Wassermanns Zorn von Andreas Winkelmann

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2012 bei Wunderlich.

  • Reinbek bei Hamburg: Wunderlich, 2012. 416 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2012. Gesprochen von Simon Jäger. 6 CDs.

'Wassermanns Zorn' ist erschienen als Hörbuch

In Kürze:

Gleich an ihrem ersten Tag in der Abteilung Mord muss sich Praktikantin Manuela Sperling mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen. Eingekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt ihre Leiche – ertränkt. Aber das Wasser in der Lunge des Mordopfers stammt nicht aus dem Fluss, und auf dem Bauch der toten Frau finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft – ausgerechnet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Bald steht sie mit ihrem Eifer im Präsidium ziemlich allein da, nur der nette Kollege Peter Nielsen ist auf ihrer Seite. Da ertrinkt erneut eine junge Frau, direkt vor Manuelas Augen. Und ihr Chef dreht durch …

Das meint Krimi-Couch.de: »Bade nie im dunklen Teich« 75°

Krimi-Rezension von Andreas Kurth

Frisch von der Polizeifachschule gekommen, wird Kommissarin Manuela Sperling der Mordkommission zugeteilt. Mit ihrem Vorgesetzten, Hauptkommissar Eric Stiffler, hat sie von Beginn an Probleme. Denn als eine ertränkte Frauenleiche an einem Flussufer gefunden wird, gestalten sich die Ermittlungen überaus schwierig. Die Frau kam in einem anderen Gewässer zu Tode, und auf ihrem Bauch ist eine Nachricht an Stiffler eingebrannt. Der Hauptkommissar beschäftigt Manuela mit Routineaufgaben. Es gibt mehrfach Zoff zwischen den beiden, und als eine weitere Frau vor Manuelas Augen ertränkt wird, gewinnt der Fall immer mehr an Brisanz. Auch auf der zweiten Frauenleiche ist eine  Nachrichte für Hauptkommissar Stiffler eingebrannt worden. Er darf dennoch weiter ermitteln, obwohl er offenbar persönlich von dem Fall betroffen ist. Manuela Sperling versucht dagegen Zusammenhänge zu einem alten Fall herzustellen, und wird dabei von einem jungen Taxifahrer unterstützt, der eine ihm nur flüchtig bekannte Frau in Gefahr wähnt. Im dramatischen Finale gibt es dann für Ermittler und Leser noch einige Überraschungen.

Morde im Umfeld des Ermittlers

Einen höchst dramatischen Einstieg hat Andreas Winkelmann für seinen Thriller Wassermanns Zorn gewählt. Im Prolog wird ein Mord geschildert, der – wie sich später herausstellt – vor längerer Zeit geschehen ist. Und wie diese Tat in die die aktuelle Handlung passt, wird erst viel später enthüllt. Aber auch das Auftakt-Telefonat des Hauptkommissars hat es in sich.

»Sie badet, Stiffler, sie badet...«

Der Satz des Wassermanns, wie sich der Unbekannte nennt, jagt dem erfahrenen Ermittler kalte Schauer über den Rücken. Der Leser braucht dann allerdings einige Seiten, um Handlung und Personen im Kopf sortiert zu bekommen, aber dann wird es von Seite zu Seite immer spannender. Denn schnell wird klar, dass Stiffler ein Stammkunde bei der ermordeten Prostituierten Annabell war. Zwar war er peinlich darauf bedacht, nicht mit ihr gesehen zu werden, ging nur nachts in ihre Wohnung. Dennoch ist es nicht unentdeckt geblieben, und nun steckt der Hauptkommissar mächtig in Schwierigkeiten. Und seine Probleme verschärfen sich mit dem Mord an einer weiteren Frau noch, denn auch sie stammt aus seinem persönlichen Umfeld.

