Die Schattenhand von Agatha Christie

Buchvorstellung und Rezension

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1942 unter dem Titel The Moving Finger, deutsche Ausgabe erstmals 1944 bei Scherz.

  • New York: Dodd, Mead & Company, 1942 unter dem Titel The Moving Finger. 229 Seiten.
  • London: Collins, 1942. 160 Seiten.
  • Bern: Scherz, 1944. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. 235 Seiten.
  • Bern: Scherz, 1948. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. 223 Seiten.
  • München: Goldmann, 1959. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. 235 Seiten.
  • Berlin: Das Neue Berlin, 1964. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. 190 Seiten.
  • München: Goldmann, 1971. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. ISBN: 3-442-00210-9. 183 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1979. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. 188 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1985. Übersetzt von Anna Katherina Rehmann. ISBN: 3-502-51022-9. 214 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1999. Übersetzt von Sabine Roth. 222 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2004. Übersetzt von Sabine Roth. 222 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2004. Übersetzt von Sabine Roth. 222 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2005. Übersetzt von Sabine Roth. 222 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2009. Übersetzt von Sabine Roth. ISBN: 978-3-596-51118-1. 324 Seiten.
  • [Hörbuch] Marburg: Verl. und Studio für Hörbuchproduktionen, 2005. Gesprochen von Ursula Illert. ungekürzt. 5 CDs.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2010. Gesprochen von Edmund Telgenkämper. gekürzte Fassung von Ursula Honisch; aus dem Englischen von Sabine Roth. 3 CDs.

'Die Schattenhand' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Nichts gegen Sticheleien, es sei denn, sie gehen tödlich aus. Zuerst anonyme Briefe, dann zwei mysteriöse Todesfälle – und die Polizei tappt hoffnungslos im Dunkeln. Miss Marple kombiniert mit kühlem Kopf und schreitet zur Tat.

Das meint Krimi-Couch.de: »Briefe schreibende Schlange im Dorf-Paradies« 90°Treffer

Krimi-Rezension von Michael Drewniok

Pilot Jerry Burton wird bei einem Absturz schwer verletzt. Seine Genesung wird Monate in Anspruch nehmen und erfordert viel Ruhe. Deshalb bezieht Jerry mit seiner jüngeren Schwester Joanna, die eine unglückliche Liebesaffäre überwinden will, ein kleines Haus unweit der Kleinstadt Lymstock. Die Aufnahme ist freundlich, doch das Dorfleben ist für die aus London stammenden Geschwister schwer durchschaubar. Erst allmählich erkennen sie, dass sich unter einer glänzenden Oberfläche auch Hässliches abspielt.

Für besondere Aufregung sorgen derzeit anonyme Briefe, die scheinbar wahllos ihre schockierten Empfänger finden. Sie werden in Lymstock aufgegeben, der Sudelbock (oder die Sudelgeiß) muss also aus dem Ort stammen! Auch die Geschwister Burton finden bald anonyme Post in ihrem Briefkasten. Die Anschuldigungen sind bösartig aber wenig präzise, doch nicht nur Dorfarzt Griffith fürchtet, das irgendwann einer der Giftpfeile zufällig ins Schwarze treffen wird.

Als es tatsächlich soweit ist, wird die Gattin des Anwalts Symmington das Opfer. Sie nimmt sich das Leben, was die „Schattenhand» – wie der oder die anonyme Briefeschreiber/in inzwischen genannt wird – noch anzustacheln scheint. Oberinspektor Nash und Inspektor Graves werden nach Lymstock entsandt, um dem bösen Spuk ein Ende zu bereiten. Doch die Runde der Verdächtigen ist kopfstark. Viele Dorfbewohner sind mit ihrem Leben unzufrieden oder haben alte Rechnungen zu begleichen. Nun beginnt man einander zusätzlich zu verdächtigen und zu beobachten.

