Das Geheimnis der Schnallenschuhe von Agatha Christie

Buchvorstellung

Bibliographische Angaben

Originalausgabe erschienen 1940 unter dem Titel One, two, Buckle my Shoe, deutsche Ausgabe erstmals 1951 bei Scherz.
Folge 20 der Hercule-Poirot-Serie.

  • London: Collins, 1940 unter dem Titel One, two, Buckle my Shoe. 252 Seiten.
  • New York: Dodd, Mead & Company, 1941. 240 Seiten.
  • Bern: Scherz, 1951. Übersetzt von Ursula von Wiese. 192 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1977. Übersetzt von Ursula von Wiese. ISBN: 3-502-50239-0. 157 Seiten.
  • Genf: Edito-Service, 1983. Übersetzt von Ursula von Wiese. 158 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1989. Übersetzt von Ursula von Wiese. ISBN: 3-502-51220-5. 197 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1992. Übersetzt von Ag. Picuard. ISBN: 3-502-55980-5. 197 Seiten.
  • Bern; München; Wien: Scherz, 1997. Übersetzt von Ursula von Wiese. ISBN: 3-502-79101-5. 197 Seiten.
  • Frankfurt am Main: Fischer, 2006. Übersetzt von Ursula von Wiese. ISBN: 978-3-596-17309-9. 206 Seiten.

'Das Geheimnis der Schnallenschuhe' ist erschienen als Taschenbuch

In Kürze:

Wer geht schon gern zum Zahnarzt? Nicht einmal ein Meisterdetektiv. Aber wer bringt seinen Zahnarzt deshalb gleich um? Nicht einmal Hercule Poirot kann das beantworten. Doch die Rätsel häufen sich: Ein Patient stirbt, ein anderer verschwindet, auf einen dritten wird ein Attentat verübt – Poirot muss seine kleinen grauen Zellen sehr strapazieren, um die Wurzel all dieser Ereignisse freizulegen …

Ihre Meinung zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe«

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Stefan Schmid zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 14.01.2015
Dieser A.C.-Krimi gehört eher zum Kreis ihrer unbekannteren Werke. Zu Unrecht! Wie die Autorin eine Zahnarztpraxis zur ungewohnten Startszenerie aufbaut und dann Zug um Zug den Leser in verwirrende Geschehnisse führt, ist grosse Klasse. Die Auflösung durch Mit-Patient H. Poirot ist so überraschend, dass man den genialen Krimiaufbau durch Agatha Christie erst dann richtig würdigen kann. Eigentlich lockt gleich eine Lesewiederholung, um die vielen wichtigen Details, die man übersehen hat, nochmals als "Wissender* zu geniessen. Nochmals: Der Krimi verdient mehr Aufmerksamkeit als er im deutschsprachigen Raum bisher erhalten hat.
Stephanie zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 21.05.2013
Ich habe das Buch in meiner frühen Jugend begonnen und zunächst wieder beiseite gelegt. Wahrscheinlich wegen der politischen Hintergründe, die ich damals nicht verstand bzw. mich auch nicht interessierten.Jetzt ca. 10 Jahre später habe ich es wieder zur Hand genommen und war von Anfang an von der Handlung gefesselt und konnte gar nicht verstehen, warum mich der Krimi damals nicht gepackt hat.Klar, die Geschichte ist ziemlich konstruiert, aber genau dieses Verworrene liebe ich an A. C.Besonders gut gefallen hat mir auch die starke Hercule Poirot-Präsenz und natürlich der ungewöhnliche Schauplatz der Zahnarztpraxis.Alles in allem ein gelungener A. C. -Kriminalroman! Lesenswert!
Stefan83 zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 01.12.2012
Ein Besuch beim Zahnarzt ist in der Regel alles andere als erfreulich. Wenn irgend möglich, versucht man ihn zu meiden oder zumindest so lange wie möglich vor sich herzuschieben. So unterschiedlich die Menschen meist sind – im Angesicht eines sirrenden Bohrers sind wir plötzlich doch irgendwie alle gleich. Und aus einem freundlichen Mitmenschen wird innerhalb weniger Sekunden ein weißbekitteltes Feindbild. Das gilt selbst für einen uns gut bekannten belgischen Detektiv – Hercule Poirot.

In „Das Geheimnis der Schnallenschuhe“, dem 28. Roman aus der Feder der Grande Dame des Krimis, muss der kleine eierköpfige Mann mit den grauen Zellen den schweren Gang zur halbjährlichen Kontrolle antreten. Poirot, der in seiner Karriere Mörder verschiedensten Formats der Gerechtigkeit überführt und auch nicht wenige gefahrvolle Situationen überstanden hat, sieht sich im Sprechzimmer von Dr. Morley plötzlich mit einem ihm sonst unbekannten Gefühl konfrontiert – Angst. Was für ein Glück, dass letztlich alles glatt abläuft. Unbeschadet und auch nicht unbeträchtlich erleichtert, verlässt Poirot die Praxis, nur um schon nach kurzer Zeit von Inspector Japp dorthin zurückgebeten zu werden und einen Blick auf die Leiche von Henry Morley zu werfen, der sich allen Anschein nach selbst erschossen hat. Aber war das wirklich ein Selbstmord? Woher stammt dann die Pistole? Und was haben die anderen Patienten mitbekommen? Nur drei waren zwischen Poirots Termin und dem Tod von Morley in der Praxis: Der steinreiche Bankier Alistair Blunt, die seltsame Mabelle Sainsbury Seale (die Frau mit den titelgebenden Schnallenschuhen) und ein zwielichtiger Grieche namens Amberiotis.

