Das Geheimnis des weißen Bandes von Anthony Horowitz

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel The house of silk, deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Insel.

  • London: Orion, 2011 unter dem Titel The house of silk. 320 Seiten.
  • Berlin: Insel, 2011. Übersetzt von Lutz-Werner Wolff. ISBN: 978-3458175438. 350 Seiten.
  • [Hörbuch] Hamburg: Jumbo, 2011. Gesprochen von Johannes Steck. ISBN: 383372868X. 4 CDs.

'Das Geheimnis des weißen Bandes' ist erschienen als Hardcover Hörbuch

In Kürze:

Am Abend eines ungewöhnlich kalten Novembertages im Jahr 1890 betritt ein elegant gekleideter Herr die Räume von Sherlock Holmes´ Wohnung in der Londoner Baker Street 221b. Er wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, in dem er den einzigen Überlebenden einer amerikanischen Verbrecherbande erkennt, die mit seiner Hilfe in Boston zerschlagen wurde. Ist der Mann ihm über den Atlantik gefolgt, um sich zu rächen? Als Holmes und Watson den Spuren des Gangsters folgen, stoßen sie auf eine Verschwörung, die sie in Konflikt mit hochstehenden Persönlichkeiten bringen wird ? und den berühmten Detektiv ins Gefängnis, verdächtigt des Mordes. Zunächst gibt es nur einen einzigen Hinweis: ein weißes Seidenband, befestigt am Handgelenk eines ermordeten Straßenjungen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Zwischen altmodischer Rache und moralischen Abgründen« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Ende November des Jahres 1890 konsultiert der Kunsthändler Edmund Carstairs den berühmten Privatermittler Sherlock Holmes. Er hatte mit einem reichen Amerikaner ein Geschäft abgeschlossen und war dabei in Boston an die »Flat Cap Gang« geraten. Voller gerechter Empörung über deren kriminelles Treiben hatte Carstairs zu deren Verfolgung aufgerufen. Tatsächlich wurde die Bande gestellt und aufgerieben. Auch Rourke O’Donaghue, einer der beiden Anführer, hatte den Tod gefunden, während sein Zwillingsbruder Keelan entkommen und Rache schwören konnte. Jetzt meint Carstairs Keelan in England entdeckt zu haben. In Ridgeway Hall, sein Landhaus in Wimbledon, wird eingebrochen. Carstairs fürchtet um das Leben seiner jungen Gattin Catherine. Sherlock Holmes soll nach Keelan fahnden und ihn gefangen setzen lassen.

Der Detektiv ist einverstanden, der Fall ganz nach seinem Geschmack. Holmes´ Interesse wächst noch, als er den Verdächtigen – der nicht Keelan ist – tot in einem schäbigen Hotel findet. Er hatte ihn mit Hilfe der »Baker Street Irregulars« aufgespürt, einer Horde von Straßenkindern, die Holmes oft als Fahnder einsetzt. Als kurz darauf einer der »Irregulären« grausam ermordet wird, rührt sich Holmes´ Gewissen. Bei der Leiche findet sich ein weißes Seidenband: Dies ist das Markenzeichen des »House of Silk«, einer Geheimorganisation, der auch hochrangige Angehörige der britischen Regierung, des Adels und der Polizei angehören.

Mycroft Holmes, der für den Geheimdienst tätig ist, warnt seinen jüngeren Bruder, der dennoch seine Neugier nicht zügeln kann. Sherlock Holmes unterschätzt die Macht der ausgezeichnet vernetzten Bande und tappt in eine Falle. Plötzlich gilt der Detektiv als drogensüchtiger Frauenmörder. Er wird gefangengenommen, vor Gericht gestellt und soll hinter Gittern verschwinden. Dr. Watson bemüht sich im Bund mit Inspektor Lestrade, die wahren Schuldigen zu entlarven …

Ist er jemals fortgewesen?

