Das Dorf von Arno Strobel

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2014 bei S. Fischer.

  • Frankfurt am Main: S. Fischer, 2014. ISBN: 978-3-596-19834-4. 368 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2014. Gesprochen von Sascha Rotermund. ISBN: 3839813344. 6 CDs.

'Das Dorf' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

DU WILLST DEM MENSCHEN HELFEN, den du am meisten liebst. Doch der Ort, an den dich deine Suche führt, ist anders als alles, was du kennst. WILLKOMMEN IM DORF OHNE WIEDERKEHR & Der neue Bestseller von Erfolgsautor Arno Strobel Panik, Todesangst das ist es, was Bastian Thanner in der Stimme seiner Freundin hört, als sie ihn völlig unerwartet anruft. Fast drei Monate ist es her, dass Bastian Anna zuletzt gesehen hat, als sie Hals über Kopf und ohne Erklärung einfach verschwunden ist. Jetzt braucht sie dringend seine Hilfe, sie bangt um ihr Leben. Bastian macht sich sofort auf die Suche nach Anna und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Bis zu dem Abend, als Bastian Zeuge einer schrecklichen Zusammenkunft wird. Und auf den Mann trifft, der genau weiß, was mit Anna geschehen ist …

Das meint Krimi-Couch.de: »Guter Plot wird eher mäßig umgesetzt« 60°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Bastian Thanner bekommt einen überraschenden Anruf seiner Ex-Freundin. Er war nur ein paar Wochen mit ihr zusammen, und das ist zwei Monate her, aber jetzt glaubt er echte Verzweiflung in ihrer Stimme zu erkennen. Sie brauche seine Hilfe, fürchte um ihr Leben, behauptet Anna. Sie spricht von einem Dorf, in dem sie gefangen gehalten werde. Dann bricht die Verbindung ab. Gegen jede Vernunft macht sich Bastian gemeinsam mit seinem Freund Safi auf den Weg nach Mecklenburg, wo die beiden das mysteriöse Dorf auch finden. Die Polizei gibt sich mehr als zurückhaltend, und auch die Dorfbewohner sind nicht gerade kontaktfreudig. Bastian und Safi beginnen mit ihren Nachforschungen, und plötzlich ist Safi verschwunden. Nun wird es für Bastian immer seltsamer, denn die Leute im Dorf wollen sich weder an Anna noch an Safi erinnern. Angeblich sind die Telefonleitungen kaputt, und der junge Mann ist plötzlich im Dorf wie ein Gefangener. Für Bastian Thanner entwickelt sich ein Alptraum, der ihn an die Grenzen der Belastbarkeit und teilweise sogar darüber hinaus führt.

Geschichte wird irgendwann vorhersehbar

Arno Strobel hat schon einige Psycho-Thriller geschrieben, Das Dorf ist in meinen Augen nicht unbedingt sein bester Roman. Der Plot ist an sich gut, aber man hätte deutlich mehr daraus machen können. Ab einem bestimmten Punkt wird die Geschichte allerdings ziemlich vorhersehbar, zumindest dann, wenn man schon den einen oder anderen Roman von Arno Strobel gelesen hat. Wer zum ersten Mal einen Psycho-Thriller dieses Autors in die Hand nimmt, wird das vermutlich völlig anders beurteilen. Für mich gab es allerdings schon bald nur zwei Möglichkeiten, wie die Sache am Ende ausgehen wird, es war dann am Ende eine Mischung aus beidem. Das sollte potenzielle Leser nicht davon abhalten, dieses Buch zu lesen, denn seinen flüssigen und gefälligen Schreibstil hat Arno Strobel auch hier wieder zu Papier gebracht. Die Dialoge sind glaubwürdig und authentisch, bei den Figuren hätte ich mir allerdings insgesamt mehr Sorgfalt gewünscht.

Der gewohnte Feinschliff fehlt

Die psychologischen Raffinessen sorgen immerhin dafür, dass Spannung erzeugt wird. Und Bastian Thanner ist eine durchaus sympathische Figur, mit der man als Leser gerne mitfiebert. Die Frage, was seiner Fantasie entsprungen ist, oder was doch real sein könnte, wird für viele Leser lange offen bleiben. Allerdings hätte die Kulisse etwas umfangreicher ausgeschmückt werden können. Und auch die unheimliche Gruppe, die dort offenbar ihr dunkles Unwesen treibt, hätte man dem Leser noch näher bringen können. Das Rätsel, ob in dem merkwürdigen Dorf wirklich satanische Messen oder ähnliche Zusammenkünfte abgehalten werden, sorgt für nachhaltiges Rätseln beim Leser. Insgesamt fehlt jedoch der Feinschliff, den ich aus den vorigen Büchern des Autors gewohnt war.

