Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel von Alan Bradley

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel A red herring without mustard , deutsche Ausgabe erstmals 2011 bei Penhaligon.

  • New York: Delacorte Press, 2011 unter dem Titel A red herring without mustard . 399 Seiten.
  • München: Penhaligon, 2011. Übersetzt von Katharina Orgaß & Gerald Jung. ISBN: 978-3-7645-3026-6. 356 Seiten.

'Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel' ist erschienen als Hardcover

In Kürze:

Eigentlich wollte Flavia nur ein paar vergnügte Stunden auf dem Jahrmarkt verbringen, wo sie jedoch aus Versehen das Zelt der Wahrsagerin Fenella abfackelt. Getrieben vom schlechten Gewissen lädt sie Fenella ein, auf dem Anwesen der Familie de Luce zu campieren. Doch dann wird ihre neue Freundin bezichtigt, vor Jahren ein Baby entführt und so eine Familie zerstört zu haben. Und schon bald findet Flavia die Wahrsagerin von einem schweren Schlag auf den Kopf niedergestreckt – wie tot – in ihrem Wohnwagen vor. Flavia macht sich schreckliche Vorwürfe. Wenn sie nicht gewesen wäre, wäre das alles nicht passiert. Aber da macht sie eine Entdeckung, die sie all das erst mal vergessen lässt: Am Poseidonbrunnen des Anwesens hängt eine Leiche! Flavia ist sofort Feuer und Flamme. Ein Mord ist aufzuklären, und bestimmt benötigt die Polizei dabei ihre Unterstützung.

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brigerbaerger zu »Alan Bradley: Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel« 25.03.2012
Tja, nun hab ich es also gelesen - das dritte Krimi-Abenteuer von Flavia de Luce. Die Geschichte beginnt ziemlich flott und so rast man die ersten Seiten mit ziemlicher Geschwindigkeit durch Flavia‘s „Mikrokosmos“. Leider konnte Bradley dieses Tempo im Mittelteil nicht mehr halten, so dass der Spannungsbogen leider dann doch ziemlich abnahm. Hinzu kommt, dass bald schon seitenweise neue Figuren eingeführt werden, was dem geneigten Leser dann einiges an Überblick abverlangt. Gegen Schluss nimmt die Geschichte wieder merklich an Fahrt auf, fast schon so, als ob der Autor die Zeilen auf den letzten Seiten noch eben „schnell“ zu Ende bringen musste. Man könnte es auch positiver zusammenfassen und sagen, dass auch diese Flavia-Geschichte von Wendungen nur so strotzt. Was in diesem dritten Buch auch klar zum Vorschein kommt, ist die Tatsache, dass sich Flavia in ihrer Welt ziemlich einsam fühlt. Obwohl sie sich immer wieder aufrappelt, um sich mit ihren Schwestern zu vertragen, stösst dies nicht unbedingt auf „Gegenliebe“. Dies ist in meinen Augen etwas zu stark überzeichnet. Nun ist aber unsere Protagonistin auch nicht unbedingt ein 08/15-Kind. Auch wenn ich eingangs etwas hart mit dem neuen Flavia-Abenteuer „ins Gericht gegangen“ bin, so schmunzelt man des Öfteren über dieses elfjährige Mädchen und seine Gedanken. Eine kleine Kostprobe gefällig: „Die Anrede ¨Kindchen¨ weckte mich aus meiner Erstarrung. ¨Kindchen¨ hatte ich ungefähr so gern wie eine Kugel in den Kopf. Für Leute, die mich so nennen, habe ich Stehplätze in der Hölle reservieren lassen.“ Bei solchen Zeilen - und die gibt es nicht zu knapp - kann ich getrost eine 80%-Wertung abgeben und mit dem Prädikat „lesenswert“ versehen...
tedesca zu »Alan Bradley: Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel« 22.02.2012
Der dritte Teil der Flavia-De Luce-Reihe hat mir besonders gut gefallen.

Es war garnicht so sehr die Handlung, die natürlich wie immer verworren, spannend, amüsant und mit viel Lokal- und Zeitkolorit versehen war.

Vielmehr hat mich dieses Buch richtig berührt, weil die Einsamkeit, in der die kleine Flavia lebt, immer deutlicher wird. Ihre Traurigkeit, die Sehnsucht nach Liebe und Zuwendung, die sie nur so selten erhält. Wenn sie so dahinerzählt, hat man ja immer das Gefühl, ein viel älteres Kind vor sich zu haben, aber wenn sie dann mit ihrem Fahrrad Gladys spricht oder ihre fliegenden Zöpfchen erwähnt, weiß man wieder, wen man vor sich hat.

Jayne Entwhistle liest das Hörbuch im Original auch so gut, mit der nötigen Schläue, aber eben auch einem großen Maß an Sensibilität.

Was in dieser Geschichte auch immer deutlicher wird, ist die Situation des britischen Landadels nach dem Krieg, dem langsam das Geld ausgeht. Ein Familienerbstück nach dem anderen wird verscheuert, über Arbeit denkt aber niemand wirklich nach. Etwas irritierend finde ich es auch, dass Flavia nie von Schule spricht und dort auch nicht hingeht.

Abgesehen davon war das Buch eine sehr feine Fortsetzung zu seinen Vorgängern und natürlich ein Muss für Flavia-Fans.
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
M-L zu »Alan Bradley: Flavia de Luce - Halunken, Tod und Teufel« 10.12.2011
Flavia ermittelt wieder. Mit viel Witz schildert Alan Bradley ein weiteres Abenteuer der neugierigen 11jährigen. Sie erfährt auch einiges über ihre Mutter. Sehr anrührend finde ich die Szene ,in der Flavia das Porträt der drei Mädchen mit Harriett entdeckt. Auch mit ihrem Vater versteht sie sich immer besser. Flavias Grips hilft wieder der Polizei mehrere Verbrechen zu lösen. Leider weiß die Polizei das nicht immer so zu schätzen. Ich mag das Buch. Mir gefällt Alan Bradleys Schreibstil. Ich warte auf das nächste Buch, denn ich glaube nicht, dass Flavias Mutter wirklich nicht mehr wieder kommt.
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