Die Weihnachtsleiche von Anne Perry

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel A christmas homecoming, deutsche Ausgabe erstmals 2012 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: , 1990 - 2009.

  • London: Headline, 2011 unter dem Titel A christmas homecoming. 192 Seiten.
  • München: Heyne, 2012. Übersetzt von Regina Schirp. ISBN: 978-3-453-40989-7. 192 Seiten.

'Die Weihnachtsleiche' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Joshua Fielding, der berühmte Londoner Schauspieler, ist mit seinem Ensemble über Weihnachten auf dem Landgut von Charles Netheridge eingeladen. Dieser ist bereit, Joshuas neue Theaterproduktion zu finanzieren, wenn die Schauspieltruppe ein Amateurdrama seiner Tochter Alice aufführt. Während der Proben taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der Bram Stokers Dracula, auf dem das Drama basiert, erstaunlich gut kennt. Dann passiert ein Mord.

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PMelittaM zu »Anne Perry: Die Weihnachtsleiche« 05.01.2013
Im neuesten Weihnachtskrimi von Anne Perry ist die Hauptperson Caroline Fielding, die Mutter von Charlotte Pitt. Ihr zweiter Ehemann, Joshua Fielding, der Schauspieler ist, wurde mit seiner Truppe auf den Landsitz der Familie Netheridge eingeladen, um dort den von der Tochter des Hauses als Bühnenstück umgearbeiteten Roman „Dracula“ von Bram Stoker aufzuführen. Kaum dort angekommen, gibt es einen Schneesturm, man ist an das Haus gefesselt und dann gibt es auch noch eine Leiche.

Die Weihnachtsromane der Autorin haben jeweils einen der Nebencharaktere ihrer Serien als Protagonisten vorzuweisen. Leider kommen diese Romane nicht ganz an die Ursprungsserien heran. Für einen Perry-(Serien)-Fan sind sie aber ein Muss, lernt man doch sonst etwas vernachlässigte Figuren etwas näher kennen – außerdem gibt es immer auch Anspielungen auf die jeweilige Serie.

Ich fand an diesem Roman besonders gelungen, dass die Adaption des Bühnenstücks ausführlich dargestellt wurde. Wenn man den Roman kennt, kann man dies sehr gut nachverfolgen. Etwas weniger gelungen ist die Aufklärung des Todesfalles, er ist etwas zu Agatha-Christie-like.

Für Anne-Perry-Fans und Freunde des gemächlicheren Krimis auf jeden Fall zu empfehlen. Alle anderen empfehle ich zunächst mit den Serien (hier besonders die um Pitt und die um Monk) zu beginnen.
tassieteufel zu »Anne Perry: Die Weihnachtsleiche« 31.12.2012
Joshua Fielding, der berühmte Londoner Schauspieler ist mit einem Teil seines Ensembles auf den Landgut von Charles Netheridge eingeladen worden, die Schauspieltruppe soll dort ein Stück von Netheridges Tochter Alice aufführen. Diese hat Bram Stokers Roman „Dracula“ als Bühnenstück umgeschrieben. Doch die Aufführung steht unter keinem guten Stern, das Stück muß massiv umgearbeitet werden, da Alice noch recht unerfahren ist, dann wird der Landsitz komplett eingeschneit, es taucht ein mysteriöser Fremder auf, der angeblich einen Unfall mit seiner Kutsche hatte und dann geschieht ein Mord.

Inzwischen sind die jedes Jahr erscheinenden Weihnachtskrimis von Anne Perry eine nette Tradition geworden. Als Akteure hat sie hier immer Nebencharaktere aus ihren Krimireihen gewählt, diesmal ist es Caroline Fielding, die Mutter von Charlotte Pitt, die hier in einen Krimifall gerät und diesen auflöst.
Wie in allen Weihnachtskrimis geht es auch hier um die weihnachtliche Botschaft und das harmonische Miteinander. Die Atmosphäre, die die Autorin erzeugt, ist wieder sehr gelungen. Das Stück das aufgeführt werden soll, hat ja Bram Stokers Roman „Dracula“ als Grundlage und durch die Arbeit an dem Stück baut sich auch eine etwas gruselige Stimmung auf, dazu trägt bei, das der Landsitz von der Außenwelt abgeschnitten ist, ein mysteriöser Fremder taucht auf und dann passiert ein Mord, was liegt da näher als den Todesfall dem Übernatürlichen zuzuschreiben? Die Nerven der im Landhaus eingeschlossenen liegen blank und erste Animositäten tauchen auf. Hier ist es der Autorin wieder wunderbar gelungen, Figuren zu zeichen und ihnen mit all ihren Schwächen und Stärken Tiefe zu verleihen. Das hat mir ausnehmend gut gefallen.
Leider gerät die Auflösung des Krimifalles darüber zu kurz. Bis der Mord geschieht, sind zwei Drittel des Buches vorbei. Bis die Eingeschlossenen begreifen, das nur einer von ihnen den Mord begangen haben kann und erste Nachforschungen angestellt werden, nimmt auch wieder etwas Zeit in Anspruch und so erfolgt die Auflösung quasi auf den letzten Seiten und kann daher auch nicht ganz überzeugen. Sicher muß bei nur 190 Seiten etwas gestrafft werden, aber mit ca. 20 Seiten mehr hätte die Geschichte viel schlüssiger aufgelöst werden können, so ist mal als Leser etwas enttäuscht über das abrupte Ende.

FaziT: nette, stimmige Atmosphäre mit einem leichten Gruselfaktor, aber hier fehlte für mich doch etwas die Ausgewogenheit zwischen Krimifall und dem ganzen Drumherum, hier gerät der Krimi etwas ins Hintertreffen. Als weihnachtliche Lektüre aber kurzweilig und unterhaltsam wie die anderen Weihnachtskrimis der Autorin auch.
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