Der Jäger von Andreas Franz

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2001 bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Frankfurt/Main, 1990 - 2009.
Folge 4 der Julia-Durant-Serie.

  • München: Droemer Knaur, 2001. 589 Seiten.
  • München: Knaur, 2004. ISBN: 3-426-62742-6. 589 Seiten.
  • Augsburg: Weltbild, 2008. 589 Seiten.
  • [Hörbuch] Berg: AME, 2006. Gesprochen von Julia Fischer. ISBN: 3938046465. 6 CDs.

'Der Jäger' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Die Frankfurter Kriminalkommissarin Julia Durant steht vor einem Rätsel: Innerhalb kurzer Zeit passieren mehrere grausame Morde an Frauen unterschiedlichen Alters. Keines des Opfer wurde sexuell mißbraucht, aber alle furchtbar verstümmelt. Julia Durant und ihre Kollegen tappen lange Zeit im Dunkeln, bis ihnen eine Gemeinsamkeit der Frauen ins Auge fällt: Sie wurden alle im Zeichen des Skorpions geboren …

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein- oder zweihundert Seiten weniger ...«

Krimi-Rezension von Johannes Fischer

Die Frankfurter Kriminalkommissarin Julia Durant untersucht grausame Morde an jungen Frauen, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Bis eine Astrologin sie auf eine heiße Spur bringt …

Die Stärke des Krimis ist zugleich seine Schwäche. Bis zur Auflösung des Falls am Ende der Geschichte tappt der der Leser mit der Kommissarin Durant im Dunkeln. Das macht die Lektüre spannend. Dann kommt nach über 500 Seiten der Moment der Auflösung. Überraschung. Aber auch Enttäuschung. Denn der Leser hat nicht dieses erhellende Krimi-Gefühl: "Na klar, nur diese Person konnte es gewesen sein! Jetzt verstehe ich! Nein, es hätte auch jede andere Figur sein können. Das Motiv für die Serienmorde erschließt sich nämlich aus der Vergangenheit des Mörders, und über diese Vergangenheit klärt der Roman uns erst im Nachhinein, am Ende des Romans, auf. Sie hätte auch jeder anderen Figur angedichtet werden können. Die Mörder-Wahl des Autors war nicht zwingend genug, mehr oder weniger beliebig.

Dennoch ist die Geschichte gut erzählt, aber leider zu lang geraten. Es ist zwar schön, dass die Hauptfigur Durant lebendig – mit Stärken und Schwächen – geschildert wird. Das gelingt Franz, indem er Szenen aus dem Privatleben einspielt. Szenen der Einsamkeit. Durant allein zu Hause. Sie nimmt ein Bad. Einmal. Zweimal. Dreimal. Sie telefoniert mit dem Vater. Einmal. Zweimal. Dreimal. Und so weiter. Jeweils ein- oder zweimal hätte es auch getan. Ein- oder zweihundert Seiten weniger, und der Roman hätte vermutlich gewonnen. Und der Konsument hätte mehr für Qualität als für Quantität gezahlt.

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chaosmum zu »Andreas Franz: Der Jäger« 05.12.2015
Ich hab das Buch zwar noch nicht zu ende, aber es ist jedes Mal, das selbe: langweilige Schilderungen von Einkaufen, Abendessen: 2 Dosen Bier (IMMER Dosenbier, aber das nur am Rande) eine schnell getrunken, die andere in kleinen Schlücken. Endlose Schilderungen von Rauchanlässen, immer mit Markennamen, usw.
Jedesmal das gleiche Umfeld: die Superreichen in Frankfurt mit Hausfrauen, die an ihrem goldenen Käfig leiden (Tipp nebenbei: Scheidung? Arbeit? Ehrenamt?). Psychologen, die Verhältnisse mit Patientinnen pflegen. Und fast alle Frauen sind superhübsch und immer ist eine dabei mit durchsichtiger Bluse ohne BH mit erregierten Brustwarzen!!! Nichts dagegen aber in vier Fällen immer das gleiche Personal, langweiliger geht's nimmer. Habe somit mein Geschenkpaket mit diesem Band durch und lese die Serie sicher nicht weiter.
MARA zu »Andreas Franz: Der Jäger« 24.02.2015
Zuerst habe ich "Der Jäger" gelesen,
das Buch konnte etwas kürzer sein, trotzdem hat mit sehr gut gefallen.
Meine zweite Erfahrung mit Ardreas Franz war "Jung, blond, tot".
Schon wieder Astrologe, Psychologe ,die Polizei, die im Dunklem tappt und jede Menge Leichen.
Dann kommt ein Hinweis von Astrologen/Journalisten und schon bald ist die Sache erledigt. Diese 2 Bücher sind sehr ähnlich. Bin enttäuscht, versuche mit noch einem.
Dan zu »Andreas Franz: Der Jäger« 03.06.2014
Hi zusammen,

ich durfte das Hörbuch geniessen und mag den leider verstorbenen Andreas Franz.

Was mich dieses Mal wirklich beschäftigt (vielleicht ist es mir auch entgangen) ist, warum es zum Schluss eine Frau sein kann, wenn vorher bei den Morden immer ein Mann dabei war? Ich meine gehört zu haben, dass es immer ein Täter war, der in die Opfer eindrang usw. Oder liege ich da falsch?

Vielen Dank für Eure mithilfe im Voraus ;-)
Marta Lee zu »Andreas Franz: Der Jäger« 19.10.2013
Ein fruchtbares Hörbuch!
Leider sehr unspannend. Es wird langweilig nach einander berichtet, wo die Ermittler jetzt schon wieder hingehen und immer wieder dieselben Fragen stellen, die einem bald zum Hals raushängen. 7 Morde werden in gleicher Weise durchgeführt und der Hörer muß sich diese gleiche Weise immer wieder aufs Neue antun. Die Ermittler erscheinen streckenweise beschränkt, weil sie Optionen, wer als Täter in Betracht kommt, von vorne herein ausschlißen. Nur, damit hinterher ein großer Aha-Effekt konstruiert werden kann. Der blieb für mich aber leider aus und hatte eher einen "Ach-nee!"-Effekt.
Und, wie schon zuvor in einer Kritik beschrieben: völlig willkürlich konstruiertes Motiv, das einem dann hinterher in Kürze untergeschoben wird. Die hohe Kunst des Schreibens ist das nicht.
Wie auch bereits schon kritisiert: absurde und langweilige Dialoge.
Auch werden die Personen alle nicht wirklich charakterisiert. Alles heiße Mietzen und sexgeile Typen. Persönlichkeit hat da keiner. Man hatte Mühe, sich die Namen der Opfer zu merken und aus einander zu halten, so profillos waren sie.
Schlechter geht es wirklich kaum.
Und zu guter letzt fand ich auch die Sprecherin nicht sehr toll. Hatte mehr von einer Nachrichtensprecherin, die eindringlich versucht, einem die Handlung einzubläuen.
Nein wirklich das schlechteste Hörbuch, das ich je gehört habe.
Ute zu »Andreas Franz: Der Jäger« 26.07.2013
Ich habe das Hörbuch und fand es echt spannend. Ich hatte ab CD vier schon den Mörder im Verdacht, der es dann auch war. Er bietet sich nach und nach aus den Dialogen heraus an. Das Setting in der *feinen* Gesellschaft hat mir auch sehr gut gefallen.

Ich höre viel Krimihörbücher im Auto und muss sagen, dieses war eines der spannenderen.
manuel zu »Andreas Franz: Der Jäger« 25.10.2011
eines der schlechtesten bücher die ich je gelesen habe. und ich lese sehr viel.
Lächerliche und völlig unglaubhafte dialoge (so nach dem motto: "was, der ist ermordet worden? er war ein guter freund und ich bin völlig schockiert! naja, das leben geht weiter...".
Dazu kommt noch die hirnrissige und konstruierte handlung und auflösung. Von den figuren will ich gar nicht anfangen. jeder treibts mit jedem, alle sehen sooo gut aus, etc.
völliger schrott!
Riveda zu »Andreas Franz: Der Jäger« 18.10.2011
"Der Jäger" war damals mein erster Krimi von Andeas Franz und führt nach wie vor meine AF-Hitliste an! Zu Anfang fand ich den Schreibstil ungewöhnlich, ja sogar gewöhnungsbedürftig, aber nach einer entsprechenden Gewöhnungsphase begeisterte mich der Roman immer mehr. Die Stilbesonderheit, nicht immer zu wissen, wer gerade mit wem spricht bzw. welche Personen in dem jeweiligen Abschnitt gerade agieren, wird von Franz geradezu meisterhaft gehandhabt.
Den hier oft benannten vermeindlichen Nachteil der Buchlänge oder Langatmigkeit habe ich gerade als Stäke der Geschichte empfunden. Franz nimmt sich die Zeit, seine Figuren plastisch werden zu lassen und erreicht damit eine hohe Realitätsnähe; wenn es den Leser schon nervt, dass Julia Durant zum wiederholten Mal ein Salamibrot und Tomatensuppe isst, wie eintönig muss dieses Privatleben dann erst der Figur selbst vorkommen?
Dieser Roman erleidet glücklicherweise nicht das Schicksal unzähliger Fernsehkrimis, die nahezu geradlinig mit vielleicht einer bestenfalls angedeuteten falschen Fährte auf das Ende zujagen, welches erreicht zu haben, alle - Zuschauer wie (so scheint es) Schauspieler - glücklich sind.
"Der Jäger" ist ein Roman, der genügend Anzeichen für eine gelungene Kriminalgeschichte aufweist: Eine gut erzählte, spannende Story, markante Figuren, eine hohe Authentizität, das richtige Maß an Genauigkeit und Ausführlichkeit sowie einen "runden" Abschluss.
Dieser Roman ist meiner Meinung nach immer noch empfehlenswert!
ftghbjk zu »Andreas Franz: Der Jäger« 07.04.2011
Teilweise vielleicht ein wenig verwirrent was Personen und die Beziehungen zwischen den beteiligten angeht, jedoch verliert es nie an spannung, und ab mitte des buches steigert sich diese immer mehr.

Was Durants dauernde Gauloise und Bierdosen angeht, im gegensatz du den voherigen Büchern wirkt sie erschöpft und verdammt ausgelaugt. Sogar schon ein wenig heruntergekommen.
LiteraturGirl zu »Andreas Franz: Der Jäger« 09.10.2010
Achso und mir ist aufgefallen, dass irgendwie jede Frau in diesen Büchern von Andreas Franz gut bis atemberaubend aussieht und einen hamma Körperbau hat. Mich würde echt mal interessieren, wie die alle in echt aussehen... ^^ Hab das Buch grade zuende gelesen und bin sofort an den computer gestürzt, um mir hier meinungen zum buch anzusehen.
Ich bin ziemlich traurig, mich jetzt von den ganzen Figuren, die man im Laufe des Romans sehr gut kennengelernt hat, zu trennen. ...
LiteraturGirl zu »Andreas Franz: Der Jäger« 09.10.2010
Das war mein erstes Buch von andreas Franz und ich muss sagen... Es war das spannenste buch, was ich je gelesen habe! Ich muss zwar vielen anderen hier zustimmen, dass es auf dauer ein wenig nervt, zu lesen wie Julia Durant sich eine Dose Bier holt und eine Gauloise raucht, denn das kam ja sicher auf jeder Seite vor. Und auf den Täter wär ich auch nie gekommen... Alles in allem fand ich es ein sehr gelungenes Buch und ich werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von ihm zulegen. (;

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