Bony und der Bumerang von Arthur W. Upfield

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1929 unter dem Titel The Barrakee Mystery, deutsche Ausgabe erstmals 1966 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Australien, 1910 - 1929.
Folge 1 der Napoleon-Bony-Bonaparte-Serie.

  • London: Hutchinson, 1929 unter dem Titel The Barrakee Mystery. 194 Seiten.
  • Garden City: Doubleday, 1965. 238 Seiten.
  • München: Goldmann, 1966. Übersetzt von Heinz Otto. 194 Seiten.
  • München; Wollerau: Goldmann, 1974. Übersetzt von Heinz Otto. 187 Seiten.

'Bony und der Bumerang' ist erschienen als

In Kürze:

Ein geheimnisvoller Mordfall bringt Kriminalinspektor Napoleon Bonaparte nach Barrakee: King Henry, der vor vielen Jahren plötzlich spurlos aus der Stadt verschwunden war, ist wieder aufgetaucht und kurz nach seiner Rückkehr ermordet worden. Täter und Todesursache liegen im Dunkeln – ein Fall für Bony …

Leseprobe

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Dr. Erna Subklew zu »Arthur W. Upfield: Bony und der Bumerang« 07.02.2015
Da mein Sohn derzeit in Australien ist, fielen mir die Krimis mit Napoleon Bonaparte wieder ein, die ich vor 50 Jahren einmal gelesen habe und die einen so nachhaltigen Eindruck auf mich machten, dass ich mich noch heute daran erinnere und einige noich einmal lesen werde. Viele meiner Kenntnisse über den Kontinent verdanke ich ihnen.
E.S.
tassieteufel zu »Arthur W. Upfield: Bony und der Bumerang« 22.05.2010
Bony und der Bumerang ist der erste Roman aus der 28 teiligen Reihe um den recht ungewöhnlichen Inspektor Napoleon Bonaparte, genannt Bony.Ungewöhnlich ist nicht nur sein Name,auch der Inspektor selbst ist eine höchst ungewöhnliche Person,als Mischling zwischen einem Weißen
und einer Aborigine ist er für seine Zeit (Anfang 20. Jh.)außergewöhnlich gebildet. Der Inspektor wird je nach Bedarf überall in Australien eingesetzt, in seinem ersten Fall verschlägt es Bony nach New South Wales auf eine entlegene Schaffarm. König Henry, ein alter Eingeborener, der
nach fast zwanzig jähriger Abwesenheit wieder in seiner alten Heimat auftaucht, wird ermordet aufgefunden, der Grund für den Mord scheint zunächst rätselhaft, wußte doch kaum jemand von seiner Anwesenheit. Trotz allem hat Bony schnell einen Verdächtigen, den Farmarbeiter William Clair, doch bevor der Mann verhaftet werden kann, flieht er und Bony deckt nach und nach die ganzen Hintergründe des Falles auf.
Obwohl man glaubt, schon ganz zu Anfang zu wissen wer der Mörder ist, hält der Autor den Leser geschickt bei der Stange, denn die Hintergründe der Tat sind derart rätselhaft, daß man sich beständig fragt, was da wirklich los ist und je mehr Details zu Tage treten, desto merkwürdiger wird das Ganze und am Ende gibt es auch noch eine recht überraschende Wendung die den ganzen Fall in ein neues Licht rückt.
Für eine dichte Atmosphäre im Buch sorgen die einmaligen Landschaftsbeschreibungen und die
Schilderungen vom entbehrungsreichen, schwierigen Leben im australischen Busch. Wer selbst schon mal im Ouback war, kann die Landschaften förmlich vor sich sehen u. in sie eintauchen.
Obwohl das Buch bereits 1928 geschrieben wurde, hat sich am Leben im Busch nicht wirklich viel verändert, immer noch kämpfen rauhbeinige Farmarbeiter gegen extreme und widrige Witterungsbedingungen und für die in teilweise in großen Entfernungen zueinander Lebenden ist der Zusammenhalt sehr wichtig. An einer Sache merkt man dann allerdings doch, daß das Buch vor gut 80 Jahren geschrieben wurde, an der Einstellung der Weißen den Aborigines gegenüber. Bei sämtlichen Weißen stößt es auf Unverständnis, das ein Weißer überhaupt wegen dem Mord an einem Eingeborenen verhaftet werden soll und allein die Vorstellung, der Sohn des reichen Schafzüchters Thornton könne eine Aborigine zu Frau nehmen, ist völlig undenkbar und würde den Mann zum Ausgestoßenen machen. Sätze wie "Kann man ihm nicht das Maul stopfen, er ist doch nur ein Schwarzer", wirken doch etwas befremdlich auf den heutigen Leser.
Wenn man jedoch der Tatsache Rechnung trägt, daß es zu damaligen Zeit die vorherrschende Meinung war, spiegelt das Buch wunderbar den Zeitgeist wieder.

Fazit: gelungen geschilderte Charaktere, grandiose Landschaftsbeschreibungen und eine kenntnisreiche Darstellung vom Leben im Outback in Verbindung mit einem Krimifall ergeben eine gelungene Mischung, die einfach Spaß auf mehr macht!
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