Das Weihnachtsversprechen von Anne Perry

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel The christmas promise, deutsche Ausgabe erstmals 2010 bei Heyne.

  • London: Headline, 2009 unter dem Titel The christmas promise. 152 Seiten.
  • München: Heyne, 2010. Übersetzt von Regina Schirp. ISBN: 978-3-453-43532-2. 176 Seiten.

'Das Weihnachtsversprechen' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Minnie Maude irrt weinend durch die kalten Straßen Londons. Ihr Onkel Alf wurde kurz vor Weihnachten tot aufgefunden, sein Esel Charlie ist verschwunden. Obwohl Minnie Maude verfolgt und bedroht wird, versucht das Mädchen, das Rätsel um Alfs Tod zu lösen. Doch dann verschwindet auch sie spurlos.

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tassieteufel zu »Anne Perry: Das Weihnachtsversprechen« 20.12.2011
Die 13jährige Gracie Phipps trifft im vorweihnachtlichen London des Jahres 1883 auf die 8jährige Minnie Maude Mudway, die verzweifelt ihren Esel Charlie sucht. Charlie verschwand mitsamt seinem Karren, als ihr Onkel Alf, ein Lumpensammler, ermordet wurde und nur Minnie Maude scheint das zu kümmern. Obwohl Gracie genug Arbeit hat, hilft sie der Jüngeren bei ihrer Suche im bitterkalten London und schon bald finden die Mädchen heraus, das Onkel Alf seine Runde mit Jimmy Quick getauscht hatte und dabei seltsames Kästchen gefunden hatte.
Als dann auch Minnie Maude verschwindet, findet Gracie Hilfe bei dem seltsamen Mr. Balthasar.

Wie in allen Weihnachtsgeschichten von Anne Perry steht auch hier mehr die weihnachtliche
Botschaft im Vordergrund als der Krimifall. Liebevoll schildert die Autorin ihre beiden Hauptfiguren, 2 Mädchen die weder lesen noch schreiben können und doch die Hoffnung haben, es eines Tages zu lernen und die trotz ihres arbeitsreichen und schwierigen Alltags, der von Armut und Hunger geprägt ist, noch Mitgefühl für andere haben und nicht nur an sich selbst denken.
Als reiner Krimi würde das Buch sicher nur schlecht bestehen können, dafür bleiben zu viele Fragen offen und das Augenmerk liegt eben auf anderen Dingen, der Krimi bleibt daher nur Randgeschehen, aber wer schon einige Weihnachtsgeschichten der Autorin gelesen hat, weiß ja was ihn erwartet.
Wie immer gelingt es Anne Perry, das 19 Jahrhundert facettenreich und detailliert zu beschreiben und dem Leser einen guten Einblick in diese Zeit zu vermitteln.
Die Geschichte endet am Weihnachtsabend u. auch wenn das Ganze ein wenig unglaubwürdig wirkt, so rundet es die Story um Minnie Maude und Esel Charlie doch gut ab, an Weihnachten ist eben alles möglich!
Ich würde empfehlen, das Buch wirklich nur in der Vorweihnachtszeit zu lesen, weil einem sonst der Bezug fehlt.

FaziT: nette Geschichte, die eine beschauliche weihnachtliche Atmosphäre heraufbeschwört und weniger Augenmerkt auf den Krimifall richtet, sondern eher die weihnachtliche Botschaft vermitteln will, was ich in unserer auf reinen Kommerz ausgerichteten Zeit mal als ganz angenehm empfunden habe. Liebevoll gezeichnete Figuren und eine atmosphärisch dichte Schilderung des 19. Jahrhunderts runden die Geschichte ab.
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