Nach einem zweiten Mord ruft die resolute Pfarrersfrau eine alte Freundin zur Hilfe: Jane Marple hat schon mehrfach dort Kriminalfälle gelöst, wo die Polizei ratlos blieb. Ein scharfer Verstand mischt sich mit großer Lebenserfahrung, weshalb es Miss Marple gelingt, die vielen Informationsfragmente in eine Reihenfolge zu bringen, die zum Täter führt …

Unter der Kruste

Das typische Dorf gleicht nach Ansicht prominenter Krimi-Autoren einem Kessel, der ständig unter Dampf steht. Die heimliche aber lückenlose Sicht über den Gartenzaun hinüber zum Nachbarn sorgt für den nötigen Druck, der durch Klatsch und Nachrede problemlos erhöht werden kann. Als Ventil funktioniert der Streit, bei dem endlich offengelegt wird, was bisher im eigenen Saft schmorte. Bestenfalls wird daraus eine Aussprache, nach der zumindest dieser Konflikt beigelegt ist.

Eine rigorose sowie weniger öffentliche Methode besteht darin, den störenden Zeitgenossen aus dem Weg zu räumen. Wo der dazu erforderliche Mut fehlt, kann kriminelle Energie sich eine Alternative bahnen: Aus der Sicherheit des eigenen Heims heraus setzt er oder sie Gerüchte in die kleine Dorfwelt – absenderlos natürlich, denn ärgern und in Verruf geraten sollen sich nur die Angeschwärzten. Der anonyme Brief empfiehlt sich deshalb als simple aber effiziente Methode, eigenen Hass auf Mitmenschen zu projizieren. Wenn diese sich winden, kann sich der Denunziant am verursachten Unglück weiden und endlich einmal mächtig fühlen.

Dieses Ergebnis ist quasi vorprogrammiert, denn nichts verunsichert den Menschen stärker als ein Angriff aus dem Hinterhalt. Gegenwehr ist unmöglich. Stattdessen wird das Opfer zusätzlich in die Defensive gezwungen: „Wo Rauch ist, muss auch Feuer sein«. Nicht grundlos zitiert auch Agatha Christie dieses alte Sprichwort immer wieder. Der rührige Finger des Originaltitels – eine Anspielung auf jene warnenden Worte, die Gott durch einen Geisterfinger an die Wand des frevelnden Königs Balsazar schreiben ließ (Buch Daniel, Kap. 5, Vers 1-25) – spießt quasi wehrlose Mitbürger auf; darüber hinaus werden die anonymen Briefe mit einem einzigen Finger getippt.

Verdacht als Flächenbrand

1942 war Agatha Christie als Autorin auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Sie beherrschte das Krimi-Handwerk, war aber noch flexibel genug, Neues aufzugreifen und einfließen zu lassen. In „Die Schattenhand» machen sich viele Protagonisten Gedanken über das Motiv des anonymen Briefeschreibers. Zwar muss sich Christie vorsichtig ausdrücken, aber sie lässt keinen Zweifel daran, dass sexuelle Frustration in den Motivkanon aufgenommen werden muss. Das bezieht den außergewöhnlich „weiblich« wirkenden Mr. Pye ein, der zwischen den Zeilen problemlos als homosexuell zu erkennen ist.

In Lymstock gibt es viele frustrierte Menschen. Dass auch oder sogar besonders Frauen zu ihnen zählen, möchte Christie unmissverständlich machen. Dabei geht es nicht um Ehebruch, der im klassischen Krimi sexuelle Verfehlungen symbolisiert: Wer dieses Wort las, wusste um die breite Palette der Möglichkeiten, ohne dass der Autor präziser werden musste. Doch die Zeiten änderten sich. Der Zweite Weltkrieg sorgte dafür, dass die Frauen zunehmend aus dem Schatten der lange abwesenden Männer traten. (Der Krieg wird zwar von Christie mit keinem Wort erwähnt, doch Jerry Burton wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit als Kampfpilot abgeschossen.)