»Der neue Sherlock Holmes Roman«, lesen wir noch über dem Titel auf dem Cover, und auf der Rückseite prangt das Siegel des »Sir Arthur Conan Doyle Literary Estate«. Das eine soll eine literarische Sensation ankündigen, das andere ein Versprechen sachkundig abgesegneter Qualität darstellen. Beides stellt in erster Linie Werbegetöse dar: Ein neuer Sherlock-Holmes-Roman ist sicherlich keine Sensation, nicht einmal etwas Besonderes, und Sir Arthur Conan Doyles Erben hüten weniger die schriftstellerischen Interessen ihres lange toten Ahnen, sondern vor allem ihre Einnahmen aus einer Pfründe, die sie bei Bedarf recht aggressiv verteidigen.

Sie versuchen es jedenfalls, denn das Copyright an Doyles Holmes-Geschichten ist längst erloschen. Obwohl sein Schöpfer 1930 starb, ist Sherlock Holmes dennoch lebendiger denn je. Die vier Romane und 56 Kurzgeschichten, die den »Kanon« bilden, stehen tief im Schatten jenes Gebirges, zu dem sich die Holmes-Pastiches auftürmen. Schon zu Doyles Lebzeiten gab es Holmes-Geschichten (und Parodien), die nicht aus seiner Feder geflossen waren. Doyle sah dies gelassen, denn seine Holmes-Storys brachten aus seiner Sicht Geld ins Haus, mit dem er seinen Lebensunterhalt angenehm bestreiten sowie jene Bücher schreiben konnte, die ihm wichtig waren. Dass dieser Teil seines Werkes heute weitgehend vergessen ist, während ihn jeder für Sherlock Holmes rühmt, gehört zu den Treppenwitzen der Literaturgeschichte.

Seit in den 1980er Jahren genanntes Copyright auslief, vergeht kein Jahr ohne neue Holmes-Kriminalfälle. Der Detektiv hat bereits gegen Außerirdische und Gespenster ermittelt, wurde als Roboter, Zombie oder Computerprogramm reinkarniert und auch sonst auf seine Verwandlungs- und Verwendungsfähigkeiten überprüft. Dem missbilligend gegenüber stehen die Puristen, denen der »Kanon« quasi heilig ist. Neue Holmes-Geschichten müssen für sie die alten Tugenden transportieren, die Doyle selbst als Problem erkannte: Welche Herausforderung bietet dem Schriftsteller eine Figur, die sein Publikum gern unverändert sieht?

Eine Frage der Balance

Schon die originalen Geschichten der 1920er Jahren boten aus der Zeit gefallene Krimi-Unterhaltung. Die Leser sahen Holmes am liebsten in einem noch viktorianisch regierten England ermitteln. Daran hat sich nichts geändert. Anthony Horowitz erfüllte der Nostalgiker-Fraktion ihren Wunsch und ließ Holmes das Geheimnis des weißen Bandes Anno 1890 lüften. London im Winter bildet den angenehm altmodischen aber dennoch spannenden Hintergrund für eine Handlung, die Doyle wohl gefallen aber auch peinlich berührt hätte.

Laut Horowitz dauerte es acht Jahre von der Idee bis zum fertiggestellten Roman. Dabei ist er eigentlich ein schneller Schreiber. Problematisch war eher der Ballast, den Sherlock Holmes mit sich herumschleppt. Der Autor musste herausfinden, wie er die Figur wahren konnte, ohne sie zur Karikatur ihrer selbst erstarren zu lassen. Man darf ihm gratulieren: Horowitz´ Holmes ist einerseits ganz der alte, während wir ihn andererseits in Gefilden sehen, die Doyle verschlossen blieben.

Horowitz lässt Dr. Watson die ´Schuld´ dafür auf sich nehmen. Der gealterte Chronist gibt mehrfach freimütig zu, in seinen Schilderungen die Schattenseiten Londons ausgespart zu haben. Als wahrer Viktorianer ersparte er moralstreng seinen Lesern Abenteuer, die Holmes in Milieus führten, die durch Armut, Krankheit und vor allem Prostitution geprägt waren. Diese Verhältnisse spiegelten eine soziale Ungerechtigkeit wider, die durch eine gleichgültige bzw. um ihre Privilegien bangende Oberschicht konserviert wurde. Machtmissbrauch und Korruption innerhalb der Regierung waren für Doyle ebenfalls allzu heiße Eisen. Er sparte sie auch deshalb aus, weil eine unterhaltsame Kriminalgeschichte aus seiner Sicht der falsche Ort für sozialkritische Töne gewesen wäre.

