Die Mühlen des Herrn von Andrea Camilleri

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1999 unter dem Titel La mossa del cavallo, deutsche Ausgabe erstmals 2000 bei Wagenbach.

  • Mailand: Rizzoli, 1999 unter dem Titel La mossa del cavallo. 247 Seiten.
  • Berlin: Wagenbach, 2000. Übersetzt von Moshe Kahn. ISBN: 3803131480. 219 Seiten.
  • Berlin: Wagenbach, 2001. Übersetzt von Moshe Kahn. ISBN: 3803130581. 219 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2002. Übersetzt von Moshe Kahn. ISBN: 3-596-15125-2. 206 Seiten.

'Die Mühlen des Herrn' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

In Camilleris berühmt-berüchtigtem Sizilien soll ein neuer Inspekteur aus Rom die fiskalischen Einnahmen aus den Mühlenbetrieben kontrollieren. Die Suche nach den Drahtziehern einer umfassenden Steuerhinterziehung erweist sich als hochexplosiv. Ein gerissener Mafiosi, ein eifriger Inspekteur, ein gieriger Pfarrer und eine schöne Witwe: ein jeder will etwas anderes. Doch alle verwickeln sich in einem Netz aus Korruption, mafiosen Intrigen, Sprach- und Liebesverwirrungen.

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Matthias müller zu »Andrea Camilleri: Die Mühlen des Herrn« 11.06.2012
Ein wunderbares Beispiel wie eine Intrige geplant und durchgeführt wird. Ob es heute so ganz anders ist? Im Prinzip wohl kaum.
Die personellen Zusammenhänge im Dorf, wer mit wem, wann und was, sind ebenfalls prächtig geschildert und lassen fragen, ob es auch "normale Bezieheungen zwischen Bewohnern" gibt.
mira23 zu »Andrea Camilleri: Die Mühlen des Herrn« 02.10.2007
Obschon ich beim ersten Lesen des italienischen Originals die Stellen in genuesischer Mundart kaum verstanden habe, gewann ich dadurch den wirklichen Eindruck vom Aufeinandertreffen zweier unterschiedlichen Welten und Gesellschaftsstrukturen: der norditalienischen verkörpert durch Giovanni Bovara, den Hauptinspekteur der Mühlen, und der sizilianischen in seinem Arbeitsumfeld. Fast kam es mir vor, als wäre die deutsche Übersetzung nur ein Schwarzweiss-Abzug des farbigen Originals; trotzdem, auch in deutscher Sprache ein höchst lesenswerter, anekdotenhafter Roman zu den Zuständen im alten mafiösen Sizilien.
Hans zu »Andrea Camilleri: Die Mühlen des Herrn« 20.11.2005
Amüsant zu lesen, wird in kurzweiliger Weise aufgezeigt, wie im Sizilien des 19.Jhdt. Recht interpretiert, gebeugt und dann doch manchmal auch 'gesprochen' wird.
Die Charaktere werden glaubhaft und lebendig geschildert, die Geschehnisse sind nachvollziehbar und geben einen Einblick in die silzilianische (mafiöse) Denkungsart jener Zeit.


Es ist weniger ein Krimi, vielmehr eine Farce.
Wären die geschilderten Ereignisse nicht so kriminell und brutal, so könnte es auch ein Schelmenroman sein...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Heidi_Bojangles zu »Andrea Camilleri: Die Mühlen des Herrn« 30.05.2004
Besonders spannend wird dieser Krimi gegen Ende, als der eingentliche Ermittler zum Mordverdächtigen wird und sich seinerseits vor der Polizei verantworten muss.
Die "Akten", die Teile des Romans bilden, sind ein guter Einfall Camilleris die Vetterwirtschaft und Verbohrtheit der Sizilianer darzustellen. Teilweise bleibt einem da das Lachen im Halse stecken...
Andrea zu »Andrea Camilleri: Die Mühlen des Herrn« 12.08.2003
Bin zwar noch nicht ganz durch, aber es ist nicht schlecht, allerdings anders als die Montalban-Reihe. Mit viel Witz geschrieben, skuriile, gut charakterisierte Typen. Die Sprache ist zum Teil gewöhnungsbedürftig (die Geschichte spielt Ende des 19.Jh.), aber sie macht auch einen Reiz dieses Buches aus. Spannend wird es nur dadurch, weil man wissen möchte, ob und wie der "Held" die ganzen Verwicklungen aufklärt, die dem Leser von Anfang an klar sind. Nett für zwischendurch.
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