Arno Strobel versteht es eigentlich gut, mit den unterschwelligen Ängsten seiner Leser zu spielen, aber in Das Dorf funktioniert das für mich nicht so gut, wie ich es noch in Das Rachespiel wahrgenommen habe. Im Finale werden zwar diverse Rätsel gelöst, aber – um mich zu wiederholen – das Ende war dann doch irgendwann zu vorhersehbar. Die Lektüre ist dennoch durchaus unterhaltsam, aber vielleicht sollte sich der Autor für seinen nächsten Roman mehr Zeit nehmen, um ihn wieder so ausgefeilt zu gestalten, wie man es von ihm eigentlich gewohnt ist – um damit seine Leser wirklich zu fesseln.

Andreas Kurth, Februar 2015

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Jens zu »Arno Strobel: Das Dorf« 21.10.2017
Leider ziemlich inkonsistent.

Warum spielen die Leute die Abweisenden, die Untoten und die Psychopathen?
Nur, um Bastian zu verwirren?

Vermutlich wäre das mit den angesprochenen Psychodrogen und ein paar entsprechenden Powerpointfolien mit entsprechenden Texten genauso gut gegangen.

Die Vermischung zwischen Wirklichkeit und Realität hatte einen gewissen Reiz - war aber teilweise unlogisch.

Vor allem am Ende.
Da ist die Rede von Theaterblut.
Wofür?
Hat Bastian nun zugestochen oder nicht?
Falls ja, wozu das Theaterblut?
Und diese Inszenierung sollte der Polizei entgangen sein? Oder was der Polizist Teil des Komplotts?
Dann war da auch noch die Rede davon, dass Safi betäubt wurde?
Und dann stand er noch senkrecht?

Und eine zynische Psychiaterin, die völlig abgebrüht und ohne Motiv ihrer Rachsucht fröhnt - und dann kotzen geht?
Naja .
Und ein Bastian, der das nicht riecht?
Naja ...

Alles in allem eher schwach.
Karin zu »Arno Strobel: Das Dorf« 26.06.2016
Sehr schlechtes Buch, bin extrem enttäuscht.
Geschichte langweilig, total unglaubwürdig
und nervig.
Habe das Buch oft weggelegt und wollte mehrmals gar nicht mehr weiterlesen. Solange habe ich noch nie gebraucht um ein Buch zu lesen!
Ich werde mir kein weiteres Buch mehr kaufen von
ARNO STROBEL.
SCHADE

Nicht empfehlenswert!
Michael Kühnapfel zu »Arno Strobel: Das Dorf« 27.07.2015
Seltsam, wie unterschiedlich die Wahrnehmung ist. Ich fand Strobels Stil hölzern, die Dialoge unrealistisch und langweilig (wer redet so? wer antwortet so?) und den Protagonisten unsympathisch und flach geschildert.
Durch die Vorhersehbarkeit der Handlung, die auch noch völlig an den Haaren herbeigezogen war (dabei hatte das Thema und die Gegend so viel Potenzial) fand ich überaus langweilig.
Safi, eine Figur, die aus einem Wettbewerb des Autors stammt, war zwar unrealistisch, aber interessant - und die vielen Zwangsstörungen dieser Figur spielten später keine Rolle mehr. Ein schlechtes Buch.
Hans Weder zu »Arno Strobel: Das Dorf« 20.05.2015
Bislang der Tiefpunkt 2015. Die Geschichte wirkt konstruiert - leider nicht sehr solide. Die schmissige Sprache kann das nicht retten. Das tatsächlich grösste Problem ist jedoch, dass man sich als Leser ärgert: Allzu oft entsteht der Eindruck, dass unsorgfältig - vielleicht sogar schlampig - gearbeitet wurde.Fazit: Eher nein.
hafre zu »Arno Strobel: Das Dorf« 01.05.2015
furchtbar,grottenschlecht !!!
Es war im Buch mindestens 100 mal von " den Kerlen" und " meiner Anna"
die Rede. Aus meiner Sicht eine
zusammengestolperte Geschichte.
Ich hätte das Buch gerne nach 100
Seiten in die Ecke geworfen.
Schade, aus der Idee hätte der Autor viel mehr machen können.
Für mich ist es ein Rätsel, wie das Buch in die Spiegel-Bestsellerliste kommen konnte.
Rezipient zu »Arno Strobel: Das Dorf« 03.04.2015
Sprachlich grauenhaft. Der Satz: "Anna ist jung, hat braune Haare und ist sehr hübsch" wurde viel zu oft wiederholt und erinnert an einen schlechten Schüleraufsatz.
Der Plot ist abstrus und entbehrt jeder Logik, der Protagonist weist keinerlei Tiefe auf und hat mein Interesse leider in keiner Hinsicht geweckt. Leitmotive werden nur rudimentär bearbeitet und haben keine weitreichende Bedeutung für die Handlung. Diese ist im Übrigen - trotz rasantem Einstieg - langatmig. Hin und wieder kehrt die Hoffnung auf eine positive Wende zurück, der Leser wird jedoch enttäuscht.
Alles in allem das Geld nicht wert.
Bob zu »Arno Strobel: Das Dorf« 14.03.2015
Vorweg: Dieser Roman "Das Dorf" von Arno Strobel ist sowas von grottenschlecht und unglaubwürdig, es ist echt unfassbar!!!