Interessante Charaktere

Stiffler versucht, mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihm die Ermittlungen entzogen werden. Dabei bringt ihn die aufgeweckte Kommissarin Manuela Sperling mächtig ins Schwitzen. Andreas Winkelmann hat in seinem Roman ein überaus abwechslungsreiches Katz-und Maus-Spiel inszeniert. Der Leser muss lange rätseln, wer hier eigentlich welche Rolle spielt, und wer auf wessen Seite steht. Interessant gestaltet sind dabei die verschiedenartigen  Charaktere, die der Autor seinen Lesern in den Haupt- und Nebenrollen präsentiert. Das fängt an mit Hauptkommissar Eric Stiffler, der kein ausgesprochener »Unsympath« ist, aber einige Star-Allüren aufweist. Seine junge Kollegin lässt er stets spüren, was in seinen Augen der ihr zukommende Platz im Team ist.  Manuela Sperling dagegen ist eine junge, bisweilen etwas naive Polizistin, die noch ihren Weg suchen muss. Aber sie zeigt Biss, ist bereit, sich zuweilen über Vorschriften und Anweisungen hinweg zu setzen. Ihr ist es am Ende zuzuschreiben, dass der Fall weitgehend, wenn auch nicht komplett gelöst wird.

Ein Rätsel bleibt ungelöst

Andreas Winkelmann hat es nämlich gefallen, dem Leser am Schluss des Buches noch ein Rätsel aufzugeben. Die Auflösung der vielen Fragen ist zwar relativ komplett, aber eben nicht ganz vollständig. Der Autor zeigt auch in Wassermanns Zorn seinen flüssigen Erzählstil, mit authentischen Dialogen und glaubwürdigen Figuren. Denn auch die negativen Charaktere kommen überzeugend herüber. Der Spannungsbogen wird durch die immer neuen Wendungen und viel Dynamik in der Handlung ständig hoch gehalten. Andreas Winkelmann ist mit seinen Romanen immer für eine Überraschung gut. Erfreulich ist, dass Manuela Sperling nach Wassermanns Zorn und Deathbook noch weitere Auftritte in den Büchern des norddeutschen Autors haben wird. Die Figur hat nämlich noch einiges an Potenzial.

Andreas Kurth, Juni 2014

Ihre Meinung zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn«

Helfen Sie anderen Lesern, indem Sie einen Kommentar zu diesem Buch schreiben und den Krimi mit einem Klick auf die Säule des Thermometers bewerten. Und bitte nehmen Sie anderen Lesern nicht die Spannung, indem Sie den Täter bzw. die Auflösung verraten. Danke!

Darts zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 28.05.2016
Manuela Sperling ist Frischling im Kommissariat und ausgerechnet dem Macho und Alkoholiker Hauptkommissar Eric Stiffler zugeteilt. Dieser hat ‚keinen Arsch in der Hose’. Das nicht nur beim Aussehen sondern auch in gefährlichen Situationen. Aber er wird gedeckt von seiner alten Männermannschaft. Da hat eine Frau keine Chance. Erst recht nicht, eine so aufgeweckte, aber plappernde Manuela Sperling. Nur einer der älteren Kollegen hat ein bisschen Verständnis und bietet ihr sogar das Du an.
Aber gleich am ersten Tag muß sie zu einem Tatort. Eine Wasserleiche. Die Prostituierte wurde nicht in dem See ertränkt, indem sie gefunden wird und hat am Bauch eine Nachricht mit Lötkolben eingebrannt. Eine Nachricht für KHK Stiffler. Aber dieser stellt mal wieder keine richtigen Nachforschungen an. Aber jetzt gibt es ja Manuela Sperling in der Abteilung…..und sie recherchiert auf Teufel kommt raus; nimmt Wasserproben von allen in Frage kommenden Seen, wälzt alte Akte und stößt auf eine Spur.
Als Stiffler und sie zu dem in Frage kommenden See fahren, müssen sie mit ansehen, wie gerade wieder eine Frau ertränkt wird. Aber nur Manuela handelt und springt in den See. Leider kommt sie zu spät. Später stellt sich heraus, dass die Tote die Ex-Frau von KHK Stiffler ist. Was hat der Täter im Sinn?
In einem anderen wichtigen Handlungsstrang verfolgen wir das Leben von Lavinia und Frank, die sich durch Zufall begegnen und sich viel von einander erzählen. Von ihrem früheren Leben und Frank von seiner seltenen Krankheit, bei der er an allen möglichen Stellen und unmöglichen Situationen einschläft bzw. handlungsunfähig ist. (Narkolepsie & Kataplexie)
Bis Lavinia auch verschwindet und Eric Stiffler einen Anruf und Hinweis auf das Versteck vom Wassermann persönlich bekommt.