Diese erstaunlich moderne Sicht bettet Christie trügerisch in eine Dorfidylle ein, die sie ungemein kunstvoll konstruiert, um sie anschließend Stück für Stück so zu demontieren, wie man einer Fliege die Flügel ausreißt. Lymstocks Bewohner sind nur vorgeblich liebenswert altmodisch, umständlich oder exzentrisch. Dahinter kommen echte Menschen mit Schattenseiten zum Vorschein. Bewundernswert dosiert Christie diese dunklen Züge so sorgfältig, dass sie als alltägliche, üblicherweise versteckte Bosheit, aber auch als Indiz für die Aktivität als Schattenhand gewertet werden können. Auf diese Weise bezieht Christie ihre Leser in den Kreis der Hauptfiguren ein, die zunehmend hektischer wieder und wieder die Schar der Verdächtigen durchgehen und doch zu keiner Entscheidung kommen. Die Unsicherheit grassiert in Lymstock!

Die Sicht von außen

Die Miss-Marple-Fans werden verwundert oder enttäuscht sein, denn die berühmte Detektivin glänzt bis ins letzte Romanviertel durch Abwesenheit. Nachträglich erweist sich das als kluge Entscheidung. Tatsächlich ist das Rätsel um die „Schattenhand» so simpel gestrickt, dass Miss Marple es binnen kurzer Zeit gelöst hat. Wäre sie früher als „dea ex machina« auf der Bildfläche erschienen, hätte es keinen Doppelmord und damit diese Kriminalgeschichte nicht gegeben.

Gleichzeitig setzt Christie das späte Erscheinen geschickt zur Vorbereitung einer Auflösung ein, die ansonsten deutlich weniger Aufsehen erregt hätte. Wie üblich kann die Bosheit der Schattenhand der Realität nicht standhalten. Dahinter kommt ein überaus profanes Verbrechen zum Vorschein. Miss Marple lässt sich nicht be- oder durch das Lymstocker Durcheinander verwirren.

Damit nutzt sie ihren Außenseiterstatus wesentlich klüger als Jerry Burton, der sich in den Strudel des Dorflebens ziehen lässt und darin untergeht. Ihm geht die als Detektiv erforderliche Objektivität schnell verloren. Er schließt Freundschaften und verliebt sich sogar in eine junge Dorffrau. Ohne es zu merken, ist Burton selbst Teil der Gemeinschaft geworden.

Dabei kennt er des Rätsels Lösung viel früher als die Polizei und selbst Miss Marple. Doch Burton begreift nicht, was er gesehen hat und wie es zu bewerten ist. Als Detektiv ist er unfähig; er taugt nur als Beobachter, der uns beschreibt, was sich in Lymstock ereignet, bevor Miss Marple auftaucht. Über Burton werden auch uns, den Lesern, die Hinweise präsentiert, die der „Schattenhand» schließlich zum Verhängnis werden. Da Christie eine ungemein routinierte Krimi-Autorin ist, dürften diejenigen, die in diesem Punkt ins Schwarze treffen, in der Minderheit sein. Die Autorin äußerte sich noch viele Jahre später zufrieden über Die Schattenhand. Wir stimmen ihr ebenso zufrieden zu.

Die Schattenhand im Fernsehen

Dass Die Schattenhand nicht zu den «großen» Christie-Romanen zählt, lässt sich auch daran erkennen, dass er bisher nur zweimal verfilmt wurde. Zwischen 1984 und 1992 verkörperte Joan Hickson (1906-1998), die (anders als die beim Publikum wesentlich beliebtere Margaret Rutherford) Agatha Christie selbst in dieser Rolle sehen wollte, Miss Marple in zwölf sehr erfolgreichen TV-Filmen. 2004 nahm Geraldine McEwan die Rolle in der ebenfalls beliebten Serie „Agatha Christie’s Marple« auf. Hickson trat 1985 in Die Schattenhand auf, McEwan folgte 2006. (Den weltfremd vergeistigten Reverend Caleb Dane Calthrop spielte hier Ken Russell, sonst ein Regisseur, der für seine skandalträchtigen Filme bekannt und berüchtigt war – ein hübscher Gag!)

