Der weiße Seidenschal von Anne Perry

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1993 unter dem Titel Farriers Lane, deutsche Ausgabe erstmals 1995 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: , 1870 - 1889.
Folge 13 der Thomas-Pitt-Serie.

  • New York: Fawcett Columbine, 1993 unter dem Titel Farriers Lane. 374 Seiten.
  • München: Heyne, 1995. Übersetzt von Helmut Gerstberger. ISBN: 3-453-08890-5. 509 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2006. Übersetzt von Helmut Gerstberger. ISBN: 978-3898972987. 559 Seiten.

'Der weiße Seidenschal' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Polizeiinspektor Pitt und seine Frau Charlotte hoffen vergebens, einen ungestörten Abend im Theater zu verbringen. Ein paar Logen weiter bricht der ehrenwerte Richter Samuel Stafford tot zusammen. Pitt, der als Spezialist für politisch delikate Fälle bekannt ist, nimmt die Ermittlungen in dem mysteriösen Mordfall auf.

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Ahotep zu »Anne Perry: Der weiße Seidenschal« 14.10.2011
Während einer Theatervorstellung bricht Richter Stafford vergiftet zusammen – ließ sich seine Ehefrau oder deren Liebhaber dazu hinreißen, ihn zu töten, um endlich zusammen sein zu können oder hat es etwas mit einem fünf Jahre alten Mordfall zu tun, für den der Bruder der Hauptdarstellerin ausgerechnet dieses Theaterstücks zum Tode verurteilt wurde und die nach wie vor von dessen Unschuld überzeugt ist und seinen Namen reinwaschen will?

Dies versucht Inspektor Pitt herauszufinden und rollt den abgeschlossenen Fall um einen an eine Stalltür Gekreuzigten neu auf – und auch seine Frau Charlotte stellt Ermittlungen an, denn ausgerechnet ihre Mutter hat sich in einen der Verdächtigen, einen der Schauspieler, verliebt.

Obgleich die Romanhandlungen Anne Perrys allgemein mit Fortschreiten der Reihe immer bemühter und einfallsloser wirken, immer dem gleichen Schema folgen
(Inspektor Pitt bekommt einen Mordfall zugewiesen, in den Personen aus höheren Kreisen verwickelt sind, deren Bekanntschaft dessen Frau Charlotte, die sich in jenen Kreisen bewegt, mal mehr, mal weniger zufällig schließt und ihre eigenen Ermittlungen anstellt.)
und zudem die eine oder andere Länge aufweisen, hat die Autorin mit „Der weise Seidenschal“ einen Fall konstruiert, der durchaus wieder fesseln könnte…

Gäbe es da nicht die vielen kleinen Ungereimtheiten in der Handlung, die den Lesefluss und damit auch das Lesevergnügen trüben, da werden z.B. manche Personen einander doppelt vorgestellt, andere wiederum erkundigen sich plötzlich nach Solchen, die sie nicht kennen dürften, manch eine Person wird erst etwas umständlich in die Handlung eingeführt, dann aber nicht mehr weiter erwähnt, Beweismittel werden einfach übersehen und bestimmte Ereignisse, wie zum Beispiel den Umzug von Charlottes Mutter in einem früheren Band einfach übergangen.

Dadurch wirkt das Buch wie in Hast geschrieben, ein bisschen zusammengeschustert, als hätte die Autorin über einen größeren Zeitraum immer an einem einzelnen Kapiteln gearbeitet und den Inhalt Früherer vergessen oder hatte beabsichtigt, deren Inhalt noch einmal zu ändern, es dann aber vergessen und diese einzelnen Kapitel dann schließlich einfach aneinandergereiht ohne dem Gesamtwerk sozusagen den letzten Schliff zu verpassen.

Auch ihre Figuren haben in diesem Band an Esprit verloren und es fehlt ihm ebenfalls an der sonst für Perrys Bücher so typischen Atmosphäre des viktorianischen Londons.

Wer der Autorin allerdings bisher treu geblieben ist, der wird auch an diesem Roman Gefallen finden, die Handlung bzw. der erdachte Fall ist wieder etwas verzwickter, die Motive am Ende aber klarer als in den Vorgängern, so betrachtet, gehört der Band durchaus zu den Besseren der Reihe – drückt man denn beide Augen zu und liest darüber weg, dass Anne Perry ihre Idee allerdings doch ziemlich holprig zu Papier brachte.

Einen „nicht eingefleischten Pitt-Fan“ wird das Buch trotzdem kaum überzeugen können.
Carmen zu »Anne Perry: Der weiße Seidenschal« 17.07.2004
Naja. War das erste Buch von Perry, das ich gelesen hab und ich muss sagen, ich war etwas enttäuscht. Die Handlung ist langatmig, hätte man nach der Hälfte schon beenden können.
Und was soll die Übersetzung des Titels?! Ein weißer Seidenschal kommt das erste Mal auf Seite 350 vor und hat mit der Aufklärung des Falls nicht wirklich was zu tun.
Einziger Pluspunkt: Ein schönes Portrait der viktorianischen Gesellschaft. Wenn man das mag, dann ist es ein schöner Roman - als Krimi würde ich das Buch alllerdings nicht empfehlen!
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