Hundstage von Alicia Giménez-Bartlett

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1997 unter dem Titel Dia de Perros, deutsche Ausgabe erstmals 2001 bei Unionsverlag.
Ort & Zeit der Handlung: Spanien / Barcelona, 1990 - 2009.
Folge 2 der Petra-Delicado-und-Fermín-Garzón-Serie.

  • Barcelona: Grijalbo, 1997 unter dem Titel Dia de Perros. 283 Seiten.
  • Zürich: Unionsverlag, 2001. Übersetzt von Sybille Martin. ISBN: 3293201962. 316 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: BLT, 2004. Übersetzt von Sybille Martin. ISBN: 3-404-92162-3. 384 Seiten.

'Hundstage' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Zwischen Inspectora Petra Delicado und Subinspector Fermín Garzón aus Barcelona herrscht dicke Luft. Die eigenen Beziehungstangos bereiten ihnen Kopfzerbrechen, beide verlieben sich in die falschen Partner, und beide haben gute Gründe, sich gegenseitig zur Hölle zu wünschen.
Aber dann wird ein Mann erschlagen, und als einzigen Zeugen gibt es nur einen zotteligen Hund. Das ungleiche Paar muss trotz allem die Zusammenarbeit meistern und beginnt, im dubiosen Milieu seltsamer Hundeliebhaber zu ermitteln.

Ihre Meinung zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage«

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Michaela Leineweber zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 20.07.2017
Sehr schönes Buch. Die Beziehung zu Kommissarin Delgado und Garzon ist super. Es wird von Seite zu Seite spannender und läasst sich sehr gut lesen. Man gewinnt für beide Inspektoren grosse Sympahtie. Besonders ihr Wiskykonsum erheitert mich sehr. Eine schöne Lektüre für den Sommerurlaub am Strand. Ich werde auf jeden Fall weitere Romane von den beiden lesen.
Jossele zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 08.01.2015
Der zweite Fall von Petra Delicado und Fermin Garzon gefiel mir schon deutlich besser als der erste. Die Kommissarin hat sich von ihrem aufgesetzten Feminismus verabschiedet und lässt sich sogar auf einen Mann ein. Gut gefallen hat mir die Schilderung der Ermittlungen, die eben wie in der Realität auch erstmal ins Leere laufen können und sich am Ende dann doch sinnvoll entwirren. Dass die Autorin ihre Ermittler ein ausführlich geschilderte Privatleben haben lässt, finde ich auch positiv. Allerdings sind die Figuren noch immer recht holzschnittartig konzipiert und den oft von einem Extrem ins andere fallenden Gedanken und Gefühlen der Ermittlerin Delicado konnte ich nicht so recht folgen. Das erinnert mich zu sehr an eine pubertierende Jugendliche und nicht an eine gestandene Frau. 70°
pETRA zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 20.03.2012
Ja das ist ein sehr ausgefallenes Buch, dass sich ausgezeichnet als Schullektüre lesen lässt und vor allem als Vorbereitung für Barcelona dient. Ich wünsche allen ander Lehrern sehr viel Erfolg mit der Wahl dieses hervorragenden Buches. Besonder für Schüler der Gesamtschule Kaiserplatz eignet es sich.
Stefan83 zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 24.05.2009
Nach dem über lange Strecken doch arg zähen Vorgänger, hatte ich meine Zweifel bezüglich des zweiten Teils, welche sich aber bereits kurz nach Beginn der Lektüre ziemlich schnell verflüchtigten.

"Hundstage", Alicia Giménez-Bartletts zweiter Band aus der Reihe um die Inspectora Petra Delicado und Subinspector Fermín Garzón, kommt doch um einiges spannender daher, wenngleich auch hier vielschichtige Beziehungskisten der Hauptprotagonisten erneut einen Großteil der Story beanspruchen. Ein reiner Kriminalroman im klassischen Sinne ist es dadurch also nicht mehr, was der erzählten Geschichte jedoch keineswegs schadet, sondern sie vielmehr extrem amüsant und glaubhaft macht. Die Story sei hier kurz angerissen:

Petra Delicado und Fermín Garzón haben nicht viel Zeit sich auf den zuletzt erworbenen Lorbeeren auszuruhen und bekommen ein weiteres Mal einen Fall übertragen, der auf den ersten Blick alles andere als viel versprechend und Karriere fördernd aussieht. In den Straßen Barcelonas wird ein ziemlich heruntergekommener Typ brutal verprügelt aufgefunden und auf die Intensivstation verbracht. Seine Identität ist aufgrund fehlender Personalien unklar. Alles deutet auf einen Racheakt oder die Abrechnung unter zwei Kleinkriminellen hin. Der einzige Zeuge der Tat ist der Hund des Verprügelten, eine äußerst hässliche kleine Promenadenmischung, welche Petra Delicado kurzerhand bei sich aufnimmt und aufgrund seiner Erscheinung "Schreck" tauft. Kurze Zeit später erliegt das Opfer den Verletzungen und der Fall gewinnt eine neue Dimension. Nun ermitteln Petra und Fermín in einem Mordfall. Und Schreck ist der einzige, der zur Lösung des Falles beitragen kann, der sich schließlich im Laufe der weiteren Untersuchungen als wesentlich tiefgehender erweist, als anfangs angenommen...

