Teufelsgold von Andreas Eschbach

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2016 bei Bastei Lübbe.

  • Köln: Bastei Lübbe, 2016. ISBN: 978-3-7857-2568-9. 510 Seiten.

'Teufelsgold' ist erschienen als Hardcover E-Book

In Kürze:

Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste Mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit. Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte. Oder öffnet er die Pforten der Hölle?

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Jossele zu »Andreas Eschbach: Teufelsgold« 11.06.2017
Andreas Eschbach:
Ein interessanter Stoff, den Eschbach da in seinem Roman verarbeitet: der Stein der Weisen. Wie immer bei seinen Stoffen hat er sich auch hier viel naturwissenschaftliche Kenntnis verschafft, die er gekonnt einsetzt. Er erzählt spannend und die Geschichte ist logisch aufgebaut auf ein spektakuläres Ende hin. Auch die „historischen“ Einschübe sind gut gewählt und so konstruiert, dass es nur natürlich erscheint, dass der Protagonist dem Stein immer näher kommt. Ganz nebenbei entlarvt er noch die Branche der Millionärsbuchschreiberlinge. Leider finde ich das Ende ziemlich vermasselt. Ab dem Zeitpunkt, als er auf den Alchemisten stößt, der seine Suche auslöste, wirkt der Stoff nur noch auf das geplante Ende hin zusammengeschustert. 70°
Santos742 zu »Andreas Eschbach: Teufelsgold« 20.04.2017
Wer bei einer von Herrn Eschbachs Präsentationen dabei war weiß wie wenig begeistert der Autor von der Tatsache ist dass Thriller auf diesem Buch steht.Nein es ist natürlich kein Thriller und jeder der die Bücher dieses Autors kennt sollte trotz dieser irreführenden Bezeichnung wissen was ihn erwartet.Die Geschichte finde ich wie immer bei Herrn Eschbach gut konstruiert und recherchiert für mich hatte das Buch kaum Längen, einzig der Schreibstil bei den Handlungssträngen welche im Mittelalter spielten konnten mich nicht so ganz überzeugen, und war gegen Ende hin etwas anstrengend zu lesen.
Ansonsten war auch dieses Buch wie viele vorhergehende von Herrn Eschbach wieder ein netter Ausflug in die SciFi / Fantasy Ecke wo ich normalerweise kaum zu finden bin.
DanTheMan zu »Andreas Eschbach: Teufelsgold« 29.11.2016
Ich habe die Lesung von Matthias Koeberling gehört, welche im jedem Freund von Hörbüchern nur empfehlen kann.

Der Sprecher Matthias Koeberling macht durch verschiedene Sprechstile, unterschiedliche Stimmlagen und sogar erzeugen von Handlungsgeräuschen fast ein Hörspiel aus der Lesung. Ein wunderbarer Genuß, nicht nur für Fans des Autors.

Zur Geschichte selbst möchte ich nichts weiter sagen. Die ist bekannt und vielfach rezensiert worden.
leseratte1310 zu »Andreas Eschbach: Teufelsgold« 19.10.2016
Hendrik Busske ist in Zürich, um ein Seminar über Finanzen zu halten. Weil ein kleines Buch in einem Antiquariat ihn auf den ersten Blick angesprochen hat, aber nicht zum Verkauf stand, hat er es kurzerhand geklaut. Doch schon bald wird ihm das Buch gestohlen, glücklicherweise hat er eine Kopie davon.
Eine der Geschichten in dem Buch handelt von dem Alchemisten John Scoro, der mit dem „Stein der Weisen“ unterwegs ist. Seine schwere Fracht macht ihn verdächtig und schon befindet er sich auf einer Burg, wo er gezwungen wird, Gold herzustellen. Seine Warnungen, es sei „Teufelsgold“, werden in den Wind geschlagen. Doch alle, die mit dem Gold in Berührung kommen, sterben kurz darauf.
Henrik will seine Stelle aufzugeben und sich selbständig machen. Seine Frau Miriam bestärkt ihn in der Entscheidung. Seine Seminare laufen gut, so dass er sich einiges leisten kann. Doch bei den Hotelaufenthalten sieht er auch immer wieder wirkliche reiche Menschen und er ist nie zufrieden.
Als dann die goldene Rüstung, die mit Scoros Gold geschmiedet wurde, bei Bauarbeiten auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse, den die verschiedensten Interessenten sind aus unterschiedlichen Gründen auf diesen Fund aus.
Dieses Buch ist als Thriller ausgezeichnet, aber auch Sience-Fiction- und Fantasy-Elemente spielen eine Rolle. Es lässt sich gut lesen und ist auch spannend, aber streckenweise könnte es etwas straffer vorangehen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass mir Hendrik wirklich unsympathisch war. Er hat so viel Glück im Leben und ist dennoch ständig unzufrieden. Er will mehr und weiß eigentlich gar nicht, was er will. Dass er Menschen nach Gutdünken ausnutzt, wenn es genehm ist, aber nie einen Gedanken daran verschwendet, etwas zurückzugeben, hat mir nicht gefallen. Auch sein Bruder, der als Wissenschaftler beim CERN beschäftigt ist, ist ein sehr kauziger Mensch.
Mich haben die Geschichten aus dem antiquarischen Buch am meisten angesprochen. Auch die alchemistischen Perspektiven sind interessant.
Ist man wirklich glücklicher, wenn man reich ist? Ist es erstrebenswert ewig zu leben? Muss man unbedingt Erfolg haben? Einigen der beteiligten Personen scheint Erfolg, Reichtum und ewiges Leben so wichtig, dass sie in ihrer Gier jede Grenze überschreiten würden. So zeigt sich auch Hendrik über weite Strecken, daher finde ich Henriks Läuterung am Ende nicht so recht passend.
Ein spannender Genre-Mix, aber mir dann doch ein wenig der Thrill gefehlt.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
PMelittaM zu »Andreas Eschbach: Teufelsgold« 19.09.2016
Hendrik Busske ist in Zürich, um ein Seminar über Finanzanlagen zu halten. In einem Antiquariat fällt ihm ein Buch ins Auge, das er nachdem er hineingelesen hat, gerne kaufen würde, es ist aber, laut Händler, bereits reserviert. Kurzerhand nimmt Hendrik es einfach heimlich mit. Fasziniert liest er die Geschichte, die vom Alchimisten John Scoro handelt, dem es gelungen ist, Gold zu erschaffen. Das erschaffene Gold ist allerdings sehr gefährlich, und erhält schnell den Ruf „Teufelsgold“ zu sein.

