Der Weihnachtsverrat von Anne Perry

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 unter dem Titel A Christmas garland, deutsche Ausgabe erstmals 2013 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: , 1890 - 1909.

  • London: Headline, 2012 unter dem Titel A Christmas garland. 176 Seiten.
  • München: Heyne, 2013. Übersetzt von Regina Schirp. ISBN: 978-3-453-41073-2. 176 Seiten.

'Der Weihnachtsverrat' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Kurz vor Weihnachten wird der Gefängniswärter eines britischen Militärlagers in Indien brutal ermordet. Der Schuldige soll schnell gefunden und verurteilt werden, da der Verrat aus den eigenen Reihen die Moral der Truppe untergräbt. Es kann nur der beliebte Militärarzt John Tallis gewesen sein, der Einzige ohne Alibi. Doch Tallis beteuert seine Unschuld.

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tassieteufel zu »Anne Perry: Der Weihnachtsverrat« 30.12.2014
Leutnant Victor Narraway wird kurz vor Weihnachten mit einer schier unlösbaren Aufgabe betraut. Im indischen Militärlager in Kanpur wurde ein Gefängniswärter brutal ermordet. Der entflohene Gefangene Dhuleep Sing besaß wertvolle Informationen über Truppenstärke und die Routen der Patrouillen, was zu einem blutigen Massaker führte. Das Gefängnis war von außen verschlossen, wer also schlug den Wärter nieder und befreite den Gefangenen? Nach Prüfung aller Alibis blieb nur ein Mann über, der allseits beliebte und geachtete Sanitäter John Tallis, doch der beteuert seine Unschuld. Nun soll Narraway seine Verteidigung übernehmen, denn dem Mann wird der Prozess gemacht und eine weitere schwere Aufgabe liegt vor dem jungen Leutnant, er soll einen Grund für Tallis Verrat finden.

Wie immer liegt den Weihnachtsgeschichten von Anne Perry die weihnachtliche Botschaft zu Grunde, Freundschaft, Ehre, der Glaube an Gott und der Zusammenhalt in der Familie und unter Freunden. Das Setting ist diesmal allerdings ungewöhnlich, denn unter der tropischen Sonne Indiens kommt eigentlich nur wenig weihnachtliche Stimmung auf, auch wenn sich die dort stationierten Briten und ihre Familien redlich darum bemühen. Nach den großen Aufständen herrscht eine ehr gedrückte Stimmung, der bevor stehende Prozess tut ein Übriges um diese Atmosphäre zu verstärken. Leutnant Narraway versucht so gut es geht, die ihm gestellte Aufgabe zu lösen, doch auch er findet zunächst keinen Grund für Tallis angeblichen Verrat, schlimmer noch, er glaubt dessen Unschuldsbeteuerungen, doch wer schlug dann den Gefängniswärter nieder? Anne Perry strickt ihren Krimifall hier nach dem klassischen Muster „Mord im verschlossenen Raum“ und bietet dafür am Ende auch eine plausible und logische Auflösung, die natürlich perfekt zu Weihnachten paßt. Zwischendurch gibt es mal einige längere Monologe über den Glaube an Gott und das Böse, das hätte ich nicht unbedingt gebraucht und zieht die Geschichte ein wenig in die Länger, aber insgesamt wieder ein netter und unterhaltsamer Weihnachtskrimi.

FaziT: ein ehr ungewöhnlicher Weihnachtkrimi der Autorin, da die Geschichte in Indien spielt, nichts desto trotz wird auch hier wieder die weihnachtliche Botschaft vermittelt. Der Krimifall ist trotz der Kürze des Buches überraschend knifflig und bietet eine ungewöhnliche Auflösung.
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