Der Mann im braunen Anzug von Agatha Christie

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1924 unter dem Titel The Man in the Brown Suit, deutsche Ausgabe erstmals 1963 bei Scherz.

  • London: John Lane, 1924 unter dem Titel The Man in the Brown Suit. 310 Seiten.
  • Bern; Stuttgart; Wien: Scherz, 1963. Übersetzt von Margaret Haas. 185 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1979. Übersetzt von Margaret Haas. ISBN: 3-502-50738-4. 160 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1993. Übersetzt von Margaret Haas. ISBN: 3-502-55991-0. 179 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1997. Übersetzt von Margaret Haas. ISBN: 3-502-51581-6. 179 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2007. Übersetzt von Margaret Haas. ISBN: 978-3-596-17586-4. 207 Seiten.
  • [Hörbuch] München: Der Hörverlag, 2007. Gesprochen von Susanne Schröder. gekürzte Fassung von Michelene Wandor; aus dem Englischen von Tanja Handels. ISBN: 3867170118. 3 CDs.

'Der Mann im braunen Anzug' ist erschienen als TaschenbuchHörbuch

In Kürze:

Etwas an der schrecklichen Szene auf dem Londoner Untergrundbahnhof ist verwirrend und unwirklich, und Anne Beddingfields angeborene Neugier treibt sie dazu, die Wahrheit herauszufinden. Aber das führt zu einer völlig unvorhergesehenen Situation, denn sie verliebt sich in ihren eigenen Tatverdächtigen. Liebe zu einem Mörder? Das kann, und darf doch nicht wahr sein …

Ihre Meinung zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug«

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Stefan Schmid zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 09.05.2017
Die deutlich in der Vergangenheit spielende Geschichte ohne Handy-Verbindung, Flugreisen usw. fasziniert als Erzählung einer von Neugier getriebenen Amateur-Detektivin. Sie schreckt keine lange Schiffreise nach Süd-Afrika ab und keine für sie reichlich gefährliche Schnüffelaktion. Die Geschichte kommt zügig voran; Langeweile stellt sich nie ein. Natürlich ist so manches reichlich unwahrscheinlich und muss ohne langes Nachdenken weggesteckt werden. Aber die Unterhaltung ist auch im 21. JH gegeben. Und das ist doch eine anerkennungswerte Leistung der Autorin A. Christie.
tassieteufel zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 22.09.2014
Die junge Anne Beddingfeld bleibt nach dem Tod ihres Vaters mittellos zurück. Während sie versucht, eine Stellung zu finden, stolpert sie in einen Mordfall, den die Polizei aber als Unfall abtut. Sie beginnt eigene Ermittlungen anzustellen und stößt auf einen weiteren Todesfall. Im Haus von Sir Eustace Pedler wurde eine unbekannte Frau, die das Haus zwecks Anmietung besichtigen wollte, erdrosselt. Tatverdächtiger ist hier ein „Mann im braunen Anzug“. Die gewitzte Ann findet einige Details heraus und bucht kurzentschlossen eine Passage nach Südafrika, denn dorthin führen alle Spuren.

Bei Agatha Christie denkt man unweigerlich an ihre beiden genialen Ermittler Miss Marple und Hercule Poirot, doch die Geschichte um die junge Anne Beddingfeld, die beherzt auf Mörderjagd geht, kann sich damit durchaus messen, ist sehr unterhaltsam geschrieben und hat mir amüsante und spannende Lesestunden beschert! Insgesamt würde ich zwar sagen, es handelt sich eher um eine Abenteuergeschichte im Stil von Edgar Wallace Afrikaromanen, als um einen Krimi, aber am Ende ist das wohl unwesentlich!
Die Geschichte wird einmal aus Anne Beddingfeld‘s Sicht und dann aus den Tagebucheintragungen von Sir Eustace Pedler, einem behäbigen älteren Herrn erzählt, hier bekommt man durch die verschiedenen Sichtweisen unterschiedliche Einblicke in die Geschichte, was auf jeden Fall einen Teil des Reizes ausmacht. Ansonsten hat das Buch alles was eine gute Geschichte dieses Genres ausmacht, ein exotisches Setting, eine ungleiche Reisegruppe und einige Geheimnisse, die gelüftet werden müssen. Sicherlich hat das Buch einen ehr antiquierten Charme, weder der Krimifall noch die Liebesgeschichte werden heutzutage vermutlich Leser dieser Genres vom Hocker reißen, wer aber diese alten Abenteuergeschichten ala Edgar Wallace mag, der wird hier voll auf seine Kosten kommen. Ich hab mich köstlich amüsiert über Sir Eustace Pedler, der ellenlang über seine vielen Sekretäre lamentiert und die sympathische Anne Beddingfeld wächst einem im Verlauf der Geschichte mit ihrer liebenswürdigen, wenn auch leicht naiven und arglosen Art ans Herz. Die Mordfälle und einige weitere Geheimnisse werden am Ende zufrieden stellend aufgelöst und auch für Anne nimmt die Geschichte einen guten Ausgang.