Ein total spannender Thriller; flüssig erzählt. Mit einem unerwarteten Ende, das auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Lesenswert!!!
literatte zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 29.12.2014
Ich begreife nicht, wie man dieses dröge Machwerk als spannenden Krimi bezeichnen kann.
Charaktere und Sprache sind hölzern ("die leistungsstarken Scheinwerfer") - Herr Winkelmann KANN garnicht schreiben! ZB erklärt er einen Sachverhalt gern mehrmals auf einer Seite, damit der beschränkte Leser auch wirklich...
Dazu ein wenig Küchenpsychologie, schwere Kindheit, Trauma, ja doch.

Fazit: nie mehr Winkelmann! Altpapier!
nati zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 02.12.2014
Obwohl ich schon viel Gutes über die Krimis von Andreas Winkelmann gehört habe, war dieses mein erster Kontakt zu seinen Büchern und es wird auch nicht mein letzter sein.

Die frischgebackene Kommissarin Manuela Sperling hat ihren ersten Tag in der neuen Dienststelle und ist sehr aufgeregt. Sie wird zur Fundstelle einer Wasserleiche geschickt und trifft dort auf ihren neuen Vorgesetzten Eric Stiffler. Der hochgelobte Ermittler entpuppt sich als Feigling und gehört zu der Sorte Mann, die Frauen im Polizeidienst nicht mögen. Manuelas Ehrgeiz wird geweckt und sie stürzt sich in die Ermittlungsarbeit, ohne zu ahnen, dass sie sich selbst in Gefahr begibt. Eric Stiffler versucht die frischgebackene Kommissarin aufs Abstellgleis zu schieben, da er Angst hat, dass sie zu viel heraus findet, denn der „Wassermann“ mordet nur Frauen, die Eric Stiffler persönlich bekannt sind und nimmt mit ihm telefonischen Kontakt auf. Doch welche Rechnung hat der „Wassermann“ mit Kommissar Eric Stiffler noch offen?

Andreas Winkelmann versteht es außerordentlich gut mit den Ängsten seiner Leser in dem Buch zu spielen. Denn wem ist es nicht schon passiert, dass man in einem Badesee von etwas Unbekannten berührt wird. Doch nicht nur die eigenen Ängste schaffen eine Gänsehaut Atmosphäre, sondern auch die bildhaften Beschreibungen unterstützen dieses noch. Die ständigen Szenenwechsel und die zahlreichen Protagonisten lassen die Spannung auf hohem Niveau bis zum Schluss bleiben. Nach und nach werden einige lose Fäden zusammengefügt, doch durch ein gekonntes Verwirrspiel nahm das Buch am Schluss noch an Tempo zu und eine überraschende Wendung trat ein, mit der ich nicht gerechnet hatte.

