch nicht solchen Irrsinn ab - wer weiss, was in der Schriftstellerin vorgeht? Schreiben als Therapie?
BernieBaer zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 25.01.2010
Mir hat das Buch ebenfalls nicht so gut gefallen. Wie schon beim ersten Roman spielt mir alles viel zu viel in der Vergangenheit.

Auch denke ich mal, dass man wenn man den ersten Roman nicht gelesen hat, sich gar nicht in die Hauptfigur hinein versetzen kann.

Ist aber wahrscheinlich auch Geschmackssache.
missmarple1510 zu »Åsa Larsson: Weiße Nacht« 22.01.2010
Trotz geteilter Meinungen hier in den Bewertungen habe ich es mir dann doch gekauft und war gespannt. Ich kann mich den negativeren Bewertungen aber leider doch hier nur anschließen. Mir ist auch der Zugang zu diesem Buch verwehrt geblieben. Spannung ist bei mir nicht aufgekommen.

Ich war oft drauf und dran, es wegzulegen, habe aber nicht aufgegeben.

Fazit:

Mir war es zu unrealistisch und in vielen Punkten sehr unstimmig und zu weit her geholt. Schade. Ich konnte mich in die Personen nicht wirklich einfinden und fand es auch an vielen Stellen sehr umständlich geschrieben - das mag aber auch an der Übersetzung liegen.

Schade, hatte mir mehr versprochen.

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