Das Problem der Konsequenzen

Horowitz muss im 21. Jahrhundert auf solche Befindlichkeiten keine Rücksicht mehr nehmen. Glücklicherweise fällt er nicht von einem Extrem ins andere und lässt Holmes zum Sozialarbeiter und Regimekritiker mutieren. Stattdessen konfrontiert Horowitz ihn mit den abermals von Doyle verschwiegenen oder heruntergespielten Folgen seiner Detektivarbeit. So spricht Watson erstmals offen aus, dass die meisten Verbrecher, die Holmes so kunstvoll überführte, am Galgen endeten. Die »Irregulären«, die Doyle malerisch verkommen als Handlanger auf- und vor allem wieder abtreten lässt, werden bei Horowitz zu Angehörigen eines Lumpenproletariats, das auch Holmes nur bei Bedarf registriert und instrumentalisiert. Erst der grausame Tod eines jugendlichen Spähers setzt ein Umdenken in Gang: Holmes stellt sich der Tatsache, moralische Schuld auf sich geladen zu haben.

Deutlich angesprochen wird auch die Bigotterie und Verlogenheit einer Oberschicht, die den »unteren Klassen« nicht nur den Aufstieg verwehrt, sondern sie buchstäblich bis aufs Blut auspresst. Horowitz gibt seiner Geschichte zwei Plots. Während die Geschichte einer komplizierten Rache ganz im Doyle-Stil entwickelt und aufgeklärt wird, thematisiert eine Parallelhandlung allzu reales Verbrechen.

Im Rahmen einer vorsichtigen Neuausrichtung ergreift Horowitz die Gelegenheit, auch andere Scharten auszuwetzen. Doyle kümmerte sich wenig um die logische Geschlossenheit des »Kanons«. Daraus resultiert u. a. eine Chronologie, die den Holmes-Forschern seit jeher Kopfzerbrechen bereitet. Außerdem ging Doyle aus heutiger Sicht allzu unbekümmert mit zum Teil beliebten Figuren um. Mrs. Hudson, die vielgeprüfte Eigentümerin des Hauses Baker Street 221b, existiert einfach, ohne dass Doyle sie je einer biografischen Erwähnung würdigte. Aus Inspektor Lestrade machte Doyle eine unsympathische und lächerliche Gestalt, um Holmes, den genialen Amateur-Ermittler, umso heller erstrahlen zu lassen. Horowitz gleicht hier aus und erdet auch die »Irregulären« besser in ihrem historischen Umfeld.

Darüber vergisst Horowitz die Spannung nicht. Ein spektakulärer Gefängnisausbruch, eine Hetzjagd per Kutsche, ein Duell in einem dunklen Lagerhaus. Das Geheimnis des weißen Bandes bietet das Beste aus den Holmes-Welten, die längst ein Holmes-Multiversum bilden. Deshalb dürfte der eingangs erwähnte »Literary Estate« freudig die Gelegenheit genutzt haben, sich über sein Siegel in Erinnerung zu bringen: Hier zeugt es in der Tat von Unterhaltungsqualität!

Michael Drewniok, Mai 2013

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Krimi-Mietze zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 06.11.2014
"Das Geheimnis des weißen Bandes" von A. Horowitz

Sherlock-Holmes-Freunde - hier seid ihr richtig!
Stilecht, detailgenau und sehr spannend geschrieben, erweist sich das Buch als gelungene Hommage an Sir Conan Doyle. Anthony Horowitz erweckt Sherlock Holmes und Dr. Watson zu neuem Leben.