“Wassermanns Zorn“ war für mich ein gelungener Thriller und Andreas Winkelmann ein neu entdeckter Autor.
Helmut Scheuplein zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 01.05.2014
Wassermanns Zorn war mein erster Roman von Andreas Winkelmann - und wird wohl auch der einzige bleiben. Spannend geschrieben, aber nicht schlüssig die Motivation der beiden Hauptkommisare. Warum und von wem wurde die eingangs erwähnte Frau ermordet - das ist mir nicht klar geworden. Die Handlung löst sich am Schluss nicht auf - die Eingangsszene bleibt rätselhaft.
anyways zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 21.08.2013
Sie badet, Stiffler, sie badet…. Diesen Satz sagt der Unbekannte, der sich als Wassermann vorstellt, am Telefon zu Kriminalhauptkommissar Eric Stiffler. Nichts weiter, nur diesen einen Satz. Getrieben von einer bösen Vorahnung fährt er zu Annabells Wohnung. Er hat immer peinlich genau darauf geachtet nicht mit ihr gesehen zu werden, in ihre Wohnung schlich er sich nur nachts. Es sollte ja nie jemand erfahren dass er einer ihrer Stammkunden ist. Undenkbar! In ihrer Wohnung trifft er sie nicht an, trotzdem beschleicht ihn ein ungutes Gefühl, das sich wenig später bewahrheitet. Eine weibliche Leiche wird aus einem kleinen See geborgen. Es ist Annabell und in ihren Bauch wurde eine Botschaft für den Kommissar gebrannt. Stiffler muss jetzt auf Biegen und Brechen verhindern, dass ihm die Leitung an dem Fall entzogen wird, um noch ein wenig berufliche Ehre zu retten, nur hat er nicht mit der aufgeweckten Praktikantin Manuela Sperling gerechnet…..

Andreas Winkelmanns Thriller ähnelt einem vielschichtigem Katz-und Maus-Spiel, in dem man sich bis zum Schluss nicht wirklich sicher sein kann wer, was darstellen soll. Facettenreich sind die Charakterzüge sämtlicher Haupt- und Nebenakteuren. Angefangen beim Hauptkommissar Stiffler, der zwar von Anfang an nicht überaus sympathisch daher kommt, aber durchaus seiner Stellung und seinem beruflichen Werdegang entsprechende Allüren aufweist. Neben ihm agiert vorwiegend die Praktikantin Manuela, deren jugendliche Energie auf der einen Seite fast ansteckend wirkt aber auch wirklich einen leichten Touch ins nervige hat. Alle weiteren Figuren sind ebenso mit einer Fülle an Details und Besonderheiten, in der, dem Autor eigenen saloppen Schreibstil, charakterisiert.
Das macht das Buch allein schon sehr interessant, hinzukommen noch sehr gut platzierte Spannungsbögen, geschickte Wendungen und ein gelungener Show down….also alles was einen sehr guten Thriller ausmacht und ein Garant für eine lesereiche Nacht ist.
rolandreis zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 05.06.2013
Winkelmann führt eine überschaubare Anzahl Protagonisten ein, die jedoch recht lange nur am Rande etwas miteinander zu tun haben. Die einzelnen Erzählstränge werden in kurzen Kapiteln aus sich abwechselnden Perspektiven geschickt vorangebracht, so dass die Spannung gleichmäßig hoch bleibt. Ich würde mal sagen ein gelungener spannender Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, allerdings hat mir im Vergleich zum "Bleicher Tod" der Winkelmann-Gruselfaktor etwas gefehlt.
Sunniva1 zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 01.06.2013
Dieser Thriller ist wieder ein Winkelmann, bei dem ich Gänsehaut bekam. Manuela Sperlings erster Fall als Praktikantin der Mordkommission wird ihr sicher unvergessen bleiben. Vielleicht finden wir sie ja in weiteren Werken Winkelmanns wieder. Ob ich je wieder in einem See baden werde, ohne an dieses Buch zu denken? Einfach nur sehr zu empfehlen!!!
wendelin zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 15.03.2013
Da sag noch mal einer, die Deutschen können keine guten Krimis schreiben. Spätestens seit Sebastian Fitzek, Arno Strobel, Nele Neuhaus und Gisa Klönne weiß ich, dass das Unsinn ist. Seit ich Wassermanns Zorn gelesen habe gehört Andreas Winkelmann für mich in die Top-Liga der deutschen Krimiautoren.

