Blutspur des Todes von Alex Kava

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2004 unter dem Titel One False Move, deutsche Ausgabe erstmals 2004 bei Cora.

  • Don Mills/Ontario: Mira, 2004 unter dem Titel One False Move. 317 Seiten.
  • Hamburg: Cora, 2004. Übersetzt von Margret Krätzig. 316 Seiten.

'Blutspur des Todes' ist erschienen als

In Kürze:

Die Angst geht um in Omaha: Völlig überraschend wurde der brutale Frauenmörder Jared Barnett vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Als kurz darauf eine Leiche gefunden wird, glaubt Staatsanwältin Grace Wenninghoff, seine Handschrift zu erkennen. Sie verfolgt Barnetts blutige Spur – und wird in einen verhängnisvollen Strudel aus Gewalt und kaltblütiger Intrige gezogen.

Das meint Krimi-Couch.de: »Kavas bisheriger Tiefpunkt«

Krimi-Rezension von Jörg Kijanski

In ihrem nunmehr 5. Roman verzichtet Alex Kava erstmals auf ihre Dauerheldin Maggie O’Dell und ereicht mit »Blutspur des Todes« prompt ihren bisherigen Tiefpunkt.

Anwalt Max Kramer lebt für den Moment, seine Mandanten aus dem Gefängnis zu holen, sie auf dem Weg in die Freiheit zu begleiten und in die aufgestellten Kameras zu strahlen bzw. anschließend in diversen Talkshows aufzutreten. So erreicht er auch die überraschende Freilassung des Frauenmörders Jared Barnett, nachdem der einzige »Tatzeuge« nach fünf Jahren einräumt, er habe am fraglichen Tag sein Haus gar nicht verlassen und könne somit auch nicht Barnett gesehen haben. Zur »Belohnung« bringt ihn Barnett kurz nach seiner Freilassung um und nimmt zudem Kontakt zu seiner Schwester auf. Mit ihr und deren Sohn will er gemeinsam eine Bank überfallen.

Bezirksstaatsanwältin Grace Wenninghoff, die damals zusammen mit dem Polizisten Tommy Pakula Barnett hinter Gitter brachte, beobachtet die Freilassung nicht nur mit Frust sondern auch mit großer Sorge, da sie und ihre Tochter alleine zu Hause sind. Ihr Mann ist berufsbedingt für einige Tage außer Landes.

Während sich Pakula in einer einsamen und verlassenen Blockhütte mit seinem Freund Andrew Kane trifft um mal auszuspannen, erreicht ich ihn ein Anruf, der ihn umgehend in seinen Alltag zurückholt. Eine Bank wurde überfallen, vier Menschen brutal getötet. Den – oben genannten – Tätern gelingt die Flucht in einen abgelegenen Wald und dort in eine bewohnte Hütte; jene von Andrew Kane. Kurzerhand nehmen sie ihn als Geisel und beginnen die Flucht vor der Polizei …

Mit ihrem Debut »Das Böse« schrieb sich Alex Kava in die Herzen der Thrillerfans und schuf mit Maggie O’Dell eine Ermittlerin mit hohem Identifikationspotential. Danach folgten die spannungsarme Fortsetzung »Das Grauen« und das ebenfalls enttäuschende »Schwarze Seelen«. Erneut punkten konnte Kava mit ihrem bis dato letzten Werk »Eiskalter Wahnsinn.

Dem neuen Werk «Blutspur des Todes» ging aber nicht nur Maggie O’Dell verloren, sondern auch jegliches schriftstellerisches Niveau. Dabei kann es nicht an der Übersetzung gelegen haben, denn Margret Krätzig war auch bei den vorherigen Titeln für diese verantwortlich.

Die Story und vor allem die Sprache sind dermaßen flach, dass einem schier die Worte fehlen. So stellt Wenninghoff

beispielsweise fest, dass der Kaffee bei der Polizei noch schlechter ist als bei der Staatsanwaltschaft; was man ja durchaus mal einfließen lassen kann und sei es nur, um die Seiten zu füllen. Doch muss man eine solch dramatische Feststellung bei jeder sich bietenden Gelegenheit wiederholen, noch dazu im fast identischen Wortlaut? Man findet ärgerlicherweise gleich mehrere Stellen, in denen scheinbar ganze Sätze am PC mit der Funktion «Kopieren – Einfügen» recycelt wurden. Pakulas wiederholter Ausruf «Heilige Sch..." ist ein weiteres bezeichnendes Beispiel Doch damit nicht genug. …

Bei dem oben erwähnten Treffen zwischen Pakula und Kane ist wörtlich zu lesen:

Er wusste, dass Tommy ihn auf die Schippe nahm und Nachsicht mit seinem Schwips übte. Auf ihn schien das Bier keinerlei Wirkung zu haben.

Wie auch?? Laut Story haben beide soeben die dritte Flasche Bud light geöffnet. Medizinischer Nonsens also.

