Herzgrab von Andreas Gruber

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Goldmann.
Ort & Zeit der Handlung: Italien / Florenz, 2010 - heute.

  • München: Goldmann, 2013. ISBN: 978-3-442-48017-3. 460 Seiten.

'Herzgrab' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Die junge Wiener Privatdetektivin Elena Gerink hat den Ruf, bisher noch jede vermisste Person gefunden zu haben. Doch die Suche nach dem verschwundenen weltbekannten Maler Salvatore De Vecchio gestaltet sich schwieriger als gedacht. Als überraschend ein letztes Gemälde von ihm auftaucht, weist ihr das den Weg in die drückende Schwüle der Toskana. In Florenz trifft Elena auf ihren Ex-Mann Peter Gerink, der als Spezialist des Bundeskriminalamts nach einer in Italien verschwundenen Österreicherin sucht. Schon bald erkennen sie, dass die Ereignisse zusammenhängen – auf eine derart perfide und blutige Art und Weise, dass Elena und Peter dem Fall auch gemeinsam kaum gewachsen scheinen.

Ihre Meinung zu »Andreas Gruber: Herzgrab«

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Jutta Elendner zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 10.08.2015
Mein erster "Gruber" auf Empfehlung meiner Nichte!! Wien-Florenz, einmalige Städte als Kulisse, spannend verpacktes Thema, schlüssige Abhandlung, fesselnd zu lesen!
Somit ein neuer Gruber-Fan!! Nicht zuletzt, dass ich Wien als Schauplatz liebe, habe ich zugegriffen!!
Danke Jutta (ehemals aus Wien, jetzt Gänserndorrf!!)
W.Tischler zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 22.05.2015
Gruber schreibt intelligent, was heute selten anzutreffen ist. Immer durchdacht-ohne die reisserischen Elemente die heute mehr und mehr zunehmen. Sex, Fleisch und extreme Überflüssigkeiten. Sehr zu empfehlen. Schon einer der meistgelesenen Autoren in unserer kleinen, aber feinen, von Ehrenamtlern geführten Bücherei.
aquarelly zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 18.03.2014
Gruber hat sich weiterentwickelt

