Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe von Alexander McCall Smith

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2002 unter dem Titel The Kalahari Typing School for Men, deutsche Ausgabe erstmals 2005 bei Ehrenwirth.
Ort & Zeit der Handlung: Botswana, 1990 - 2009.
Folge 4 der Mma-Ramotswe-Serie.

  • Edinburgh: Polygon, 2002 unter dem Titel The Kalahari Typing School for Men. ISBN: 0748663274. 204 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Ehrenwirth, 2005. Übersetzt von Michael Kubiak. ISBN: 3-431-03456-X. 252 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2006. Übersetzt von Michael Kubiak. ISBN: 978-3-404-15517-0. 252 Seiten.
  • Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 2007. Übersetzt von Michael Kubiak. ISBN: 978-3-404-15761-7. 252 Seiten.

'Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe' ist erschienen als HardcoverTaschenbuch

In Kürze:

Mma Ramotswe hat Konkurrenz bekommen. Bisher betrieb sie das einzige Detektivbüro in Gabarone, der Hauptstadt Botswanas. Ein paar Straßen weiter stellt nun jedoch ein ehemaliger Polizist ebenfalls seine Dienste als Privatermittler bereit. Und dieser Mann macht Mma Ramotswe das Leben schwer: Ein Macho, wie er im Buche steht, einer, der in Johannisburg und New York gelebt hat, und somit glaubt zu wissen, was die Welt bewegt …Aber keine Frage: Mma Ramotswe weiß sich zu helfen. Am Ende empfiehlt sie ihm eine Fahrschule  »Lerne Autofahren mit Jesus« zu eröffnen …Zwischenzeitlich gründet die Hilfsdetektivin Mma Makutsi eine Schreibmaschinenschule für Männer …

Das meint Krimi-Couch.de: »Garantiert entkoffeiniert« 50°

Krimi-Rezension von Sabine Reiss

Botswana als Schauplatz für einen Krimi ist sicherlich ungewöhnlich und auch der Beruf der Protagonistin ist nicht ganz alltäglich gewählt: Mma Ramotswe ist Detektivin. Seit der Gründung der No.1 Ladies’ Detective Agency ist einige Zeit vergangen und sie hat ihr Büro in die Autowerkstatt ihres Verlobten J.L.B. Matekoni verlegt, um Mietkosten zu sparen. Abgesehen davon hat ihre Sekretärin, pardon die zweite Detektivin, Mma Makutsi als Werkstattleiterin ausgeholfen, als dieser krank war. Diese kleine Symbiose birgt eine Menge Vorteile in sich, denn die Zeiten für Detektive sind momentan nicht gerade rosig.

Da fehlt es gerade noch, dass männliche Konkurrenz in Gestalt einer weiteren Detektivagentur am Horizont auftaucht, die zudem noch damit wirbt, dass es am besten sei, heikle Angelegenheiten in die erfahrenen Hände eines Mannes zu legen. Als die beiden Damen jedoch ihrem Konkurrenten auf den Zahn fühlen, vermuten sie bald, dass hinter seinen Referenzen nur heiße Luft steckt. Allerdings sind beiden doch in erheblichem Maße voreingenommen. Weil Mr. J.L.B. Matekoni und Mma Ramotswe sich für ihre Angestellte nicht gerade ein fürstliches Gehalt leisten können, leidet Mma Makutsi unter kronischem Geldmangel. Daher kommt sie auf die Idee, Schreibmaschinenkurse für Männer zu geben. Derweil löst ihre Chefin die Probleme eines Klienten.

Spannungsbarometer = Null

Mit dem vorliegenden Buch hat Alexander McCall Smith bereits den vierten Band seiner Serie vorgelegt. Das Buch ist wie seine Vorgänger auch in einem leichten, humorvollen Stil geschrieben, der quasi runter geht wie Butter und die ganze Atmosphäre gut transportiert. Der Autor wendet extrem viel Zeit auf, seine Personen zu charakterisieren und die Geschichte lebt eigentlich nur davon.

Mitunter muss sich fast wundern, wie wenig ansonsten überhaupt passiert, und das ist sehr schade. Wo im ersten Band noch einige kleine Fälle zu lösen waren, die Mma Ramotswe auf ihre ganz eigene Art und Weise angegangen ist, ist die Detektivarbeit hier mehr als nur dürftig eingebunden. Der Charme, der im ersten Band transportiert wurde, tritt an diesen Stellen leider kaum zutage. Es ist nett, diese Geschichte zu lesen, aber blitzschnell hat man sie auch wieder vergessen.

»Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe« als Krimi zu bezeichnen, ist eine absolute Fehleinschätzung und kann nur von jemandem stammen, der das Buch nicht gelesen hat. Es ist eine Hommage an Botswana und an die Menschen dort, aber es zeichnet meines Erachtens kein realistisches Bild dieses Landes. So naiv, wie der Autor es uns vermitteln will, können die Menschen dort nicht sein. Mma Ramotswe ist eine liebenswerte, warmherzige Figur und ihre klitzekleinen Abenteuer sowie ihre philosophische Betrachtung der Welt sind wie Blümchenkaffee: Angenehm im Geschmack, aber keine Gefahr für die Gesundheit. Bester Schlaf danach ist (fast) garantiert.

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Bibliophagos zu »Alexander McCall Smith: Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe« 01.10.2009
Fall 4 der Mma Ramotswe-Krimi-Reihe aus Afrika. Zu empfehlen ist es, die 3 Vorgänger zu verinnerlichen. Das schafft Einblicke und Zusammenhänge werden im Gesamt deutlicher.
Auch hier schafft es McCall einen authentischen Roman zu kreieren, der das schöne Botswana wie so oft in den Vordergrund rücken lässt.
Fazit: 95 Grad, mit keinem Wort unglaubwürdig oder unrealistisch. Ein klasse Büchlein. !Lesen!
anath zu »Alexander McCall Smith: Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe« 31.10.2007
Sehr gemächlich,sehr philosophisch,nicht mal spannend im üblichen Krimi-Sinne.Und trotzdem liest man weiter,weiter,das Buch läßt den Leser nicht los.
Ein unblutiger Krimi. Ich bin nicht mal sicher,ob das überhaupt ein Krimi ist,aber ein lesenswertes Buch ist es auf jeden Fall. Ich glaube, ich habe beim Lesen mehr über die Menschen im Süden Afrikas erfahren als mir je ein Film oder ein Gespräch vermitteln konnten.Ich denke das liegt am Rythmus diese Buches.Es atmet Gelassenheit und Ruhe.Ich werde wohl noch mehr aus dieser Reihe kaufen und lesen.
Kategorie: Kann man gut verschenken,auch an Nichtkrimifans.
Ninari zu »Alexander McCall Smith: Keine Konkurrenz für Mma Ramotswe« 29.03.2006
Auch das 4. Buch über Mma. Ramotswe hat mir wieder sehr gut gefallen. Mma. Ramotswe löst ihre Fälle wie immer mit sehr viel Herz und ihre oftmals sehr einfachen, aber dennoch klugen Erkenntnisse über die Welt und das Leben, lassen den Leser mehr als einmal schmunzeln. Wer einen actionreichen spannenden Krimi erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein, denn Mma. Ramotswe ist ehr was für ruhige Lesestunden. Sehr unterhaltsam!
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
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