Dein totes Mädchen von Alex Berg

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2013 bei Droemer Knaur.
Ort & Zeit der Handlung: Schweden, 2010 - heute.

  • München: Droemer Knaur, 2013. ISBN: 978-3-426-51345-3. 352 Seiten.

'Dein totes Mädchen' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Caroline kann es immer noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat die 26-Jährige aus dem Leben gerissen. Tage später stirbt auch der schuldige Autofahrer. Zerrissen von Trauer und Wut, flieht Caroline aus Hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Achtundzwanzig Jahre liegt ihr letzter Besuch zurück, doch es ist, als wäre sie nie fort gewesen. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. Umgeben von der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder, entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson, auftaucht, mit einem entsetzlichen Verdacht …

Ihre Meinung zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen«

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Thrillerfan zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 06.07.2016
Ein Krimi ist das Buch eigentlich nicht. Es ist ein Roman über ein Schicksal einer Frau mit kriminellem Hintergrund.

Zum Einstieg ist der Klappentext gut für den Inhalt.
Caroline kann immerr noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein Autoumfall hat die 27-jährige aus dem Leben gerissen. Außer sich vor Trauer und Wut, flieht Caroline aus hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. In der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson auftaucht, ihre einstige Jugendliebe, mit einem entsetzlichen Verdacht...

Es wird versucht die Leserin/den Leser mitzunehmen und sich in die Gefühle von Caroline hinein zu versetzen. Es kommt viel zusammen und es wird traurig und schwer für Caroline.
Aber für mich gesehen ist die Schreibweise nicht so, dass ich mich in das Geschehen hineinversetzen konnte.
Und ich gebe zu, das Buch nicht Seite für Seite zu Ende gelesen zu haben.
kianan zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 30.06.2014
Aus meiner Sicht definitiv kein Krimi im klassischen Sinn wie in der Serie der Autorin um Valerie. Dennoch eine spannend erzähltes Beziehungsdrama in einer verschneiten schwedischen Landschaft, die so gut und intensiv beschrieben wurde, dass ich fast die Schneeflocken auf meiner Haut spürte oder knackendes Kaminholz hörte. Auch das Ende fand ich sehr gelungen und hat mich bewegt. Für jemanden, der auch spannende Geschichten mag, empfehlenswert. Für absolute Krimifans lieber die Finger davon lassen - meines Erachtens dann eher eine Enttäuschung!
Rosalinde zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 02.08.2013
Ist das der Stoff, aus dem Arztromane gemacht sind?
Langatmig, schwülstig, ätzende Andeutungen (gackern und doch nicht legen), mit einem Wort "unerträglich".
Die obligate und überflüssige Portion Mystik - die Tante träumt von einem Unglück - das Buch ist wie eine Wundertüte - die Hülle ist verlockend, der Inhalt öde.
Vermutlich werde ich das Buch nicht zuende lesen.
Anja S. zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 10.07.2013
Die beiden Bücher "Machtlos" und "Die Marionette" hatten mir ausgesprochen gut gefallen, daher war ich gespannt auf eine weiteres Buch von Frau Berg mit einer anderen Protagonistin. Aber leider führte hier der Kitsch die Feder!!! und Herz reimt sich auf Schmerz!
Eine unglaubwürdige Handlung mit unglaubwürdig gezeichneten Figuren, nicht besonders spannende Geschichte, aber die Liebe, die große wahre einzige Liebe, die 28 Jahre überdauert...
nein also, so viel Kitsch ist nicht mehr zu ertragen!
€nigma zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 05.06.2013
Zum Inhalt

Die 47-jährige Caroline kehrt nach 28 Jahren der Abwesenheit aus Hamburg, wo sie zuletzt gelebt hat, in ihr Elternhaus nach Härjedalen in Schweden zurück. Dort will sie ihren Schmerz über den Unfalltod ihrer 27-jährigen Tochter Lianne verarbeiten. Caroline sucht keine Kontakte, da kommt es ihr gerade recht, dass die Leute im Dorf sie freundlich begrüßen, aber keine neugierigen Fragen stellen. Nur bei ihren Jugendfreunden Björn und Maybrit erregt ihre Rückkehr Aufsehen. Mit Ulf Svensson, dem Cousin ihrer Freundin Maybrit, war Caroline liiert gewesen. Es wurden sogar Heiratspläne geschmiedet, bis Caroline, deren Eltern inzwischen tödlich verunglückt waren, nach einem eigentlich belanglosen Streit Ulf und Schweden Hals über Kopf verließ und nie zurückkehrte.
Ulf verließ kurz darauf ebenfalls den Ort, an dem ihn alles an seine große Liebe erinnerte und lebt seitdem als eiserner Junggeselle in Stockholm, wo er es zum Leiter der Mordkommission gebracht hat. Als er durch ein versehentlich an seine Abteilung geschicktes Radarfoto der Verkehrsüberwachung erfährt, dass Caroline nach Schweden zurückgekehrt ist, fährt er sofort nach Härjedalen hinauf, denn er hofft nach fast drei Jahrzehnten immer noch auf eine Erklärung für Carolines plötzliches Verschwinden.
Die Begegnung zwischen dem ehemaligen Liebespaar ist brisant: obwohl noch immer eine starke gegenseitige Anziehung besteht, gibt es in Carolines Leben mehrere Geheimnisse, die sie nicht aufgedeckt sehen will. Da kann Ulf, der ihr unbedingt beistehen will, schnell zur Bedrohung für sie werden...

