Des Todes stiller Klang von
Buchvorstellung und Rezension
Bibliographische Angaben
deutsche Ausgabe erstmals 2005
.
Ort & Zeit der Handlung: Großbritannien / Schottland / Glasgow, 1990 - 2009.
Folge 3 der Lorimer-&-Brightman-Serie.
- London: Allison & Busby, 2005 Shadows of Sounds. Übersetzt von 368.
-
München: Diana, 2008.
Übersetzt von Sabine Hohenester.
ISBN:
978-3-453-35167-7. 368 Seiten.
'Des Todes stiller Klang' ist erschienen als
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In Kürze:
Hinter den Kulissen des renommierten Glasgow-Royal-Orchesters geschieht ein dramatisches Verbrechen: Der Violinist George Millar wird erschlagen in seiner Garderobe aufgefunden. Je länger sich Chief Inspector Lorimer mit den Lebensgewohnheiten des Musikers beschäftigt, desto undurchsichtiger wird der Fall. Führte Millar ein Doppelleben? Wer aber hatte einen so tödlichen Hass auf ihn?
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»Nimm diesen Kelch von mir« ist das Einzige, was Orchesterleiter Brendan Philipps vom renommierten City of Glasgow Orchestra in den Sinn kommt, als er die blutüberströmte Leiche des Konzertmeisters Georg Millar in dessen Garderobe auffindet. Show must go on – die Abendvorstellung geht über die Bühne, während die Polizei gerufen wird.
Dritter Fall für DCI Lorimer
Detective Chief Inspector Lorimer muss auf den Schluss seiner Seifenoper verzichten und sieht sich statt dessen mit einem neuen Fall konfrontiert, der ihm und seinen Kollegen eine Menge Überstunden abverlangen wird. Zuschauer, Musiker und zu allem Überfluss ein riesiger Chor müssen befragt werden. Das Opfer führte hinter der konventionellen Fassade seiner Ehe ein ausschweifendes Künstlerleben mit wechselnden homosexuellen Partnern im Kreise des Orchesters. Ist hier das Motiv zu suchen? Die Ermittlungen sind mühsam und auch nach einem zweiten Opfer hat Lorimer noch keine heiße Spur.
Der Psychologe soll es richten
Von Seiten der Rechtsmedizin gibt es keine brauchbaren Erkenntnisse und die Presse überschlägt sich mit beißenden Kommentaren. Dr. Solomon Brightman, kurz Solly, wird als Profiler zur Verstärkung des Teams hinzugezogen. Eine Großzahl an Verdächtigen mit den veschiedensten Motiven kommen in Betracht. Unermüdlich tragen Lorimer und Solly Fakten über Fakten zusammen und doch muss Lorimer beinahe mit einem ungelösten Fall in den Weihnachtsurlaub fliegen.
Der Inspector – ein Typ wie du und ich
Alex Gray hat einen nur mäßig spannenden, aber durchaus ordentlichen Krimi mit dem Schwerpunkt auf Polizeiarbeit geschrieben. Ausführliche Schilderungen der vielen Zeugen-Befragungen wechseln sich ab mit Einblicken in die Gedankenwelt der Ermittler. Die Figur des DCI Lorimer – er ist so ein bodenständiger Gutmensch, seine einzige Schwäche, wie verwerflich, er lässt in Abwesenheit seiner Frau die Wohnung verwahrlosen. Lorimer nippt höchstens mal an einem Whiskey und verhält sich so normal, dass er leider schon langweilt. Gray hat den Charakter ihres Inspectors sehr nah an der Wirklichkeit angelegt – zu nah – und auf Kosten des Unterhaltungswertes.
Ines Dietzsch, Juli 2008
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