„Rachesommer“ und „Todesfrist“ haben mir sehr gut gefallen, aber „Herzgrab“ ist nochmal eine Steigerungsstufe. Der Autor hat sich weiterentwickelt. Die Figuren sind ausgereifter und die Handlung ist um vieles komplexer und verschachtelter als noch in „Todesfrist“.
Viele Spuren werden angerissen und die Ermittler Gerink und Scatozza, obwohl privat verfeindet, müssen noch einmal zusammenarbeiten und in die Toskana nach Italien fahren, um eine entführte Österreicherin zu suchen, die vor vier Wochen verschwunden ist.
Die Handlung ist deshalb komplex, weil auch Gerinks Ex-Frau, eine Privatdetektivin mit ihrer Klientin wegen eines anderen Falls nach Italien reist. Die Fälle hängen – wie bei Gruber üblich – zusammen und ab dem Zeitpunkt, wo die beiden Handlungen aufeinandertreffen, erkennen Gerink und seine Ex-Frau, dass auch sie zusammenarbeiten müssen. Nur gemeinsam können sie den gigantischen Kriminalfall lösen und stechen dabei in einen Sump der großen italienischen Famile Del Vecchio.
Wieder für Gruber üblich, die vielen Handlungsorte (diesmal Siena, Florenz, Cinque Terre, Wien), die eingestreuten Horrorelemente (Stichwort: Keller und Ölgemälde) und die Actionszenen gegen Ende, wo im 70 Seiten Showdown die Spannungsschraube noch mal ordentlich angedreht wird.
Fazit: Ein reifer, gut durchdachter, spannender Roman.
Bisher Grubers Höhepunkt!
rolandreis zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 14.03.2014
Gruber gelingt es erneut, ein Ermittlerteam an den Start zu bringen, das mir noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Scatozza ist eine italienische Schmalzlocke, wie er im Buche steht, man kann ihn sich richtig bildlich vorstellen. Die Kapitel wechseln immer zwischen den beiden Handlungssträngen ab und führen dann im Fortlauf der Geschichte mehr und mehr zusammen. Kaum ist es so richtig spannend und man will wissen wie es weitergeht, wechselt dadurch die Geschichte. Geschickt verwirrt der Autor, legt falsche Fährten und schafft "Aha"-Effekte. Gerade in diesem Thriller ist mir aufgefallen, wie geschickt Andreas Gruber im ganzen Buch Kleinigkeiten einbringt, die hinterher von wichtiger Bedeutung sind, so dass am Ende alles passt und geklärt ist. In Summe für mich ein gelungener Thriller und ein weiterer Roman von Gruber der mir gut gefallen hat. Der Wiener Schriftsteller mausert sich für mich immer mehr zu einem meiner derzeitigen Favoriten.
Salt and Pepper zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 26.02.2014
Guter und spannender Thriller mit kleinen Schwächen und teilweise üblen Italienklischees!Dies ist mein erster Thriller nach längerer Zeit, in der ich hauptsächlich Regionalkrimis gelesen habe. Ich sehnte mich wieder mal nach was "Stärkerem". Andreas Gruber hat mich als Thrillerautor großteils überzeugt. Ich wollte das 550 Seiten starke Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe mich bei einigen 200-Seiten-Büchern schon gelangweilt. Die Geschichte ist spannend und nicht vorhersehbar!Die Charaktere sind sympathisch, allerdings ist Peter Gerink ein Italienhasser, wie er im Buche steht. Ein paar Privatangelegenheiten wurden behandelt, allerdings macht das die Protagonisten menschlicher. Ich kann mir aber vorstellen, dass das nicht allen Lesern gefällt.Nun zu den Schwachpunkten:1) Wie mein Vorrezensent schon bemerkt hat, spielt Kommissar Zufall eine große Rolle. Das fängt schon mit der Geschäftsführerin des Auktionshauses an, die in einem vorigen Auftrag in einer heiklen Situation beobachtet wurde und somit von Elena erpresst werden kann. Der Höhepunkt der "Zufälle" ist allerdings das Herausfinden der Affäre des italienischen Staatsanwaltes und alles, was damit zusammenhängt! Sorry, aber so viele Zufälle gibt es nicht!2) Teilweise handeln die beschriebenen Personen sehr unglaubwürdig! Peter und Elena sehen sich mit einem schlimmen Psychopathen konfrontiert und müssen ein Haus durchsuchen, in dem sich dieser noch aufhalten könnte, haben aber trotzdem noch die Nerven und die Zeit ihre Ehe zu analysieren? Mir würden noch weitere Beispiele einfallen, aber dann würde ich zu viel verraten.3) Ich gehöre weder zu jenen, die jeden Satz auf seine politische Korrektheit überprüfen, noch zu jenen, die Italien in den Himmel heben. Aber was der Autor hier an üblen Klischees eingebaut hat, konnte ich irgendwann nicht mehr ignorieren:Florenz (bekanntlich eine Touristenhochburg) ist schäbig, heruntergekommen und "stinkt nach Katzenpisse", die Carabinieri sind faul, dumm und zu keiner Zusammenarbeit bereit, die Kellner "lümmeln an der Bar rum" und die Autovermietung sperrt nicht nur eine halbe Stunde zu spät auf, sondern hat auch nur "Schrottmühlen" im Angebot. Folter scheint in Italien übrigens eine gängige Verhörmethode zu sein. Alle Italiener kommen unsympathisch rüber, mit Ausnahme derer, die Italien den Rücken gekehrt haben, um in Österreich ein neues Leben anzufangen.Niemand muss Italien mögen, und man kann auch augenzwinkernd ein paar Klischees einfügen, aber so dargestellt zu werden hat kein Land verdient! Da hilft es auch nicht viel, dass der Autor in der Danksagung beteuert, er hätte nichts gegen Italien und die Italiener, aber es wäre "dramaturgisch" notwendig gewesen. Warum denn?Werde ich die anderen beiden Bücher von Gruber auch lesen? Ja, aber ich hoffe sehr, daß dort nicht über irgendein fremdes Land abgelästert wird!
Hille zu »Andreas Gruber: Herzgrab« 31.01.2014
Beim lesen dieses Buches wird einem schmerzhaft bewusst wie genial eine Agatha Christie oder ein Eric Ambler waren. Die Story hat mich von Anfang an nicht in ihren Bann gezogen. Vermutlich liegt es daran, das wirklich jede kleinste Einzelheit und nichtigkeit en detail beschrieben ist, z.B. "Soeben verließ ein Lieferwagen den Parkplatz eines Supermarktes"...und in China platzte ein Sack Reis auf. Okay, der Sack Reis ist von mir. Aber solche unnützen Sätze gibt es unzählige und blähen das Buch unnötig. Wenig verwunderlich war auch das Ende der Story, an dem sich die Hauptdarsteller alle wieder lieb haben. Für mich nervend auch die Super Detiktivin, der alles in die Hand fällt. Braucht Sie ne elektronische Ausrüstung, dann hat sie die von der Polizei "geliehen" seit anno dazumal, also immer parat. Und braucht Sie mal ne Auskunft oder einen Labortest, dann nur mal kurz die Schwester (= hohes Tier bei der Polizei) um einen Gefallen gebeten und schon hat man die benötigte Information. Genug von meinen Ausführungen. Letzendlich kann und darf sich jeder sein eigenes Bild machen. Mein Fall war der aufgeblähte Schreibstil nicht, zumal auch dezidiert beschrieben wird wer was an Kleidung trägt oder wie etwas aussieht - das überlasse ich beim lesen lieber meiner Phantasie!
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