Michael Drewniok, September 2014

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Sunaki zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 02.01.2017
Hm, ja ich würde gerne etwas zur Handlung schreiben aber so wie ich das sehe wäre das ein Spoiler, also muss ich es wohl, oder übel lassen. Nichts desto trotz, versuche ich mal vorsichtig Stellung zur Handlung zu beziehen. Wie aus Wikipedia zu entnehmen ist, ist es einer der Romane von Agatha Christie, die sie als sehr gut befindet. Das tue ich auch. Kurz davor hatte ich das Geheimnis der Goldmiene gelesen welches scheinbar viel erfolgreicher ist als die Schattenhand, aber ich fand die Schattenhand um Welten besser. Megan gefällt mir charakterlich wirklich sehr, ich bin auch ein bisschen so ein Typ. Übrigens hatte ich sie das ganze Buch über in Verdacht. Es gab so viel was auf sie hinwies und sie war so sympathisch aufgebaut und als aufmerksamer Leser wird man nach einiger Zeit gemerkt haben, das Agathas Mörder immer die selben Eigenschaften haben. Sie sind nicht, oder kaum verdächtig aber immer in der Handlung involviert, sie sind sympathisch und sie haben meistens ein Alibi das sie komplett entlastet. Megan passt also perfekt ins Profil. Ob sies war, verrate ich aber nicht. Was ich aber einfach mal keck verrate ist, das der Mörder höchstwahrscheinlich mit ihrer Familie zu tun hat. Immerhin geschah der Selbstmord und der Mord in ihrem Haus und bei Krimis ist es immer fraglich, ob Selbstmorde wirklich Selbstmorde waren. Also konnte man alle anderen eigentlich schon ausschließen. Was mich stört ist der Titel, er ist etwas reißerisch und ich mag es nicht wenn ein Titel so protzig ist. Einfache mysteriöse Titel wie "Der ballspielende Hund", oder "Das Eulenhaus", wecken bei mir deutlich mehr Interesse.
Michael G. zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 02.03.2011
Ich muss meinem "Vorschreiber" Eric ganz Recht geben; wer SOO ein schlechtes E-Mail absendet wie Harry, sollte sich lieber an einfacheren Krimis halten. Die Schattenhand ist ein sehr gutes Buch, auch wenn Miss Marple erst im letzten Drittel erscheint. Die Charaktere sowie die ganze "Umgebung" des Handlungsortes sind einfach absolut klasse beschrieben!!
lmx zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 05.01.2011
Nicht schlechrt.Wie bei Christie üblich viel banales Alltagsgeplapper (was damals in besseren Kreisen mit Sicherheit üblich war - trotdem auf die Dauer ziemlich nervig). Der Plot der Geschichte ist witzig und relativ einfach gestrickt.Allerdings ist das Ende dann schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.
In der vorliegenden Version gehts noch, es gibt wohl noch eine umfangreichere, bei der das Ende mit viel heisser Luft endlos rausgezögert wird.Sehr naive Liebesgeschichte im Stile der frühen Christie.
Imgrossen und ganzen OK, aber mit Sicherheit deutlich unter dem Niveau der grossen Christie - Klassiker!
Eric zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 01.01.2011
Lieber Harry, ich finde, genau wie Agatha Christie selbst, dass "Die Schattenhand" eines der besten Werke der Autorin ist. Das einzigste, was "grottenschlecht" ist, ist dein Schreibstil und deine Ausdrucksweise (von Rechtschreibung und Grammatik ganz zu schweigen)! Mich wundert nicht, dass so jemand mit Büchern, die ein etwas höheres Niveau erfordern, nichts anfangen kann. Vielleicht solltest du lieber eines dieser Psycho-Thriller von heute lesen, in denen irgendwelche Geisteskranken herumlaufen und eine Person nach der anderen "abmetzeln" oder "tot machen", wie du das vielleicht ausdrücken würdest.
Und zu Dochtergus: Was schreibst du da!?
Aber jetzt wieder zum Buch: Agatha Christie hat sich hier selbst übertroffen und bewiesen, dass sie den Titel "Queen of Crime" verdient. Nahezu das gesamte Dorf scheint verdächtig und alle haben irgendwelche dunklen Geheimnisse. Wunderbar!
1 von 1 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Harry zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 01.11.2010
(Der letzte meiner früheren Bewertungen)
Ich finde dieses Buch eher grottenschlecht. Miss marple kommt relativ erst spät bei diesem Buch und löst so bei diesem Mordfall.
Das Buch ist von der Ich-Perspektive erzählt worden von Jerry Burton. Und Agatha Christie irrt sich. Das ist der schwächste Werk von ihr. Sie hatte noch die Chance, wenn Miss Marple wieder besser wird(bevor ich Bertrams Hotel gelesen habe).
Alles in allem:
Grottenschlecht. Nicht zu empfehlen!
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Dochtergus zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 15.03.2010
Dieses Buch ist sehr spannend und man hatt das Gefühl, von ihren Flügeln getragen zu werden. Ach, dieses Buch ist wunderfull!
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0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
SukRam zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 24.02.2010
Ein guter Christie-Krimi, handwerklich wie immer excellent ausgearbeitet. Die Personen sind vielschichtig, die Makel der klatschenden Dorfbewohner treten zu Tage und es fehlt auch nicht an Spannung.
Dass die Geschichte von einem verunglückten Piloten erzählt wird, gibt neue Impulse.
Auch die Auflösung ist typisch für Christie, da alles vorangegangene umgekrempelt wird.
Einziger Wehmutstropfen: Miss Marple tritt kaum in Erscheinung und ihre Schlussfolgerungen wirken ein wenig wie ,,aus dem Hut gezaubert".