Hatte Bartlett im ersten Band "Gefährliche Riten" noch nicht das richtige Mischungsverhältnis zwischen Krimi und Beziehungsblabla gefunden, gelingt ihr das nun umso besser. Ohne damit den Spannungsaufbau zu beeinträchtigen, schildert die Autorin das private, nicht selten Problembelastete Leben der zwei Ermittler, welche man mit ihren Schrullen und Macken einfach nur lieb gewinnen muss. Während Petra sich kurzerhand mit einem Tierarzt in ein lang vermisstes Liebesabenteuer stürzt, entwickelt sich der sonst so unscheinbare Fermín zum Don Juan, und lässt parallel gleich zwei amouröse Abenteuer laufen. Die Folgen lassen natürlich nicht lange auf sich warten und sorgen für oftmalige Erheiterung beim Leser.

Nebenher drehen die zwei wieder mal jeden Stein um, verfolgen jede erdenkliche Spur und entwirren nach und nach die anfangs im Verborgenen liegenden Motive des Mordes. Die Auflösung selbst vermochte mich dann persönlich nicht vom Hocker zu hauen, was ich der Autorin aber nachsehe, die mich über gut 350 Seiten gut und kurzweilig unterhalten hat.

Insgesamt ist "Hundstage" ein unterhaltsamer, sehr menschlicher Kriminalroman, der einen gewissen Querschnitt durch die spanische Gesellschaft vollzieht und vor allem von den zwei sympathischen Hauptfiguren lebt. Ein Krimi für den Sommerurlaub, der sich aber deutlich an einem weiblichen Lesepublikum orientiert. Band 3 werde ich (Mann), dennoch lesen.
6 von 8 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sonja Marti zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 11.12.2007
Das Buch hat mich nicht wirklich überzeugt. Zwar ist es ja ganz lustig, die amourösen Verwicklungen der Inspectora und ihres Gehilfen zu verfolgen. Der Fall aber ist eher langweilig. Bereits nach wenigen Seiten wusste ich, in welche Richtung der Fall gehen wird, bloss die Ermittler brauchen dafür unendlich lange und dümpeln auf falschen Spuren herum. Am Schluss kommt dann noch ein klein wenig Spannung auf, bis man weiss, wer von den zwei Verdächtigen was angestellt hat. Ansonsten eher langweilig.
Gabriel zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 19.08.2005
Mein Lieblingsfall von Petra Delicado. Genial wie Giménez Bartlett die Kriminalgeschichte mit den privaten Erlebnissen der Inspektorin und des Subinspektors verquickt und damit die Lesenden bei der Stange hält. Kurzweilige Story mit überraschenden Wendungen. Viel originellere Handlung als der Erstling.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Inez zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 01.06.2005
Die Story überzeugte mich mehr als die in "Gefährliche Riten" aber wieder hält Alicia Gimenez-Bartlett die Leser mit langwierigen und kleinteiligen Ermittlungen hin - vielleicht ist es auch nicht schlecht, einmal mit wahrscheinlich sehr realitätsnaher Polizeiarbeit konfrontiert zu werden - wobei mich die ausladenden Essens- und Kafeepausen (als Deutsche) wieder etwas irritiert haben - aber auch so kann man andere Kulturen kennenlernen!
Diesmal konnte ich zumindest etwas mit dem Ermittlerpaar anfangen - die Dialoge sind frech und passend, obwohl ich mir wünschen würde, daß Petra etwas feinfühliger mit ihren Lovern umgehen würde...
Andrea aus Köln zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 23.05.2005
Habe mir im letzten Jahr für den Urlaub die ersten beiden Fälle gekauft.Im Nachhinein kann ich es nicht glauben,aber ich kam einfach nicht in die Geschichte.Gab mich nach ein paar Seiten schon geschlagen und legte es weg.Ich nehme an dass ich von den skandinavischen Krimis infiziert war die ich davor las.Habe vor kurzem nochmals den ersten Fall zur Hand genommen,und oh Wunder ich konnte fast nicht aufhören.Mitlerweile bin ich beim zweiten Fall und weiss jetzt schon,dass die nächsten folgen werden.Einfach gut.
Uta zu »Alicia Giménez-Bartlett: Hundstage« 19.05.2005
Unterhaltsam sind die Verschiedenheit von Garzón und Petra Delicado und die daraus entstehende Wortgefechte. Allerdings wirkt die Inspectora zunehmend selbstherrlich und anmaßend, was im Hinblick auf ihre eigene Lebensphilosophie und ihre Unfähigkeit, emotionale Bindungen einzugehen, manchmal verwundert. Es wirkt unpassend. Die Krimireihe wird oft als besonders anspruchsvoll hervorgehoben, was sicher auch auf die sozialkritischen Themen zurückzuführen ist, aber einen richtigen Draht zu dieser Figur habe ich nach den ersten beiden Krimis nicht bekommen. Bei vielen Reihen ist man auf das nächste Buch gespannt, weil man an den Figuren und ihrer weiteren Entwicklung interessiert ist. Diese Neugier vermisse ich hier.
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