Poeler Pokale von André Bawar

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 bei Emons.
Ort & Zeit der Handlung: Deutschland / Wismar, 1990 - 2009.

  • Köln: Emons, 2011. ISBN: 978-3897058064. 240 Seiten.

'Poeler Pokale' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Im »Café Queen« in Schwerin soll das WMFinale von 2006 manipuliert worden sein. Ob Wahrheit oder Spekulation, die Auswirkungen spürt man in Mecklenburg-Vorpommern noch heute. Doch erst einmal müssen sämtliche Fußballpokale des SC Ankerwinde Wismar auf mysteriöse Weise verschwinden und der alte Platzwart in den Scherben der Vereinsvitrine liegen, bevor der Ball der Erkenntnis ins Rollen kommt. Oberkommissar Ole Hansen und seine neue attraktive Assistentin Inga sitzen den Tätern dicht im Nacken, müssen aber erstmals die heimische Mecklenburger Ostseeküste verlassen, wenn sie diesen fußballverrückten Fall lösen wollen.

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Silke Rackow zu »André Bawar: Poeler Pokale« 30.07.2011
Toll zu lesen. Und das nicht nur im Strandkorb. Einer der schrägsten Krimis, die ich kenne. Die Protagonisten sind allesamt unattraktiv bis schusselig. Oft überschreiten sie die Grenze zum Wahnsinn deutlich. Das wirkt meistens sehr komisch. Alles andere als ein klassischer Kriminalfall also. Eher gehts darum, jeden Ernst zu sabotieren. Erst im letzten Drittel entwickelt sich so was wie Gänsehaut. Ich weiß (noch) nicht warum, aber diese Geschichte hat Kultpotential!
Klecks zu »André Bawar: Poeler Pokale« 13.05.2011
Die Vereinspokale geklaut, der Platzwart erschlagen, die leicht debilen Jensen-Brüder schwören Rache und begeben sich auf einen Höllenritt quer durch Norddeutschland und Dänemark.
Pointiert jagt Bawar durch die Niederungen des Ostseeküstenfußballs. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund. Da wird gefurzt, geflucht, gefickt. Ein derber Krimispaß, da bleibt kein Auge trocken.
Kommissar Hansen muß den Raubmord aufklären und gleichzeitig das verschlagene Brüder-Trio aufhalten. Sein bislang turbulentester und seltsamster Fall. Ohne zuviel verraten zu wollen: ein Freund italienischen Catenaccios ist der Autor nicht. Aber damit ist er bekanntlich nicht allein.
Eine Krimikomödie, die in ihrem Verlauf eigentlich zu einer Tragödie wird.
Mrs. Stringer zu »André Bawar: Poeler Pokale« 03.05.2011
Der Erfinder des absurden Küstenkrimis hat wieder zugeschlagen. Einmal mehr dreht sich vieles um die Kommandantur in Wismar, Kommissar Hansen samt neuer Assistentin und natürlich Fischbrötchen satt. Nur wird dieser Fall aus der Sicht dreier Brüder erzählt, die das Gesetz in die eigene Hand nehmen. Mit gehöriger Portion norddüütschem Humor versteht es der Autor mehrere Genre zu einem kurzweiligen Roman zu verquicken: Tragikomödie, Fußballsatire, Milieustudie und natürlich Krimi. Selten wurden Verbrechen so beiläufig erzählt, als wären sie das Normalste von der Welt, selten habe ich über das Verderben so herzhaft lachen können. Dass es nicht immer konsequent logisch zugeht, sei verziehen und macht auch ein Stück weit den Charme der Erzählweise aus. Das ist sehr gute Unterhaltung!
Ulrike Thal zu »André Bawar: Poeler Pokale« 01.05.2011
Die Fußballmannschaft von Ankerwinde Wismar kehrt erfolgreich vom Danske-Tilsiter-Turnier auf der dänischen Insel Aerö heim in ihre Hansestadt. Im Vereinsheim ist der Platzwart erschlagen und die wertvollen Pokale sind allesamt gestohlen worden. Das wollen die Brüder Horst, Hannes und Heiner Jensen nicht der Polizei überlassen. Sie schwören Rache und schwärmen aus - auf eine irrwitzige Odyssee entlang der Ostseeküste.
Die Geschichte ist locker und flüssig geschrieben - mit vielen direkten und indirekten Zitaten aus der Welt des Films und des Fußballs. Was das Trio auf ihrem Trip erlebt, welchen schrägen norddeutschen Gestalten sie begegnen, das ist unglaublich kauzig und angenehm chaotisch. Ein echtes Lesevergnügen also. So weit, so gut, so halbwegs realistisch.
Doch dann beißt der Ich-Erzähler ins Gras und der Roman von Andre Bawar erklimmt eine Ebene, die jenseits vom Diesseits ist. Wie dieser Fall gelöst wird, das ist phantastisch, bizarr und vor allem erfrischend eigenwillig. Großes Kino zwischen zwei Buchdeckel!
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