FaziT: sicher keiner der herkömmlichen Krimis der Autorin, aber durchaus spannend, sehr amüsant und unterhaltsam! Ich hab mich bestens unterhalten und auch ab und an mal herzhaft gelacht. Insgesamt eine nette Abenteuergeschichte mit sympathischen, teils schrägen Charakteren vor einer exotischen Kulisse.
>Vergissmeinnicht zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 01.01.2010
"Der Mann im braunen Anzug" ist ein sehr guter Agatha-Christie-Krimi, auch wenn dieses Mal eine ganz andere Detektivin dem Rätsel auf der Spur ist. Was ich gut finde, ist, dass es bis zum Ende spannend ist und ein großer Teil der Geschichte in Südafrika spielt. Ich gebe anderen Lesern recht, dass das eine Abenteuergeschichte ist.

Die verschiedenen Sichtweisen, nämlich die Erlebnisse der junden Detektivin Miss Anne Beddingfield und die Tagebucheinträge von Sir Eustace Pedler, ergänzen sich gegenseitig sehr gut.

Allgemein: Lesenswerter Krimi!
Emilio Largo zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 07.02.2009
Netter Abenteuerroman diesmal aber nur ein who did it - Fall. Ganz nett eine neue detektivin kennen zu lernen und sofort alles über sie zu wissen. Der Fall der Mörders ist ähnlich raffiniert wie in Alibi jedoch weist alles auf eine andere Person hin. Wäre diese Person der Mörder gewesen, wäre die Aufklärung noch interessanter gewesen.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
CharlyDD zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 15.10.2008
Ich muss "ham" Recht geben, wenn er/sie behauptet das es sich eher um eine Abenteuergeschichte handelt.
Trotzdem habe ich das Lesen richtig genossen.

Das Geschehene wird aus der Sichtweise von 2 Personen vorgetragen: Die äußerst liebenswürdige Miss Anne Beddingfield, die den Leser mit ihrer charmanten, leicht naiven Art verzaubert und Sir Eustace Pedler, einem mürrischen älteren Herrn der immer wieder versucht bei den jungen Damen Eindruck zu hinterlassen.

In "Der Mann im braunen Anzug" gibt es auch ein Wiedersehen mit Colonel Race (bereits bekannt aus "Mit offenen Karten").

Man kann jetzt nicht behaupten das man beim Lesen vor Spannung platzt und unbedingt wissen will was hinter all den Vorkommnissen steckt. Aber auf seine eigene Art hat mich das Buch sehr gut unterhalten.

Der Ausgang der Geschichte hat mich zum Schmunzeln gebracht und genau so sollte es sein.
2 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Richter Wargrave zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 13.08.2008
"Der Mann im braunen Anzug" ist einer der schwächeren A.C. Romane. Zuviele Zufälle, zuoft werden entscheidene Hinweise verloren, die dann die Hobbydedektivin auf die richtige Spur führen. Außerdem wird meinem Geschmack nach die Handlung zu schnell vorangetrieben, die Beschreibungen von Personen, Landschaften und Gedanken hätten ruhig ausführlicher sein können. Aber das hat Agatha Christie in späteren Romanen noch hervorragend hinbekommen.
0 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
Sherlock Holmes zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 23.02.2008
Hallo! Also ich weiß gar nicht, was manche an diesem Buch auszusetzten haben! Mir hat es eine Freundin als Hörspiel geliehen. Am Anfang dachte ich, dass das jetzt so ein typisch englischer Roman wird, aber dass das dann in Südafrika spielt... einfach nur genial! Ich konnte gar nicht mehr aufhören. Als wir am Nachmittag Fahrrad fahren gingen wollte ich zuerst gar nicht, weil es so spannend war.
Höchstpunktezahl: 100 *
1 von 2 Lesern fanden diesen Kommentar hilfreich.
ABaum71 zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 29.12.2007
Das Buch ist einfach zu lesen. Die Story um Anne Beddingfield finde ich interessant und lustig geschrieben, ist aber nicht besonders anspruchsvoll, also eher leichtere Lesekost. Auch in dieser Geschichte versteht AC wie immer durch ein für mich überraschendes Ende zu glänzen.
Fazit: Ein durchaus lesenswertes Buch aber nicht überragend.
Melina zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 31.10.2007
Bin noch am lesen. Ich finde es so spannend, dass ich es kaum erwarten kann von der Arbeit nach Hause zu kommen und gekocht zu haben damit ich weiter lesen kann.

Mir geht es nur immer so, dass ich am Anfang nicht so richtig loslesen kann.

Aberr später kann ich nicht mehr aufhören!!!
SukRam zu »Agatha Christie: Der Mann im braunen Anzug« 16.09.2007
Obwohl mich dieser Roman von seiner Atmosphäre manchmal an Edgar Wallaces Afrika-Romane erinnert hat, gleicht er diesen doch in keinster Weise. Die Heldin ist sehr menschlich und der Roman nicht immer unbedingt nach dem Wer-war-es-Prinzip aufgebaut, aber mit einem großen Verbrecher an seiner Spitze.

Meine Wertung: 88°

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