Die Rache des schönen Geschlechts von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
Originalausgabe erschienen 2002
unter dem Titel La Paura di Montalbano,
deutsche Ausgabe erstmals 2003
bei Lübbe.
210 Seiten.
ISBN-10: 3-7857-1540-4, ISBN-13: 978-3-7857-1540-6.
Übersetzt von Christiane von Bechtolsheim.
Ort & Zeit der Handlung: Sizilien, 1990 - heute.
'Die Rache des schönen Geschlechts' ist erschienen als
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In Kürze:
Commissario Montalbano hat es wirklich nicht leicht, denn trotz Fieberschüben und Gebirgskoller ist sein Einfallsreichtum überaus gefragt. Doch zum Glück gibt es immer ein paar Dinge, die seine gute Laune am Leben erhalten: das Meer vor seiner Haustür in Marinella, die Köstlichkeiten in der Trattoria San Calogero und – die Frauen. Was wäre die Welt ohne das schöne Geschlecht, dem sowohl Montalbano als auch der Sizilianer im Allgemeinen und überhaupt alle Männer irgendwie verbunden sind: intelligente Frauen, schöne Frauen – aber vor allem gefährliche Frauen, die auf Rache sinnen? Und Frauen rächen sich nicht irgendwie, sondern auf raffinierte Weise, giftig, mit spitzer Zunge und anderen – garantiert tödlichen – Waffen.
Das meint Krimi-Couch.de: »Hier zeigt sich, was einen großen Erzähler ausmacht«
Krimi-Rezension von Peter Kümmel
Das neueste Buch aus der Montalbano-Reihe ist eine Kombination aus den bisher in der Reihe erschienenen Romanen und Kurzgeschichten. »Die Rache des schönen Geschlechts« enthält neben den drei Kurzgeschichten
- Fieber
- A Hatful of Rain oder Ein Hut voll Regen
- Montalbano hat Angst
auch drei Erzählungen,
- Tödlich verwundet
- Das vierte Geheimnis
- Die Dinge im Dunkeln lassen,
die mit einem Umfang von jeweils etwa hundert Seiten schon fast Romanstärke erreichen.
Über den Inhalt der einzelnen Geschichten möchte ich nicht allzu viel verlieren, – denn davon steht in obigem Klappentext schon genügend – aber für reichlich Abwechslung ist gesorgt. Eine der Erzählungen führt Montalbano weit zurück in die Vergangenheit, zwei davon passen wunderbar zum Arbeitstitel »Rache des schönen Geschlechts«. Die Kurzgeschichten sind nicht direkt Krimis, haben aber allesamt eine schöne Pointe und führen den Commissario in die italienischen Berge und nach Rom.
Bekannt ist die Besetzung: Neben Catarello, dessen unfreiwillige Pointen nicht fehlen dürfen, sind natürlich auch Augello, Fazio und Galluzzo mit von der Partie. Die liebevoll-distanzierte Beziehung zu seiner Dauerverlobten Livia ist ebenso Thema wie das anziehende Wesen schöner Frauen auf Montalbano. Und die Köstlichkeiten, die dem Commissario von seiner Haushälterin Adelina und in der Trattoria San Calogero vorgesetzt werden, können wir mittlerweile auch schon erkennen, ohne im Anhang nachschlagen zu müssen. Daß dennoch bei dem sizilianischen Schriftsteller nie Langeweile aufkommt, liegt daran, dass einem seine Figuren mittlerweile vertraut geworden sind, man sich über ihre verschrobene Art amüsieren kann und immer irgendwo eine Überraschung auf den Leser wartet.
Wie es Camilleri schafft, auch auf nur wenigen Seiten zuweilen eine ausgefeilte Story auf die Beine zu stellen, die durchdacht ist und eine Pointe hat, daran kann sich manch anderer Autor ein Beispiel nehmen. Hier zeigt sich, was einen großen Erzähler ausmacht.
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| Luise zu »Andrea Camilleri: Die Rache des schönen Geschlechts« | 13.01.2010 |
|---|---|
| krimibee zu »Andrea Camilleri: Die Rache des schönen Geschlechts« | 14.12.2005 |
| rauchwarter stefanie zu »Andrea Camilleri: Die Rache des schönen Geschlechts« | 14.04.2005 |
| Marie zu »Andrea Camilleri: Die Rache des schönen Geschlechts« | 09.04.2005 |
| Martin zu »Andrea Camilleri: Die Rache des schönen Geschlechts« | 17.10.2003 |