Während der Lektüre zog mich der spannende Fall in seinen Bann, danach verblüffte mich vor allem der zeitgemäße Schreibstil. Horowitz gelingt es meisterhaft, den Leser eintauchen zu lassen in längst vergangenen Zeiten.

Allen Sherlock-Holmes-Fans kann dieses Buch nur wärmstens empfohlen werden.
Armin Schreiber zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 09.07.2014
Einfach nur klasse. Sherlock Holmes in modernem Gewand. So machen Krimi-Klassiker Spaß. Habe das Buch nur so verschlungen. Hoffentlich schreibt Horowitz bald den nächsten "Sherlock Holmes".Die Handlung, die Charakteren, der Stil - alles gefällt mir sehr gut.Ich denke, Doyle hätte viel Spaß an seinem Nachfolger und dessen Roman. Weiter so !
Thekla zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 09.08.2013
Ich habe soeben den Roman von Anthony Horowitz zu Ende gelesen und bin nachhaltig beeindruckt. Man hat ja immer so seine Vorstellung einer Romanfigur oder in diesem Fall sogar von zweien. Geprägt wurde meine natürlich durch das Original von Doyle. Selten habe ich eine Fortsetzung gelesen, bei der die "neue" Romanfigur so sehr in meine Vorstellung hineinpasste, wie hier. Ich bin begeistert. Horowitz ist ein würdiger Nachfolger für die Reihe um Sherlock Homes. Auch ich vergaß beim lesen vollkommen, dass ich kein "Original" lese, sondern ein zur heutigen Zeit entstandenen Roman. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung.
anyways zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 04.11.2012
Ich habe sie alle gelesen, die komplette Sherlock-Holmes-Reihe und auch ein paar Nachfolger. Dieser, von A. Horowitz verfasste Roman, ist mit Abstand der Beste. Es gibt zwar deutliche Unterschiede zum „Original“ die jedoch durchaus beabsichtigt scheinen. Dadurch hebt er sich eindeutig von vielen Kopien ab.

Inhalt:
Lange nach dem Tod des großen Meisterdetektives und vieler ihrer Mitstreiter, liegt der alternde Watson im Krankenbett und schreibt, zwischen den Krankenbesuchen, an seinem Vermächtnis. Dabei rekapituliert er sein Leben, an der Seite seines Freundes, und erinnert sich eines so brisanten Falles, den er unter Verschluss gewahrt wissen will. Ein so abscheuliches Abenteuer das Holmes und Watson im Jahre 1890 zu bestehen hatten, das es noch nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist.
1890 ist Watson verheiratet und für ein paar Tage Strohwitwer. Es zieht ihn fast magisch in die Baker Street und zu seinem alten Weggefährten. Es dauert auch nicht lange, bis der nächste „Fall“ an die Tür klopft. Der wohlhabende Kunsthändler Edmund Carstairs fühlt sich von einem Mann beobachtet und verfolgt. Er spricht auch sofort einen Verdacht bezüglich der Identität des Verfolgers aus. Er vermutet den Chef einer Banditentruppe, die vor mehr als einem Jahr einen Zug in Amerika überfiel. In diesem befanden sich auch mehrere Bilder der Galerie „Carstairs & Finch“. Die Geschichte die Castairs bei näherem Hinterfragen von Holmes erzählt, weckt das Interesse des Detektives und er beginnt zu ermitteln.