Eigene Beurteilung

Bei "Dein totes Mädchen" handelt es sich weder um einen Thriller noch um einen Krimi, auch wenn kriminelle Handlungen eine Rolle in der Geschichte spielen. Das bedeutet jedoch absolut nicht, dass dieses Buch langweilig wäre. Im Gegenteil: Der Leser erfährt anfangs nur sehr wenig über die Vorgeschichte von Caroline und Ulf und fast nichts über das Leben, das Caroline in den vergangenen drei Jahrzehnten an den verschiedensten Orten geführt hat. Erst durch Details, die ihre Jugendfreunde Björn und Maybrit beisteuern, und auch durch Erinnerungen von Ulf und Caroline setzt sich allmählich ein Bild zusammen. Durch diese häppchenweise Informationstaktik wird das Interesse des Lesers beständig am Leben erhalten, man möchte unbedingt erfahren, was außer dem tödlichen Unfall ihrer Tochter noch dazu beigetragen hat, dass der Lebenswille in Caroline zunehmend schwächer wird. Verläuft die Spannungskurve zu Beginn eher flach, so steigt sie im weiteren Verlauf des Romans stark an, als Ulf Carolines Grenzen nicht respektieren kann.
Ulf und Caroline sind ziemlich extreme Charaktere, nicht unbedingt sympathisch und in ihren Handlungen nachvollziehbar, aber sehr interessant. Das Konfliktpotenzial zwischen ihnen sorgt für Spannung. Björn und Maybrit dienen als ausgeglichenere Persönlichkeiten als Puffer zwischen dem "explosiven" Paar.
Der anschauliche Schreibstil der Autorin sagt mir sehr zu, besonders die atmosphärisch dichten Beschreibungen der eisigen, kargen nordschwedischen Winterlandschaft, die gut die oft melancholische Grundstimmung der Protagonistin reflektiert, ist sehr gelungen. Mir persönlich hat es lediglich missfallen, dass Carolines Hund, dem in diesem Roman eine wichtige Rolle zukommt, immer nur "der Hund" genannt wird und namenlos bleibt.

Fazit

"Dein totes Mädchen" ist ein Roman, der eine ebenso obsessive wie destruktive Liebe thematisiert und stellenweise sehr traurig ist. Obwohl es sich nicht um einen Krimi/Thriller handelt, hat das Buch Spannung zu bieten und kann besonders denjenigen Lesern empfohlen werden, die gern Bücher über die Enthüllung und Aufarbeitung vergangener existenzieller Konflikte lesen.
subechto zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 10.05.2013
Wiedersehen in Schweden

"Machlos" und "Die Marionette" hatten mich begeistert. Umso gespannter war ich auf Alex Bergs Schwedenkrimi. "Dein totes Mädchen" hat mich nicht enttäuscht. Doch worum geht es?

Caroline, genannt Lilli, kehrt nach dem Tod ihrer Tochter zurück in ihre schwedische Heimat. 28 Jahre ist sie fort gewesen, dennoch scheint in Härjedalen die Zeit stehen geblieben zu sein. Gleich zwei Männer reisen ihr hinterher: Thomas, mit dem sie in Hamburg befreundet war und den sie sogar heiraten wollte und Kriminalkommissar Ulf Svensson aus Stockholm. Er kennt Lilli offenbar von früher...

Während Thomas unverrichteter Dinge bald wieder abreist, werden Ulf und Caroline in ihrem Elternhaus von einem Schneesturm überrascht und sind tagelang von der Umwelt abgeschlossen. Lilli war einst Ulfs große Liebe. Doch warum hatte sie ihn damals verlassen? Schuldgefühle, alte Wunden und immer wieder die Frage nach dem WARUM?

Nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht. Ein Leben voller düsterer Geheimnisse, die das Schicksal beider Familien seit Generationen miteinander verbindet...

Manche würden "Dein totes Mädchen" vielleicht als Romantik-Thriller bezeichnen. Für mich ist es eher ein Kammerspiel, mehr Krimidrama als Thriller. Streckenweise fühlte ich mich an den Fall Marianne Bachmeier erinnert, denn ein Thema des Romans ist Selbstjustiz, aber auch Neid, Vertuschen einer Straftat und andere niedere Beweggründe spielen eine wichtige Rolle.

Alex Berg alias Stefanie Baumm ist eine großartige Erzählerin und eine gute Beobachterin. Sie schreibt fesselnd und flüssig. Ihre Figuren sind sorgfältig gezeichnet. "Dein totes Mädchen" ist ein intensiver Roman, mit viel Gefühl. Tragisch und traurig. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ganz großes Kino. Deshalb heiße 100°!
c-bird zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 09.05.2013
Bei einem Verkehrsunfall stirbt Carolines Tochter Lianne. Die Trauer und der Schmerz um diesen Verlust, lässt Caroline Zuflucht in ihrer alten Heimat Schweden finden. Das Haus der Eltern, die ebenfalls bei einem Autounfall ums Leben kamen, liegt in der Einsamkeit eines kleinen Dorfes. Fast 30 Jahre ist Caroline nicht hier gewesen, auch damals hat sie das Dorf fluchtartig verlassen.
Hier trifft sie nun auf ihre Jugendliebe Ulf, der mittlerweile Kriminalkommissar in Stockholm geworden ist. Auch er ist nicht mehr in seinem Heimatdorf gewesen, nachdem ihn Caroline damals so plötzlich verlassen hat. Doch per Zufall erfährt er von Carolines Aufenthalt in dem kleinen schwedischen Dorf. Nun will er unbedingt herausfinden, warum Caroline ihn damals so überstürzt verlassen hat. Alte Erinnerungen werden wach, als die beiden aufeinander treffen. Doch Ulf hat Informationen aus Stockholm mitgebracht und die verheißen nichts Gutes. Ein Schneesturm zwingt die beiden eingeschlossen ein paar Tage im Haus zu verbringen. Da beginnt das eigentliche Drama und die beiden müssen ihre Vergangenheit aufarbeiten, auch wenn damit so manch dunkles Geheimnis zu Tage tritt, das eigentlich lieber vergessen wäre.

Alex Berg ist hier ein äußerst spannendes Werk gelungen, obwohl es sich nicht um einen Thriller im eigentlichen Sinne handelt. Es geht vielmehr um Schuld, Trauer und welche Reaktionen aus diesen Gefühlen entstehen können.
Zu Beginn der Geschichte weiß man als Leser zunächst gar nicht, was eigentlich passiert ist. Doch durch die wechselnden Erzählperspektiven erfährt man Schritt für Schritt von dem eigentlichen Drama. Ein leiser, aber doch flüssiger Erzählstil, der den Leser dazu bringt immer mehr über die Hintergründe und das Geschehen in der Vergangenheit erfahren zu wollen. Die Atmosphäre in dem Buch ist ziemlich düster, doch die Landschaftsbeschreibungen hellen das Ganze umso mehr auf. Tolle Bilder von schneebedeckter Landschaft in den Bergen, die den Leser richtiggehend verzaubern können.

Obwohl die Protagonisten mir nie wirklich sympathisch wurden, so sind es doch psychologisch gut ausgearbeitete Charaktere. Ein Buch, das auf Emotionen des Lesers setzt und diese auch erreicht.
manni zu »Alex Berg: Dein totes Mädchen« 06.05.2013
Die zwei Thriller "Machtlos" und "Die Marionette" waren ausgesprochen spannend geschrieben und von mir auch sehr gut bewertet. Den neuen Roman hatte ich mir reservieren lassen. Welch eine Enttäuschung !
Ich kann nicht glauben das es sich um dieselbe Autorin handelt. Die Geschichte ist so alt wie der Krimi selbst, langweilig und uninspiriert geschrieben. Ein einsam gelegenes Haus im verschneiten Schweden, ein Wiedersehen mit alten Freunden u. Liebschaften, Knistern im Kamin u. knarrende Balken, eine Mutter unter Mordverdacht, eine tote Tochter machen noch keinen interessanten Kriminalroman aus. Die Autorin ergeht sich in Andeutungen, auch dies ist nicht wirklich spannend und nervt ab Seite 200 dergestalt, daß das Teil zum Altpapier wanderte. Traurig, aber wahr.
Alles schon da gewesen. daher absolut
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