Der heulende Müller von Arto Paasilinna

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1975 unter dem Titel Ulvova Mylläri, deutsche Ausgabe erstmals 1999 bei Heyne. 236 Seiten. ISBN-10: 3-453-15038-4, ISBN-13: 978-3-453-15038-6.

'Der heulende Müller' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

In einem kleinen Dorf im Norden Finnlands taucht ein sonderbarer Mensch namens Huttunen auf. Zunächst nimmt man ihn wohlwollend auf, aber bald stellt sich heraus, dass er mit einem Makel behaftet ist: Er verfällt bisweilen in Traurigkeit, flüchtet in die Wälder und heult wie ein Wolf den Mond an: Eine Treibjagd auf den heulenden Müller beginnt.

Ihre Meinung zu »Arto Paasilinna: Der heulende Müller«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Hartmut Füssel zu »Arto Paasilinna: Der heulende Müller« 05.08.2008
Und ich sehe es genau umgekehrt: Es ist bei weitem sein bestes Buch, danach kommen auch nicht schlechte, aber dem Publikumsgeschmack näherliegende Texte.

Aber ich möchte ausdrücklich noch ein "m.E." einfügen und wünsche mir gleiches von anderen "Rezensenten" auch, denn apodiktische Sätze klingen in Geschmacksfragen m.E. peinlich.
Horst Neben zu »Arto Paasilinna: Der heulende Müller« 19.09.2005
Die gesellschaftlichen Erfordernisse der heutigen Zeit lassen Menschen, die nicht dem Einheitsgrau der ewig lächelnden Fassade, dem Verschleiern der eigenen Gefühle, Empfindungen oder Probleme, die man ja gar nicht haben darf, oder die es nicht geben darf, oder die man einfach nicht zu gibt, frönen, keinen Raum zum wirklichen Leben.
Diese Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen stehen im Abseits und werden eben nicht nur dort stehen gelassen, nein, sie werden nur zu gern genutzt als Fußabtreter und Ersatzalibi für all das, was den "normalen" Menschen so an seinem "Normalsein" hindert. Und wenn es sonst keinen Spaß gibt, dann macht man sich eben mit ihnen einen Spaß.
Diese gesellschaftlichen Neigungen hat Herr Passelinna in vortrefflicher Weise zu Wort und Papier gebracht. Es ist eine Geschichte, die in mir ein Maß an Mitgefühl geweckt hat, so, dass meine Frau mich nicht mehr des abends allein in den Wald gehen lassen wollte, aus Angst vor Wolfsgeheul in der Lüneburger Heide.
Auch in diesem Werk hat es Herr Passelinna wieder verstanden, seine Kunst, den Menschen auf die Finger und auf den Mund zu schauen, das Erfahrene mit einer gehörigen Portion Humor bis Sarkasmus zu würzen und daraus ein Kunstwerk des Miterlebens und des Mitgefühls zu gestalten, unter Beweis gestellt.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Otto Bihler zu »Arto Paasilinna: Der heulende Müller« 01.07.2004
Einer der "anders" ist als andere , den die Allgemeinheit schnell als Bedrohung empfindet , bleibt immer Thema ! Wer in einem Dorf aufgewachsen ist versteht dies vermutlich besser . Ich hab mich durchaus amüsiert mit diesem Buch. Natürlich merkt man das es schon ein älteres Werk ist , genau dies machts aber aus. Einen passenderen Schluss hätter er auch nicht finden können . Mir gefiels !
Gerd Scherm zu »Arto Paasilinna: Der heulende Müller« 30.05.2003
Es ist das älteste und leider auch schwächste Buch, das ich von Paasilinna kenne. Der Mann hat sich hervorragend weiterentwickelt.
Ihr Kommentar zu Der heulende Müller

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: