Wolfsschlucht von Andreas Föhr

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2015 bei Knaur.
Folge 6 der Wallner-&-Kreuthner-Serie.

  • München: Knaur, 2015. ISBN: 978-3-426-51704-8. 400 Seiten.
  • [Hörbuch] Berlin: Argon, 2015. Gesprochen von Michael Schwarzmaier . ISBN: 3839813808.

'Wolfsschlucht' ist erschienen als TaschenbuchHörbuchE-Book

In Kürze:

Ende April am Tegernsee: Kommissar Clemens Wallner ermittelt in gleich zwei mysteriösen Fällen: Ein Bestattungsunternehmer versinkt mitsamt seinem Leichenwagen in der Mangfall, während gleichzeitig eine junge Frau verschwindet. Ihr Wagen wird kurz darauf im Gebirge gefunden – aufgespießt von einem Maibaum. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass beide Ereignisse auf eigenartige Weise zusammenhängen – und dass bei beiden Wallners anarcho-bayerischer Kollege Leonhardt Kreuthner seine Finger im Spiel hat, dem diesmal ein genialer Plan für einen Maibaumklau aus dem Ruder gelaufen ist.

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Manfred Rathunde zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 02.09.2017
www.derweissedrache.de

ANDREAS FÖHR –
Wolfsschlucht

Seitdem Andreas Föhr seine „eigene“ Mannschaft in den Kampf gegen das Verbrechen führt, ist eines als Garantie anzusehen. Das Lesen seiner Bücher wird für (un)geahnte Heiterkeitsausbrüche sorgen. Clemens Wallner und Leonhardt Kreuthner sind die Garanten, die den Leser sorgsam umhegen. Der erste, weil er dem zweiten immer wieder aus der Patsche zieht, ihm jedes Mal den Arsch rettet. Dabei ist er jedoch eine Art Vorzeigepolizist. Immer korrekt und dem Gesetz verpflichtet. Der Zweite ist eine Person besonderer Machart, dessen Ermittlungsmethoden eher grenzwertig sind, oder sich, aber ganz weit dahinter bewegen. Leo ist nebenbei auch noch Betreiber einer Schwarzbrennerei. Nachdem er Onkel Simons Asche illegal, aber im Sinne des Verstorbenen, Testamente soll man ernst nehmen und achten, mal in der Botanik verteilt hatte, will er jetzt, mit dem Erbe des „Familienbetriebes“, seine Erfahrungen aus seinem ersten „Berufsleben“ umsetzen, diesmal auf eigene Rechnung, Onkel Simon hat ja nichts mehr davon. Onkel Simon hat ja jetzt „Manna“. Nebenbei ist er jedoch auch noch Polizist, was ihn nicht davon abhält, einen Maibaumklau zwischen zwei verfeindeten bayerischen Gemeinden aktiv zu unterstützen. C-4 ist sein gängiger Türschlüssel. Ihr glaubt ja nicht, was so eine Asservatenkammer an nützlichen Hilfsmitteln bieten kann. Seine Dienstwaffe ist ein geeignetes Argument, verstockte Computernerds zur Mitarbeit an polizeilichen Ermittlungen teilhaben zu lassen, auch wenn die Ergebnisse manchmal, meistens, juristisch nicht zu verwerten sind. Dafür ist ja Wallner da, sich zu engagieren. Andreas Föhr ist bedingungslos fantasievoll. Sein, einer, Polizist ist nun mal „Bioprodukteproduzent“ ganz anderer Art, wenn auch illegal und ungewöhnlich ist er sowieso. Der andere, Clemens, ist dann doch etwas aus der Art geschlagen, gesetzestreu, obwohl man das auch nicht so sehen kann, immerhin hat er ja Kreuthner am Hals. Da dürfte Wallner ja so einige Gesetzeslücken entdecken müssen, um dem, in dem Falle wohl ungewöhnlichsten, Bullen, das Leben, als Staats-Repräsentant, etwas leichter zu machen. Wer Andreas Föhr am Hals hat, darf dann selbst entscheiden, bin ich der gute oder der böse. Leo hat mal wieder einen schönen Abend in seinem Stammlokal, das er ja auch mit seinen „Naturerzeugnissen“, zur vollen „Zufriedenheit“ aller Gäste, beliefert. Nur ist der Bestatter des Ortes, Florian Scheffler, auch mit von der Partie und der ist mal wieder so langweilig, das, kurz entschlossen, eine Feme eingerichtet wird, den „Undertaker“ eines Besseren zu belehren. Der bekommt das Urteil jedoch nicht mehr mit, in seinem komatösen Zustand. Und, dass dürfte dann nicht verwunderlich sein, Herr Scheffler findet sich am nächsten Morgen in einem Fluss wieder, nur ist er nicht ertrunken, sondern wurde erschossen. Herr Föhr macht da gleich den Anwalt, die lustige Runde im Wirtshaus kann das nicht gewesen sein, maximal wäre Beihilfe drin, da das narrische Pack ihn zum Tatort geschafft hat. Getötet hat den Mann, jemand anders. Und das gilt es jetzt heraus zu finden. Nebenbei wird Bianca entführt, die Tochter eines ortsansässigen Arztes, der die hiesige Klinik leitet. Die Spuren sind dürftig. Andreas Föhr tobt den Tanz auf dem Vulkan und jede Comedy-Sendung kann hier mal ganz schnell die Utensilien zusammenpacken, an Andi kommt dann doch keiner heran. Heiteres Ratespiel mit Andreas Föhr ist, in jedem Falle, unterhaltsamer als alles andre. Das Lesen von Druckerzeugnissen aus der Feder von A.F. in der Öffentlichkeit erfordert jedoch eine ziemliche Abgebrühtheit, da man, für seine Heiterkeitsanfälle, vermutlich nur Unverständnis erntet. Es dürfte für Nichtbeteiligte recht befremdend sein, wenn man sich im Bus auf den Rücken wirft und vor sich hin wiehert, wie ein liebestolles Pferd.

(Knaur)

ISBN 978-3-426-51296-8 394 Seiten 9,99€ (D) 10,30€(A)
rolandreis zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 03.03.2017
"Wolfsschlucht" ist zum einen eine schöne Aufstiegsroute auf den Schildenstein in den Blaubergen, hier aber der Titel des sechsten Fall aus der Wallner- & Kreuthner-Reihe von Andreas Föhr. Ich lese diese Reihe sehr gern, besonders der Opa Manfred hat es mir mit seiner Komik immer angetan. Gerade weil einiges manchmal den überspitzten Humor a la "Hubert & Staller" hat, bereitet dieser Krimi nicht nur Spannung, sondern auch die nötige Brise Humor. Gerade die Geschichte rund um den Maibaumklau ist der Hit. So meint der Kommissar Wallner manchmal an Opa und Kollege verzweifeln zu müssen. Der Kriminalfall war zwar diesmal für mich persönlich nicht ganz so spannend wie in so manchem Vorgängerband, aber in Summe ist dieses Buch wieder eine nette und kurzweilige Lektüre, die sich flüssig liest.
Schnippi zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 10.07.2016
Wieder ein leichte, lesenswerter Krimi, der eine gewisse Spannung...aber auch eine Portion Humor anbietet.
Lokale Gegebenheiten sind gut beschrieben und auch die Personen... besonders der Ermittler Wallner und sein Kollege Kreuthner ... sind treffend und realistisch beschrieben.
Die Handlung ist nachvollziehbar und erzeugt eine gewisse Spannung. Sie ist aber nicht immer nur ernst und sorgt an so mancher Stelle für ein Lächeln...wenn nicht sogar für einen kräftigen Lacher.
"Wolfsschlucht" lässt sich zügig und flüssig lesen und ist somit ein guter Begleiter für einen entspannten Feierabend oder schönen Urlaubstag.
Ich freue mich schon auf ein weiteres Buch aus dieser Reihe.
kritikaster zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 29.04.2016
ganz hübsche unterhaltung, nie langweilig, aber schon ein bischen realitätsfern, ein polizist wie der kreuthner ist hoffentlich s e h r realitätsfern und das aufdröseln am ende ist die stärke des autors nicht. kürzer wär besser.
dass der en großvater sein enkelkind in fremde hände gibt, bloß weil er unterstellt, dass die mutter es nicht erziehen kann, ist schon sehr, sehr weit hergeholt und die erklärung der vaterschaft des kindes, ist eigentlich vom mars.
alle alpen-, bayern- und aufgedirndelten krimis, die neuerdings wie schwammerl aus dem boden schießen, kranken ein bisschen daran, dass der tegernsee, garmisch und andere bayrischen idylle einfach kein guter nährboden für morde sind. aber was solls - auch donna leons brunetti hat mehrere morde im jahr aufzuklären, obwohl es in venedig im wirklichen leben schon lange keinen mehr gegeben hat. sich nehms als phantasy, dann gehts.
Friederike Fenner zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 26.11.2015
Eigentlich ein Krimifeind , habe ich die Wolfsschlucht nach einer Lesung von Andi Föhr, weitergelesen und bin in diesem Fall bekehrt.
Ein herrlicher Grusel setzt ein, wenn Bianca ihrem Verfolger in die Wolfsschlucht entkommt. Ein Wolf hinter ihr spürbar, rollt sie tief in die Schlucht , unfähig sich selbst weiterzuhelfen.Das erinnert an Albträume aus der Kindheit, allein zwischen Horror und Müdigkeit.So genau beschrieben und durch Details angereichert in einer Voralpenlandschaft ,das ist echte Krimispannung.Ganz anders geht es den Dörflern beim Maibaumstehlen. War das witzig! Herzhafte und nicht auf die penetrante Art ist dieseBelebung alter Bräuche hier aus Bayern.Vielen Dank für dieses Leseerlebnis!
Friederike Fenner
walli007 zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 11.09.2015
Leos Gelage

Still ruht der Wald, könnte man meinen. Allerdings hält die Ruhe nicht lange an. Nach einem seiner üblichen Saufgelage kommt Wachtmeister Leo Kreuthner auf die Idee, man könnte den sturzbetrunkenen Bestattungsunternehmer Florian Scheffler in sein Auto setzen und dieses so an den Fluss stellen, dass der Insasse morgens erstmal ein frisches und unfreiwilliges Bad nehmen muss. Man kann sich die diebische Freude von Kreuthner und seinen Kumpanen vorstellen, bei dem Gedanken; allerdings auch das Entsetzen als Scheffler an nächsten morgen tot in seinem Wagen gefunden wird. Hat Kreuthner es diesmal zu weit getrieben? Und was hat das Verschwinden von Bianca Stein damit zu tun?

Schlimmer als die Polizei erlaubt ist dieser Wachtmeister Kreuthner. Und doch geschieht es immer wieder, dass gerade seine Eskapaden die Ermittler bei der Lösung eines Falles voranbringen. Kommissar Wallner kann sich auf seine Truppe verlassen. Doch frisch getrennt und häufiger mit den Eigentümlichkeiten seines Großvaters Manfred beschäftigt, ist Wallner etwas abgelenkt. Nur nach und nach kann entschlüsselt werden, was geschehen ist. Zur großen Unterhaltung und Belustigung tragen Kreuthner und Manfred bei, die sich mehr als ein Kabinettstückchen leisten. Pfiffig und gewitzt stolpern sie durch den Fall und trampeln eher versehentlich auf den richtigen Pfad.

Ein sehr persönlicher Fall für Wallner. Ein Fall, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen. Familienoberhäupter, die dem Namen keine Ehre machen. Nachkommen, deren Auflehnung doch ins Leere zu gehen scheint. Humor und Spannung sind sehr gelungen durchmischt. Wie man es aus den früheren Büchern um Kommissar Wallner schon kennt, Lokalkolorit kommt nicht zu kurz und doch entwickelt sich ein Fall mit weiterreichenden Folgen. Einfach gute Unterhaltung, für nicht so sprachgewandte Leser mit einigen Erläuterungen versehen. Eine Reihe, mit der man nichts falsch machen kann.
Edith Sprunck zu »Andreas Föhr: Wolfsschlucht« 12.04.2015
Großartig gelingt wieder einmal die Darstellung der Ermittler Wallner und vor allem Kreuthner, der eher wie ein hoch intelligenter und gewitzter Kleinganove denn als Polizist daher kommt (realitätsfremd ist das in keiner Weise). Diesmal überzieht er für meine Begriffe aber seine "Possen" ein Stück weit. Auch Opa Wallner ist wieder mit von der Partie und sorgt für ausgiebiges Schmunzeln. Dem Autor sitzt wohl selbst der Schalk im Nacken, so gekonnt sorgt er für manch herzhaftes Lachen beim Lesen.
Der Themenbereich ist weit gefächert, manchem vielleicht zu reichhaltig, da einiges für sich allein gesehen Stoff für einen Roman hergäbe. Da sind der aufzuklärende Mord plus eine Entführung, die zeitweise untergehen in Nebendarstellungen von z. B. professionellen Hexen, Bräuchen (sehr interessant und witzig), Abhängigkeiten von Menschen innerhalb einer Familie, aber auch von Alkohol und Medikamenten im weitesten Sinne, und da ist plötzlich die Klärung einer Vaterschaft, die Raum einnimmt; da sind Gründe für das Eingreifen des Jugendamtes sowie viele Verdächtige usw.. Vor allem zum Ende zu, wenn die Luft weitgehend raus ist, weil wichtige Punkte zum Abschluss gebracht worden sind, muss man sich konzentrieren auf das Aufdröseln noch nicht vollendeter Tatbestände. Trotzdem kann ich das Buch sehr empfehlen, besonders wegen seiner unnachahmlichen Ermittler und dem ausgeprägten Humorfaktor auf hohem Niveau. Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
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