Meine Meinung:
Ich bin von diesem Buch begeistert. Der Aufbau, die Handlung und die Darstellung der Charaktere stehen dem Original in nichts nach. Trotzdem schafft es der Schriftsteller sich abzugrenzen. Holmes wirkt weniger arrogant, exzentrisch und mürrisch. Horowitz fokussiert mehr Watsons Leben ohne die Brillanz des Meisterdetektives aus den Augen zu lassen. Der Doktor redet viel mehr über seine anspruchsvolle Arbeit und thematisiert einige Erkrankungen mit detailliertem Fachwissen. Dadurch agieren Beide fast gleichberechtigt, so scheint es. Der eigentliche Fall ist mehr der heutigen Zeit angepasst, solche Abscheulichkeiten die Doyle vor mehr als 100 Jahren wahrscheinlich aus gesellschaftlichen Gründen nicht thematisieren hätte können (sofern er das gewollt hätte). Genau diese Zusammenstellung, der immer wiederkehrende Bezug auf alte( originale) Fälle, die Erwähnung alter Weggefährten und deren Verbleib, und die leichten Charakteränderungen haben mich so fasziniert, dass ich das Buch in derselben Geschwindigkeit wie die Doyle-Bücher verschlungen habe. Nach meiner Interpretation des Endes kann ich noch auf eine Fortsetzung hoffen.
TheMamba zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 18.07.2012
Ich war eher kritsch eingestellt, als ich 'Das Geheimnis des weißen Bandes' kaufte. Denn dass sich ein Autor traut, den großen Sherlock Holmes des großen Arthur Conan Doyle in einem neuen Fall auferstehen zu lassen, missfiel mir irgendwie.
Aber schon nach den ersten paar Seiten wurde mir klar, dass Horowitz seine Arbeit sehr gut gemacht hatte. Ab und zu vergaß ich sogar, dass das Buch von einem modernen Autor geschrieben wurde.
Auch die Geschichte ist perfekt, spannend und mit einem ungeahnten, spektakulären Ende versehen.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber es gibt doch einen Autor, der dem Genie Conan Doyles gewachsen ist.

Respekt, Mister Horowitz.
RolfWamers zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 26.02.2012
Arthur Conan Doyle hätte es nicht besser machen können - dieses Lob ist ja nur noch schwer zu übertreffen. Hier stimmt alles: das Ambiente, der Erzählstil und auch der Plot passt perfekt. Die Viktorianer wussten genau, dass es "DAS" gab (mehr soll hier nicht angedeutet werden), aber man sprach nicht darüber. Und wie so vieles, das im Verborgenen blüht, lockt es die Mächte der Finsternis und des Bösen an und wird immer mächtiger.

Eine absolute Leseempfehlung - so sehr, dass ich rate, nicht auf die iegendwann einmal erscheinende Taschenbuchausgabe zu warten sondern den Hardcoverband zu kaufen. Es lohnt sich !!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
brigerbaerger zu »Anthony Horowitz: Das Geheimnis des weißen Bandes« 30.01.2012
Ganz zufällig bin ich auf dieses Buch gestossen, obwohl ich eigentlich ein grosser Holmes-Fan bin. Es kam mir aber irgendwie nie in den Sinn anch anderen Autoren als Doyle zu suchen - ein Fehler! Mit etwas gemischten Gefühlen habe ich mich dann ans Lesen dieser Horowitz-schen Holmes-Version gemacht, da ich mir kaum vorstellen konnte, dass es einen besseren Holmes-Schreiber gab als Doyle selber. Nun, ich sollte eines bessere belehrt werden. Der Fall um das Geheimnis des weissen Bandes ist eines der besten Krimibücher, die mir in den letzten Jahren unter die Leselampe gekommen ist. Schon auf der ersten Seite wird uns die geniale Deduktion von Holmes vor Augen geführt. Seine Fähigkeit aus kleinsten und für alle anderen unwichtigen Beobachtungen die richtigen und im Nachhinein auch klar logischen Schlüsse zu ziehen, lässt einen immer wieder nur staunend zurück. Dann beginnt auch schon der Fall eines mysteriösen Bilddiebstahls der den Klienten nach Amerika führt, wo es um eine gemeine Bande geht. Dies wird alles in der Rückblende vom Klienten selbst erzählt. Danach kommt es zum eigentlichen Mord und alles andere überlasse ich dem geneigten Leser selber. Selten habe ich ein Holmes-Geschichte gelesen, die so spannend und "wendig" daherkommt. Allen Holmes-Fans, aber auch sonstigen Krimi-Freunden kann ich das Eintauchen in das London in die Zeit des grössten Detektiven aller Zeiten und in einen seiner spektakulärsten, tragischsten, hässlichsten und gefährlichsten Fälle nur empfehlen!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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