Warum sollten Menschen sich an einer Person (in Form von Bastian T.) rächen wollen, die für das Leid, das ihnen angetan wurde, überhaupt nichts dafür kann? Also wissentlich, wohlgemerkt?? Das ist absolut unglaubwürdig und sowas von bescheuert...
also echt...

Ich ärgere mich sehr, daß ich das Buch gekauft habe und (viel schlimmer) auch noch bis zum grandiosen Ende gelesen habe.
Schneewittchen76 zu »Arno Strobel: Das Dorf« 15.01.2015
Ich hin ein großer Fan von Psychothrillern und besonders von Arno Strobel. "Der Sarg" und "der Trakt" fand ich toll. Allerdings verliere ich schnell das Interesse, wenn es zu abgefahren ist und absehbar ist, dass entweder der Held einen an der Waffel hat, oder Science Fiction, Zeitreisen o.ä. im Spiel sind.
Den Anfang bzw ersten Teil fand ich sehr spannend, zumal ich "geheimnisvolle verlassene Dörfer" oder Städte als Schauplatz sehr mag. Das Ende ist für mich sehr enttäuschend und viel zu einfach. Die Motive, die zu dem ganzen Geschehen führen, sind lächerlich. Nur weil eine Person mal etwas behauptet hat, steigern sich mehrere Personen in ihren Hass auf jemanden hinein, der eigentlich gar nichts damit zu tun hat.
Hm. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, da stand ein Autor unter Zeitdruck. Aus der wirklich guten Grundidee hätte man sehr viel mehr machen können.
Sven Martens zu »Arno Strobel: Das Dorf« 11.01.2015
Am Anfang dochte ich, mein Gott was für ein Superbuch. es war unglaublich spannend und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Später dann kamen die sogenannten Wahnvorstellungen bei der Hauptperson zum Vorschein. Nun wußte man gar nicht mehr was Realität und was Fiktion war. Schade. Eigentlich ein zunächst gutes Buch, das man auch bis zum Ende lesen kann. Aber irgendwie kann spätestens in der Mitte vom Buch erahnen, wie das Buch vermutlich ausgeehn wird.
Und genau so ist es gekommen.
Margit Raven zu »Arno Strobel: Das Dorf« 02.01.2015
Ich möchte meine vorhergehende Meinung noch um wenige Worte ergänzen. Ich habe im Anschluss an den Roman "Das Dorf" den neuen John Nesbo "Sohn" glesen. Hier liegen Welten dazwischen. Gegen einen begnadeten Autor wie Nesbo ist Arno Strobel in die Kategorie "Groschenroman-Schreiber" einzuordnen. Denn während man bei Nesbo von der ersten Seite an eine Verbindung mit den verschiedenen Romanfiguren eingeht, von der großartigen Sprache gar nicht zu reden, passiert bei Strobel gar nichts Derartiges. Flach, niveaulos und literarisch einfach schlecht.

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