Spiel der Teufel von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2008
bei Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Kiel, 1990 - 2009.
Folge 2 der Sören-Henning-und-Lisa-Santos-Serie.
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München: Knaur, 2008.
ISBN:
978-3-426-66299-1. 487 Seiten. -
Augsburg: Weltbild, 2009.
ISBN:
978-3828993280. 487 Seiten. -
München: Droemer Knaur, 2009.
ISBN:
978-3-426-63940-5. 487 Seiten.
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[Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe Audio, 2008.
Gesprochen von Stephan Benson.
ISBN:
3-7857-3562-6. 6 CDs. - [Hörbuch] Bergisch Gladbach: Lübbe, 2009. Gesprochen von Stephan Benson. bearbeitete Fassung. 6 CDs.
'Spiel der Teufel' ist erschienen als
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In Kürze:
Der Kieler Kommissar Sören Hennig und seine Kollegin Lisa Santos sind fassungslos: Ihr Freund und Kollege Gerd Wegner soll sich umgebracht haben! Auch dessen Frau kann nicht glauben, dass ihr Mann Selbstmord begangen hat. Sören und Lisa beginnen zu ermitteln. Sehr schnell kommen sie zu dem Schluss, dass Wegner beileibe nicht den Freitod gewählt hat, sondern auf brutale Weise ermordet wurde. Wer aber könnte ein Interesse daran haben, den gewissenhaften Polizisten umzubringen? Und was hat sein Tod mit der jungen Frau zu tun, deren Leiche man kurz darauf aus der Kieler Förde fischt und bei der es sich offenbar um eine Auftragskillerin handelt? Wegner ist mit seinen verdeckten Ermittlungen anscheinend ins Visier der internationalen Organmafia geraten. Bald wird deutlich, dass die Spur in den Osten führt – und dass einige bedeutende Mitglieder der besseren Kieler Gesellschaft involviert sind. Als sich das LKA einschaltet, ist endgültig klar, dass die beiden Polizisten in ein Wespennest gestochen haben.
Das meint Krimi-Couch.de: »Brauchbare Unterhaltung auf bescheidenem Level«
Krimi-Rezension von Wolfgang Weninger überspringen
Kiel als seemännisches Tor zum Osten und somit auch als krimineller Anlaufpunkt der russischen Mafia ist in Spiel der Teufel nach Unsichtbare Spuren der zweite Fall, in dem das auch privat liierte Ermittlerduo Sören Henning und Lisa Santos auf Mördersuche gehen.
Diesmal erwischt es einen Freund und Kollegen. Gerd Wegner hat offensichtlich Selbstmord begangen, in dem er Kohlenmonoxid in das Innere seines BWS geleitet hat, nachdem er kräftig Wodka in sich geschüttet hatte. Aber Sören und Lisa sind vom Suizid keineswegs überzeugt, denn Gerd war nach dem gewaltsamen Tod seiner kleinen Tochter mit seiner Frau Nina wieder glücklich, denn diese war wieder in besseren Umständen. Außerdem mochte er überhaupt keinen Wodka.
Stutzig wird das Ermittlerduo erst, als es die Vermögensverhältnisse des Verstorbenen überprüft. Trotz regelmäßiger Überstunden hätte er sich Haus und Auto dieser Klasse niemals leisten können. Er musste also noch eine weitere Einkommensquelle haben und der Verdacht, dass Gerd sich von unredlichen Elementen schmieren ließ, drängt sich immer stärker auf, obwohl Nina dies vehement bestreitet.
Während also Lisa und Sören in Gerds Umfeld ermitteln und dabei auch ihren Kollegen auf die Zehen treten, tritt die russische Organmafia an einen erfolgreichen Herzchirurgen heran und nötigt diesen, in einer High-Tech-Privatklinik Transplantationen vorzunehmen, bei der jungen Menschen, die man unter falschen Vorstellungen von Russland nach Deutschland verschleppt hat, lebenswichtige Organe entnommen und der zahlungskräftigen Kundschaft wieder eingesetzt werden. Aber eine aus dem Schlepperteam spielt falsch und gibt Lisa und Sören den entscheidenden Tipp …
Andreas Franz hat wieder routiniert an der Krimischraube gedreht und ein aktuelles Thema an die Ostsee verpflanzt, wo man auf organisierte Kriminalität scheinbar noch nicht vollends vorbereitet ist. Der Leser ist von Anfang an in die kriminellen Machenschaften eingeweiht. Nur die nicht sonderlich profilierten Ermittler müssen erst mit der Nase darauf gestoßen werden, was in dieser Geschichte wirklich abläuft. Sören Henning bleibt in der gesamten Story relativ farblos, ist immer leicht am verzweifeln und aufbrausend, weil er keinen wirklichen Anknüpfungspunkt findet. Hätte er nicht Lisa, die ihn gelegentlich bremst, wäre seine Polizeilaufbahn wohl beendet, bevor Andreas Franz sich ein drittes Mal um die Kieler Polizisten kümmert.
Die Ermittler drehen sich im Kreis und wieder und wieder werden dieselben Spurten ausgewertet, die allesamt in eine Sackgasse führen. Der Fall wäre garantiert bis heute nicht geklärt, wenn da nicht ein Maulwurf auf Seiten der Russen wäre und damit beginnt der Roman von der Polizeiarbeit abzugleiten, denn es herrschen plötzlich Zufall und berufliche Alleingänge. Die Spannung läuft nicht mehr über die Ermittlerschiene, denn was auf der Gegenseite läuft, ist wesentlich interessanter. Wie man einen redlichen Menschen zum Werkzeug der Mafia macht und sein Gewissen scheinbar beruhigt, ist deutlich spannender als die heimlichen Treffen der Ermittler mit deren Informanten.
Franz weiß, wie er die Seiten füllt, Wiederholungen einbaut und immer wieder einen Brocken Aufklärung in die Handlung einstreut. Dass er zur Abrundung des Geschehens noch eine absolut unglaubliche Wendung mit offenem Ende dranhängt, lässt den Franz-Fan auf ein neuerliches Zusammentreffen mit den Tätern hoffen, bei dem es dann ein wenig härter zur Sache gehen sollte.
Wer bis jetzt noch kein Freund der Werke von Andreas Franz ist, der wird es auch mit Spiel der Teufel nicht werden, denn die knapp 500 Seiten aus dem Knaur Taschenbuchverlag können den Leser nicht berauschen, aber brauchbar unterhalten.
Wolfgang Weninger, Juni 2010
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| Flumu zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 10.02.2012 |
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| Hs zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 23.10.2011 |
| Franz zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 09.09.2011 |
| Antonella zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 05.08.2011 |
| Madita zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 24.06.2011 |
| Karin zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 24.05.2011 |
| Schnippi zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 17.04.2011 |
| CSIler zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 17.03.2011 |
| Tamez zu »Andreas Franz: Spiel der Teufel« | 16.12.2010 |
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