Die junge Praktikantin Manuela Sperling hat sich sehr auf ihren ersten Tag bei der Mordkommission gefreut und geht ihren ersten Fall hochmotiviert an. Aber ihr Elan wird schnell von ihrem Vorgesetzten Eric Stiffler gebremst. Stiffler kämpft gegen seine eigenen Dämonen und ist ganz offensichtlich persönlich in den Fall verwickelt. Denn der Wassermann scheint noch eine Rechnung mit ihm offen zu haben …

Mehrere miteinander verwobene Handlungsstränge entwickeln sich auf gleichbleibend hohem Spannungsniveau aufeinander zu. Jede Hauptperson ist glaubwürdig, die Beweggründe sind nachvollziehbar. Die Charaktere in diesem Buch sind Getriebene und diesem Sog kann man sich als Leser nicht entziehen. Ich liebe kurze Schnitte, die einem keine Chance lassen, das Buch aus der Hand zu legen. Man muss einfach wissen wie es weitergeht! Und das obwohl dieses Buch weitgehend ohne Ekelfaktoren wie blutrünstige Folterungen und detaillierte Beschreibung von Grausamkeiten auskommt. Der Mörder „tanzt“ mit seinen Opfern und die Schilderung ist eher poetisch. Und auch der flüssige Schreibstil lässt keine Wünsche offen.

*Fazit: An diesem Buch stört nichts, es ist einfach gelungen.*
Ich persönlich habe noch nie gerne in Seen gebadet … und jetzt weiß ich auch warum ;-)
Chrisu zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 16.11.2012
Andreas Winkelmann schafft es durch seinen Wassermann die Leser mit hineinzuziehen in das dunkle Nass. Er tanzt mit uns und läßt uns verwirrt im Dunkeln zurück.
Der Autor zwingt uns Leser dazu mitzutanzen mit seinem Reigen. Er schafft es hervorragend einzutauchen in ein Mysterium, das vor langer Zeit geschehen ist, aber nur langsam an die Wasseroberfläche gelangt.
Der Schreibstil ist locker und sehr fesselnd. Die Hauptprotagonistin ist sehr liebenswert und nett beschrieben und pass hervorragend in das Schema eines Frischlings bei der Polizeit.
Andreas Winkelmann, es ist dir wieder gelungen mich in dein Buch eintauchen zu lassen und am Schluss mit letzter Kraft aus den Tiefen aufzusteigen um Luft zu holen. Aber den Spaß am Baden habe ich trotzdem nicht verloren. Danke und weiter so.
HeJe zu »Andreas Winkelmann: Wassermanns Zorn« 31.08.2012
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Das Buch lässt sich leicht weg lesen, fordert einen aber auch an den richtigen Stellen. Es kommt schon von Beginn an eine super düstere Atmosphäre auf, die einen direkt fasziniert. Unser lieber Andreas schreibt wie immer ziemlich dynamisch und schafft es – wie auch in jedem anderen seiner Bücher – die Ängste der Leser zu wecken. Wobei ich sagen muss, dass es mit Tief im Wald nicht mithalten kann! Es ist nicht so spannend wie erwartet und auch nicht so einfallsreich und raffierniert wie die anderen Werke von Winkelmann. Für meinen Geschmack sind die Beweggründe des Täters zu früh durchschaubar, das mag ich nicht. Also alles in allem, ein sehr ernüchternes Urteil. Aber als Winkelmann Fan muss man dieses Buch trotzdem haben. An alle, dessen Buch das hier das erste von AW ist, und die es auch nicht so spannend fanden: Lest unbedingt Tier im Wald und unter der Erde! Da sieht man, was AW drauf hat!
Leider von mir nur 70 Grad!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.

Dies sind nur die ersten 10 Kommentare von insgesamt 11.
» alle Kommentare anzeigen

Ihr Kommentar zu Wassermanns Zorn

Hinweis: Fragen nach einem fertigen Referat, einer Inhaltsangabe oder Zusammenfassung werden gelöscht.

Seiten-Funktionen: