Leichte Beute von Allison Brennan

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2005 unter dem Titel The Prey, deutsche Ausgabe erstmals 2007 bei Diana.

  • New York: Ballantine Books, 2005 unter dem Titel The Prey. 480 Seiten.
  • München: Diana, 2007. Übersetzt von Edith Walter. ISBN: 978-3-453-35169-1. 480 Seiten.

'Leichte Beute' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Drei tote Frauen lassen für die Bestsellerautorin Rowan Smith einen Alptraum wahr werden. Denn die Opfer dieser Mordserie mussten so sterben, wie sie es in ihren Romanen beschrieben hat. Als ehemalige FBI-Agentin sucht Rowan mit der Polizei nach Hinweisen im Umfeld ihrer ungelösten Fälle. Doch John Flynn, der als Bodyguard zu Rowans Bewachung angeheuert wurde, ahnt, dass sie wichtige Informationen zurückhält. Rowan schweigt hartnäckig. Dann schickt der Killer ihr weiße Lilien und die abgeschnittenen Zöpfe eines Mädchens. Und die Botschaft versteht nur sie allein: Jedes einzelne Opfer musste sterben, weil sie noch am Leben ist …Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – denn der Mörder kommt seiner Beute immer näher.

Das meint Krimi-Couch.de: »Ein gelungenes Debüt!« 75°

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

Sieben Jahre war Rowan Smith beim FBI, doch vor vier Jahren gab sie unmittelbar nach dem Aufsuchen eines Tatortes ihren Job auf und arbeitet seitdem erfolgreich als Bestsellerautorin. Damals soll Karl Franklin seine Familie und anschließend sich selber umgebracht haben, allerdings deuteten einige Anzeichen darauf hin, dass Franklin vor seinen Angehörigen starb. Bis heute ist der Fall nicht abgeschlossen.

Als eine zwanzigjährige Kellnerin namens Doreen Rodriguez ermordet und in einer Mülltonne vor einem italienischen Cafe gefunden wird, ist Rowan entsetzt, denn alles, vom Namen der Toten bis hin zum letzten Detail des Tathergangs, entspricht exakt dem Mordfall, welcher in ihrem ersten Roman geschildert wurde. Da zudem ein Exemplar ihres Romans am Tatort hinterlegt wurde, glaubt das FBI, dass der Mordfall mit einem von Rowans alten Fällen oder gar mit ihr selbst zu tun haben muss. Zu ihrem Schutz wird Michael Flynn angeheuert, der zusammen mit seinem Bruder John als Bodyguard arbeitet. Wenig später geschehen zwei weitere Morde, die ebenfalls identisch mit ihren Romanhandlungen sind.

John Flynn, der sich mittlerweile ebenfalls in die Beschützung Rowans eingeschaltet hat und sich wie sein Bruder Michael zunehmend zu Rowan hingezogen fühlt, erkennt ebenfalls recht bald, dass die Lösung des Falles in Rowans Vergangenheit zu suchen ist, zumal diese in Albträumen immer wieder den Namen »Dani« erwähnt. Da sich Rowan jedoch weigert über ihren Lebenslauf zu reden, ermitteln die Brüder auf eigene Faust und stellen mit Hilfe ihrer Schwester Tess, einer Computerexpertin, fest, dass Rowan in ihrer Kindheit ihren Namen geändert hat und zudem beim stellvertretenden FBI-Chef Roger Collins aufgewachsen ist. Auch der gesuchte Mörder scheint Rowans Kindheit bestens zu kennen, denn er lässt ihr einen Strauss Lilien zukommen – in Anspielung auf Rowans richtigen Kindernamen Lily …

Der Spannungsbogen ist nahezu durchgehend auf hohem Niveau.

»Alle Frauen sterben so, wie es Bestsellerautorin Rowan Smith in ihren Romanen beschrieben hat.« Nimmt man allein diesen Satz als Inhaltsangabe wird einem zunächst etwas flau in der Magengegend, denn exakt die gleiche Idee lag bereits Val McDermids Die Erfinder des Todes zu Grunde. Doch Entwarnung, denn Allison Brennan geht ihren eigenen Weg. Leichte Beute ist alles andere als eine Kopie des vorgenannten Werkes und noch dazu ein erstaunlich starkes Debüt!

Zunächst überzeugt der Plot auf weiter Linie und kann fast durchgehend eine hohe Spannungskurve halten. Dies ist umso erstaunlicher, da bereits nach knapp 300 Seiten klar ist, wer sich hinter dem geheimnisvollen Mörder verbirgt und ab hier noch gut 180 Seiten zu bewältigen sind. Auch wenn der Showdown einige kleinere Längen hat, so werden doch alle aufgezeigten Handlungsstränge sauber aufgelöst. Lediglich die viel zu dick aufgetragene, nervige Love-Story strapaziert den Lesegenuss erheblich ebenso wie das dilettantische Verhalten der FBI-Leute und sorgt für klare Punktabzüge. Die Charaktere werden ausführlich dargestellt, was insbesondere auf die beiden Protagonisten Rowan und John zutrifft, und schaffen somit ein hohes Identifikationspotential bei dem Leser bzw. der Leserin. Gerne wünscht man den beiden weitere Fälle und so ist es zunächst einmal eine gute Nachricht, dass beim Diana-Verlag bereits weitere Romane der Autorin in Vorbereitung sind.