Hendrik hat nicht lange Freude an dem Buch, denn nur wenig später wird es ihm selbst gestohlen. Bei ihm wurde aber eine Saat gelegt, er baut Erkenntnisse, die er aus diesem und anderen Büchern geschöpft hat, in sein Seminar ein und hat damit großen Erfolg. Im Laufe der nächsten Jahre erhält er immer einmal wieder die Gelegenheit, weitere Dokumente über das Teufelsgold zu lesen. Aber nicht nur er hat Interesse an diesen Schriften und dem möglichen wahren Hintergrund.

Alchemie ist eine faszinierende Sache, die seit Jahrhunderten das Interesse der Menschen weckt, wer möchte nicht gerne Edles aus Unedlem erschaffen. Dass damit nicht nur die Umwandlung von unedlen Metallen in Gold gemeint sein muss, erfährt der Leser im Laufe des Romans.

Mit dem Thema Alchemie könnte ein spannender Roman zu lesen sein, vor allem wenn, wie hier, „Thriller“ auf dem Cover steht. Leider ist es hier nicht gelungen, der Roman ist in weiten Teilen weder spannend, noch bietet er Thrill, im Gegenteil, er hat sehr viele Längen. Das liegt u. a. daran, dass Hendriks Leben umfänglich geschildert wird, über Jahre erlebt man seine Entwicklung mit, vor allem seine berufliche. Leider ist Hendrik ein recht unsympathischer Zeitgenosse, so dass man als Leser kaum positive Gefühle für ihn entwickeln kann. Außerdem ist Hendrik auch noch eher langweilig, so dass es auch am Interesse fehlt. Da der Roman weitgehend aus Hendriks Perspektive erzählt wird, lernt man ihn recht gut kennen, die weiteren Charaktere jedoch weniger, sie bleiben relativ blass. Interessant sind nur wenige, dazu gehört für mich vor allem Adalbert, Hendriks Bruder, der am CERN forscht.

Erzählt wird, wie bereits erwähnt, vorwiegend aus Hendriks Perspektive, hin und wieder unterbrochen von Rückblicken in die Vergangenheit, dargestellt durch die verschiedenen Dokumente, auf die Hendrik trifft. Sehr gut gelungen ist Andreas Eschbach dabei die sprachliche Differenzierung, so dass tatsächlich der Eindruck entsteht, als würde man altertümliche Schriften lesen. Weitere, eher kurze Szenen, erzählen aus dem Blickwinkel zunächst geheimnisvoller Anderer. Trotz der oben erwähnten Längen lässt sich der Roman recht zügig lesen, steht man ihn bis zum Schluss durch erhält man ein Ende, das zumindest ich so nicht erwartet hätte, dass mich aber schnell doch überzeugt hat.

Wer einen klassischen Thriller erwartet, wird sicher enttäuscht sein, man muss sich nicht nur auf historische und phantastische Elemente einlassen, sondern auch mit einer weitgehend spannungs- und actionarmen Geschichte vorlieb nehmen. Historisch und phantastisch mag ich, so dass mich diese Bestandteile kaum schrecken konnten, im Gegenteil, mein Interesse weckten. Doch der Längen sind zu viele, etliche Seiten weniger hätten dem Roman womöglich gut getan – wer hätte gedacht, dass ich so etwas einmal schreiben würde. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte Fahrt auf, leider zu spät. Zudem krankt sie meiner Meinung nach – in allen Zeitebenen – an den Charakteren, für die ich wenig Gefühle entwickeln konnte und die mir daher relativ egal waren. Kein Mitzittern also, wodurch die Spannung noch mehr gedrückt wird. Wäre der Roman kein Pflichtbuch gewesen, hätte ich ihn womöglich vor dem Ende abgebrochen.

Insgesamt hat mich der Roman nicht überzeugen können, es gibt zwar interessante Szenen und die Genremischung finde ich gut, auch regt er zum Nachdenken an (was würde man alles für Reichtum tun, ist ewiges Leben erstrebenswert …), aber das reicht leider nicht aus. Mehr Spannung und eine gerafftere Handlung hätten der Geschichte gutgetan. So vergebe ich knappe 3 Sterne und eine Leseempfehlung allenfalls für Fans des Autors.
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