Der Weihnachtsgast von Anne Perry

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel A Christmas Guest, deutsche Ausgabe erstmals 2006 bei Heyne.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / England, 1870 - 1889.

  • London: Headline, 2005 unter dem Titel A Christmas Guest. 149 Seiten.
  • München: Heyne, 2006. Übersetzt von Regina Schirp. ISBN: 978-3980324304. 180 Seiten.

'Der Weihnachtsgast' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Mariah verbringt mit ihrer Familie und einem ungebetenen Gast, Maude Barrington, die Weihnachtstage an der stürmischen Südküste Kents. Als Maude plötzlich tot im Bett liegt, neben sich eine leere Flasche Pfefferminzwasser, wird Mariah misstrauisch. Wurde Maude vergiftet?

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tassieteufel zu »Anne Perry: Der Weihnachtsgast« 17.12.2008
In dieser Weihnachtsgeschichte von Anne Perry ermittelt Mariah Ellison, die man als ewig nörgelnde und leicht boshafte Großmutter von Charlotte Pitt aus den gleichnamigen Krimis kennt. Mariah wurde von ihrer Enkelin Emily über die Weihnachtstage zu ihrer Mutter und deren neuem Mann verfrachtet. Die beiden haben sich ausgerechnet an der Küste von Kent ein Haus gemietet, in dem nun auch Mariah die Feiertage verbringen soll. Als Mariah dort ankommt, muß sie feststellen, das sie nicht die einzige unliebsame Verwandte ist, die man abgeschoben hat, eine entfernte Cousine von Joshua, die lange Jahre in Afrika gelebt hatte und nun überraschend nach England zurückgekehrt ist, soll bei Caroline und Joshua die
Weihnachtstage verbringen, weil ihre Familie angeblich keinen Platz für sie hat.
Ganz gegen ihren Willen ist Mariah von der weitgereisten Frau fasziniert und entsprechend schockiert, als sie am nächsten Tag tot in ihrem Bett gefunden wird. Eine leere Flasche
Pfefferminzwasser weckt ihren Verdacht und unter dem Vorwand, der Familie die schlimme Nachricht zu überbringen, stellt sie Nachforschungen an.
Wie auch in den anderen Weihnachtsgeschichten wird hier die weihnachtliche Botschaft vermittelt. Sehr gut gefällt mir auch, das man so auf die Nebencharaktere aus Perrys Krimireihen eine etwas andere Sichtweise bekommt, so wie hier auf Mariah, die mir immer recht unsympathisch war und hier doch in einem etwas anderen Licht gezeigt wird.
Trotz der nur 158 Seiten gelingt es der Autorin wieder ihre Charaktere lebendig zu schildern und eine in sich schlüssige Geschichte zu erzählen.
Die Aufmachung des Buches ist wie bei den Vorgängern sehr schön, aber für so ein dünnes Büchlein einfach zu teuer.

Fazit: Beschaulicher Krimi zur Weihnachtszeit. Anne Perry gelingt es wieder lebendige und vielschichtige Charaktere zu schaffen, obwohl man sich die Geschichte etwas ausführlicher
gewünscht hätte, wird alles in sich logisch aufgeklärt.
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