Auch für Freunde skandinavischer Romane einen Blick wert.

Da sowohl Rowan als auch John schon einiges in ihrem Leben mitmachen mussten, können sich an diesem eigentlich eher typisch amerikanischen Roman womöglich auch Freunde skandinavischer Krimi-Kost erfreuen. Die Auflösung von Rowans Kindheitserlebnissen hat es jedenfalls in sich, wobei diese noch in der Gegenwart einige überraschende Wendungen erfahren.

Hohe Spannung, gute Charakterbildungen und ein flüssiger Schreibstil. Was manchen gestandenen Routiniers nicht immer gelingt, bewältigt die Debütantin Allison Brennan problemlos. Sollte sie dieses Niveau in ihren weiteren Romanen halten können, wird man von ihr noch viel hören (und lesen).

Jörg Kijanski, September 2007

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KaDeVau zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 11.04.2011
"Mein" erster Krimi dieser Autorin und ich war gefesselt. Auch wenn manche meiner Vorredner(innen) der Meinung waren, dass es sich eher um einen Frauenkrimi handelt, war ich das auch als Mann.
Als Krimifan habe ich schon viele Krimis verschlungen, aber das war der erste Roman, bei dem ich in der S-Bahn sitzend meinen Bahnhof vergessen habe und zu weit gefahren bin.
Sie schreibt sehr flüssig und für mich sehr detailliert beschrieben. Ich bin ein Leser, der immer sehr realistische Vorstellungen entwickelt, wie Figuren und Handlung aussehen. (Deshalb bin ich oft enttäuscht, wenn Romane verfilmt werden und die Schauspieler meinen Vorstellungen so gar nicht entsprechen).
Ich werde auf jeden Fall von dieser tollen Autorin noch mehr lesen. Sie fesselt mich und schreibt sehr spannend.
Wäre z.B. der Krimi "Kind 44" nur halb so spannend geschrieben - ich hätte auch den fertig gelesen.
Also Allison Brennan - sehr lesenswert!!!
Lexi1001 zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 14.03.2011
Ein gutes Buch doch leider störten mich die Liebesszenen von John und Rowan. Das brauche ich nicht unbedingt. Ein klein wenig ist ja nicht schlimm-aber das war mir zu viel.
Da sonst das Buch gut war habe ich einfach die 2 x 5 Seiten überschlagen und siehe da das Buch war gut zu lesen.
Man weiss zwar schon vorher wer der Bösewicht ist, aber trotzdem spannend.
Beth90 zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 01.06.2010
Ein absolut spannendes und sehr empfehlenswertes buch!!!
wer dies nicht liest, ist selber schuld...
ich habe hier nach kommentaren geucht, bevor ich mir das buch gekauft habe und ich danke den anderen für ihre guten Kritiken!!
mir gefällt auch sehr die intensive, erotische geschichte zwischen autorin und bodyguard, man kann sich förmlich reinversetzen, quasi mitühlen :-)
also für FRAUEN ist es ein MUSS...aber für die männer natürlich auch...
also leute, sehr zu empfehlen, also kauft es euch, ihr werdet euch sonst ärgern ;-)
liebe grüße
0 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Mariahsjack zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 26.05.2010
Super Spannend! Mir hat es sehr gut gefallen. Toller Schreibstil, sympatische Charakte und grausame Morde. Allerdings merkt man, das es schon eher ein Thriller für Frauen ist. Denn hier kommt auch Liebe, Sex und Eifersucht vor. War mir leider etwas zu viel aber noch OK. Bin schon gespannt auf den nächsten Thriller von Frau Brennan
Leselady zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 03.05.2009
Also ich muss sagen von einem guten Thriller erwarte ich mir mehr :-(
Ich war am Anfang schon drauf und dran,
das Buch abzubrechen,habe es aber dann doch nicht getan,zum Glück,denn auf den letzten Seiten wird das Buch dann doch wirklich noch spannend.Aber was mich störte waren ellenlange Seiten über detailliert beschriebene Sexszenen und Eifersüchteleien,sowas brauch ich in einem Thriller nun wirklich nicht!Aber da es mich zumindest am Ende doch noch gefesselt hat gebe ich 50°
MSutchy zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 14.04.2009
Also gleich zu Beginn… Das Buch ist ein typischer Frauen-Thriller… und für Krimi-Liebhaber daher nur bedingt zu empfehlen. Aus diesem Grund gibt es auch diese widersprüchlichen Meinungen zu diesem Buch. Man ist entweder total begeistert, oder total enttäuscht.
Ich bin ersteres…Mein Tipp: Seht euch genau den Klapptext an!
Leute, wenn ihr euch vergreift, muss man nicht gleich das Buch schlecht machen!
Bei A.Brennans Büchern gibt es in der Regel verschiedene Handlungsstränge, die die Protagonisten zum Agieren bringen. IdR sind das zum Ersten Erlebnisse -zT sehr sehr schreckliche Erlebnisse- aus der Vergangenheit der Hauptakteure, die zum Zweiten die Beziehung der Figuren zueinander prägt und die dann schließlich in einer Liebesbeziehung endet.
Zum Dritten gibt es einen ‚aktuellen Fall’, durch den die Charaktere sich treffen.
Ich muss sagen, zumindest mir gefällt diese Mischung, denn dadurch wird es einfach nie langweilig.
Der Mordfall ist in die härtere Kost einzuordnen, ist spannend und macht neugierig. Die Mordserie, die eigentlich auf Morde aus Büchern basiert… Das klingt nicht nur, sondern ist tatsächlich sehr interessant. Zumal es teilweise um Morde aus einem Manuskript geht, das ja nicht jede Figur zur Hand hat.
Außerdem ich gebe es ja zu, ich bin ein Fan von FBI-Profiler und Kriminalpsychologen. Mir macht es nichts aus, wenn da und hier von verschieden Behörden gesprochen wird, oder es zu Streitigkeiten über Zuständigkeiten, oder auch mal um die Vorschriften bzw. der Zusammenarbeit kommt. Einem anderen Leser geht das vielleicht auf die Nerven – und ich kenne da jede Menge.
Und auch die Liebesbeziehung mag ich. Stellenweise sind die ein wenig zu oft, ich geb’s ja zu, aber ich verspreche euch, dass legt sich in den Nachfolge-Büchern. Außerdem wie og passen die Personen meist sehr gut zusammen, weil sie ähnliche Erlebnisse verarbeiten müssen. Meist leidet der ein oder andere vor sich hin und erkennt erst spät, dass er eigentlich nicht allein ist und auch andere schreckliche Verluste hinnehmen mussten.
Die Figuren überzeugen mich und sind, gerade wegen ihrer düsteren Vergangenheit, gut geschrieben und man kann nicht anders, man muss einfach mit ihnen mitfühlen.
Dann ist da ja auch noch, besonders in diesem Buch, diese tolle Dreiecksbeziehung. Da muss man einfach weiterlesen, um zu sehen, wie es endet. Und Respekt die Autorin traut sich auch mal einen der ‚Guten’ sterben zu lassen. Es ist eben nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen im Leben.
Diesem gesamten Mix ist es zu verdanken, dass ich so gefesselt von dem Buch war und es regelrecht verschlungen habe.
Das zweite Buch der Autorin kam gar nicht erst auf meinen Merkzettel, ich hab es gesehen und sofort gekauft, denn wer weiß, ob es in ‚meinem’ Buchlanden auch vorrätig war!!!

Schade ist, dass die KC es leider noch nicht geschafft hat, die Bücherliste der Autorin zu aktualisieren. Ich lese gerade Buch Nr. 3 und auch das zweite Buch, das beste von A.B. aus meiner Sicht, hätte ich auch gerne kommentiert.

MSutchy
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
gerlinde zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 20.02.2009
Ich finde das Buch sehr spannend geschri eben, mich störrt die Gefühlsduselei nicht, sie gehört für mich dazu,da kann ich hinterher besser schlafen.Es ist eine gute Mischung für weibliche Leserinnen.
Habe auch den zweiten Band "Lauf od.stirb"
vor einiger Zeit gelesen u.der hatte mich schon gefesselt.
Leo81 zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 15.11.2008
Ich war erst ein bißchen skeptisch, aber dann hatte ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen. Ich finde das Buch richtig klasse. Eine tolle Mischung aus Spannung, Liebe und Leidenschaft. Der richtiger Thriller für Frauen. Bei diesem Buch konnte ich alles um mich herum vergessen...Toll! Kann ich nur weiter empfehlen!
Tessa zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 28.07.2008
Zur Zeit bin ich gerade dabei Brennans zweites Buch zu lesen. Zwar muss ich zugeben, dass die häufigen Gefühlsduseleien bei "Leichte Beute" sehr nervig waren, doch sie haben keineswegs der Spannung geschadet. Ich konnte das Buch beinahe nicht mehr aus der Hand legen, auch nicht, als ich erfuhr wer der Mörder war. Es war wirklich mal wieder ein Thriller wo man nicht so einfach errät, wer der Verbrecher ist und aus welchen Gründen!
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Leselady zu »Allison Brennan: Leichte Beute« 15.05.2008
Also ich muss sagen von einem guten Thriller erwarte ich mir mehr :-(
Ich war am Anfang schon drauf und dran,
das Buch abzubrechen,habe es aber dann doch nicht getan,zum Glück,denn auf den letzten Seiten wird das Buch dann doch wirklich noch spannend.Aber was mich störte waren ellenlange Seiten über detailliert beschriebene Sexszenen und Eifersüchteleien,sowas brauch ich in einem Thriller nun wirklich nicht!Aber da es mich zumindest am Ende doch noch gefesselt hat gebe ich 50°
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