Aber auch sonst scheint dieses Werk dem Lehrbuch »Baukasten für einen Thriller« zu entstammen: Keinerlei »Leben« in den Figuren, keinerlei Atmosphäre, einfach nur schlampig dahin gerotzt, ohne dabei ein bekanntes Klischee auszulassen. Wäre der Plot wenigstens ansatzweise spannend – wie bei einem Roman von Lee Child -, so würde wenigstens dies einem die Qual mildern. Doch selbst die Story ist so durchsichtig wie ein frisch geputztes Fenster (auch wenn dieser Vergleich fünf Euro ins Phrasenschwein kostet). An keiner Stelle muss bzw. kann man mitraten, der Leser weiß von Anfang fast alles und das, was man nicht weiß, kann man sich problemlos denken.

Letztendlich ist man mehr als froh, dass man nach nur 316 Seiten von seinem Leid befreit wird. Der Originaltitel ist übrigens bezeichnend für das Buch und sollte rückblickend auch der Autorin zu denken geben. Er lautet »One false move«.

Ihre Meinung zu »Alex Kava: Blutspur des Todes«

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Tim zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 04.07.2008
Ich stimme mit dem Kritiker überhaupt nicht überein. Ich fand den Krimi sehr fesselnd. Es ist immer wieder unglaublich wie man auf eine falsche Fährte gelockt wird. Für mich gehört dieser Roman zu den besten von Alex Kava.
SternchenM zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 10.03.2008
Ich lese das buch gerade .bin zwar noch jung aber ich finde es richtig gut ...und interesant man kann sich gut in das buch hineinverstzten .man rätselt mit ...
vll. habei ch jha keine ahnung von büchern .aber ich finde das buch toll die vier anderen bänder habe ich nicht gelesen..
ich hatte das buch meiner mom zum bd geschenkt sie las es nie vor kurzem habe ich lust bekommen ein buch zu lesen und da stieß ich auf blutspur des todes .das war sehr gut jetzt halte ich ein reperrat über das buch in meiner schule .und ich denke das wird gut weildas buch auch gut ist .na dann .bb !
Heaven23 zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 20.01.2008
;( ich war so enttäuscht, dass meine geliebte Maggie O Dell hier fehlte. Alex Kava hat sich mit Maggie einen Namen gemacht. Dieses Buch war nun ja..ich würde es nciht als Mist bezeichnen, aber nahe dran ... schade
Zaubermaus zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 15.12.2007
Die Bücher mit Maggie waren super! Keine Frage! Blutspur des Todes war nicht so mein Fall. Sollte man aber nicht über bewerten. Jeder Autor hat das recht zu schreiben was er möchte und wann er es möchte. War ein versuch wert und ging schief. Na und? es gibt schlimmeres, oder?
eko zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 21.11.2007
also ich habe das buch seit einem jahr in meinem schrank liegen plötzlich musste ich ein buch lesen und habe es gesehen ich weiss nicht wie ihr es fand aber es hat schon auf einer gewissen art und weisse spass gemacht es durch zu lesen und ich wünsch alen anderen die das buch noch lesen müssen oder wollen viel spass
Thomas zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 20.10.2007
Ich fand das Buch Spannend und das ist ja die Hauptsache bei Büchern dieser Art. Wer mehr Anspruch hat kann ja Klassiker lesen. Maggie als Hauptfigur war auch sehr gut, man soll aber auch mal was anderes probieren
gakobi zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 05.05.2006
nein, also den vorgegebenen meinungen kann und will ich mich nicht anschliessen. ich fand das buch gut und auch spannend. stimmt mich etwas nachdenklich, dass hier alle ins gleiche horn tuten. Ich fand die anderen bücher mit maggi o' dell auch sehr gut - wenn auch anders. aber schließlich will man doch nicht immer das gleiche lesen, wenn auch die protagonisten in den anderen büchern ihren reiz haben, aber wer eine fulminante liebesgeschichte will sollte vielleicht keine thriller lesen. außerdem finde ich es echt putzig in einem buch darauf zu achten wie oft dort diese oder jene wortwahl verwendet wird. für mich persönlich bedeutet lesen entspannung und keine erbesenzählerei über den text. Entweder mir gefällt ein buch oder nicht. und dies hat mir gefallen.
3 von 3 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ezzaxx zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 07.04.2006
Also ich finde es passt perfekt in das ganze, seit ich das buch gelesen habe únd entäuscht wurde, mache ich mir echte sorgen um maggie. suche sie im internet und hoffe sie in einem neuen buch zu finden. ist mal realistische spannung. gut gemacht frau kava. aber alex, ehrlich, genug blödsinn geschrieben, ich will maggie wieder...
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
elif zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 26.10.2005
also, ich bin auch völlig begeistert von den 4 büchern von alex kava, war deshalb auch super enttäuscht, als ich festgestellt hab, dass blutspur des todes nichts mit maggi zu tun hat. ich verstehe nicht wieso. vor allem warte ich darauf, dass maggi es mit nick morelli noch mal versucht. ihr nächtes buch sollte auf jeden fall mit maggi sein.
Lexle zu »Alex Kava: Blutspur des Todes« 11.09.2005
Gerade eben schrieb ich noch begeistert in einem Kommentar zu "Das Böse", daß ich leider schon beim vierten Band bin und schleunigst Band 5 haben muß.. Und jetzt muß ich hier lesen, daß der zum einen gar nix mit Maggie zu tun hat, zum anderen sogar richtig mies ist?? *augenaufreiss**heul*
Weiß jemand, ob A. Kava an einem neuen Krimi MIT Maggie dran ist?

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