Meine Wertung: 85°
Tobias zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 04.02.2010
Es war das erste der Bücher, die ich von Agatha Christie je gelesen hatte. Ich kannte die Autorin, wenn überhaupt, nur vom Namen und war ab der ersten Seite begeistert. Ich überlegte, bevor ich die letzten Seiten las lange, wer der Mörder sein könnte und trotz allen Nachdenkens und Überlegens, kam ich nicht auf die Identität des Mörders. Ich kann mir nicht erklären, dass man ein so einfältiger Leser sein kann, denn ich las das Buch zu Ende und stellte fest, dass ich diese Person nie vermutet hätte, obwohl ich jeden Beweis der genialen Detektivin für durchaus schlüssig fand und mich erinnern konnte, ihn auch im Buch gelesen zu haben. Die Indizien sind so perfekt in die Handlung eingeschlungen, dass man sie nicht bemerkt, aber trotzdem bemerkt.(Ihr wisst, was ich meine)
Heute habe ich alle Agatha Christie Romane gelesen und ich setzees auf Platz 3 meiner liebsten Agatha-Krimis.

Insgesamt kein Makel und 100° von mir.
s. zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 07.10.2008
dieses Buch ist schlichtweg der Hammer. Alein der Titel macht mächtig Eindruck, finde ich. Wenn ich so ein BUch lese und eine Freundin fragt mich"Was liest du da?" Und ich kann antworten "Die Schattenhand" dann kriegen sie alle große Augen und sagen, klingt ja abgefahren. Die ganze Handlung sprüht geradezu vor Spannung, und soviel ich auch Vermute und Mitrate ich komme selten auf den Mörder, schon garnicht bei die Schattenhand!!! Wenn man einmal angefangen hat, diese Bücher zu lesen, wird man eregelrecht süchtig danach, mir geht es jedenfalls so. Aber das hält mich nicht davon ab sie zu lesen, wenns sein muss auch 2 mal oder noch öfter, es lohnt sich immer.
Imanuel zu »Agatha Christie: Die Schattenhand« 04.12.2007
Ich finde "Die Schattenhand" von Agatha Christie ein hervorragendes Buch! Die Hauptperson, Jerry Burton, ist wirklich hervorragend gezeichnet und eingesetzt.Dadurch vermisst man Miss Marple auch eigentlich zunechst nicht.Jedoch das Buch als Miss Marple Roman auszugeben, finde ich grenzwärtig.Miss Marple taucht das erste mal auf seite 167 auf, und tritt auch dann nicht groß in Aktion. Der Schluss ist, wie fast immer bei Christie, ausgezeichnet. Sehr gute Charaktär und Situations Beschreibungen!
ein hervorragendes Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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