Ist einer von Ihnen der Mörder? Und hat es überhaupt einen gegeben? Als man Amberiotis, gestorben an einer ins Zahnfleisch gespritzten Überdosis von Betäubungsmitteln, in einem Hotelzimmer auffindet, bedient sich Poirot kurzerhand einer zahnärztlichen Methode: Er bohrt nach …

Wenn man gemein ist, könnte man behaupten, dass es viele Personen gibt, deren Tod man mehr bedauern würde, als den eines Zahnarztes – gerade dies macht aber gerade die Faszination dieses Romans aus, dessen zentraler Kern sich um eine wichtige Frage dreht: Darf man für das Gemeinwohl einen oder gar mehrere Menschen opfern? Hercule Poirot, der die Wichtigkeit eines Lebens und ihren Wert weder an der gesellschaftlichen Stellung noch an anderen Dingen misst, beantwortet diese Frage im Roman mit einem klaren Nein. Und mit einer, selbst für Poirot bemerkenswerten Zähigkeit, setzt er alles daran, den wahren Täter zu überführen. Auch wenn das bedeutet, entgegen der eigenen Sympathien zu handeln.

„Das Geheimnis der Schnallenschuhe“ ist weder Christies bester noch verzwicktester Fall. Dafür macht ihn aber eine andere Eigenschaft einzigartig – der dunkle Charakter der Geschichte. Geschrieben und veröffentlicht in den Anfangsjahren des Zweiten Weltkriegs kommt dieser Poirot-Roman äußerst melancholisch und pessimistisch daher. Und Christie, die sich außerhalb der Tommy und Tuppence Beresford-Werke in ihren Büchern eher wenig um die Politik geschert hat, bezieht hier deutlich Stellung und malt, im Kontrast zur sonst so heilen Welt des englischen Verbrechens, ein ziemlich schwarzes Bild. Britische Faschisten, aufwieglerische Kommunisten, korrupte Beamte. Das Empire ist auf einmal ein instabiles Gebilde, das Recht des Einzelnen und seine Freiheit in Gefahr. Wo Poirot sonst in gemütlicher Runde bei Tee und Gebäck im munteren Frage-Antwort-Verfahren seine Fälle löste, muss er hier mit härteren Bandagen kämpfen. In den ausgeglichenen Ton des Belgiers schleicht sich eine bis dato unbekannte Schärfe.

Agatha Christie kombiniert all dies mit den altbekannten Zutaten ihrer Whodunit-Romane. Eine Vielzahl Charaktere aus verschiedensten Gesellschaftsschichten. Unmengen kleiner, aber doch wichtiger Details, welche dem Leser hütchenspielgleich präsentiert werden, nur um in der nächsten Zeile mit einer neuen Spur verwischt zu werden. Und ein Hercule Poirot, dem man stellenweise zwar auf die falsche Fährte locken, aber nicht vom richtigen Weg abbringen kann. Dieser ist Christie-typisch voller Wendungen, Fußangeln und Fallen, einmal mehr steckt der Teufel im Detail. Da stört es dann auch wenig, dass die eigentliche Handlung äußerst gewollt zusammengezimmert ist und in der Realität ein solcher Mord wohl nicht passieren würde. Wer jedoch knallharten Realismus will, soll bei Hammett, Chandler und Co. Bleiben. Agatha Christie lieben wir für ihre heile, gemütliche Welt, die in diesem Roman zwar Risse bekommt, in der sich aber auch diesmal alles zum Guten wendet.

Im Großen und Ganzen ist „Das Geheimnis der Schnallenschuhe“ wieder mal ein gelungener Rätsel-Krimi aus der Feder der „Queen of Crime“. Ein herrlich verzwicktes, wildes Gewirr verschiedenster Handlungsfäden, welches am Ende ein überraschendes, aber dann doch passendes Bild ergibt. Unterhaltsam, erfrischend nachdenklich, wohldosiert spannend. Die perfekte Lektüre für den kuscheligen Ohrensessel – oder das überfüllte Wartezimmer beim Zahnarzt.
Emilio Largo zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 07.02.2009
Christie, wie sie eben ist: großartig, genial usw. Hercule Poirot hat hier einen seiner größten erfolge und wird hier wahrscheinlich am besten in szene gesetzt. ganz klar, 100°. jeder christie fan der behauptet von diesem buch enttäuscht zu sein darf sich nicht als solcher bezeichnen. Auch die Verfilmung mit David Suchet ist ein Meisterwerk auch wenn es dem Zuschauer bei der Aufklärung leichter gemacht wird.
CharlyDD zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 13.12.2008
"Das Geheimnis der Schnallenschuhe" erzählt einen richtig schönen Verschwörungskrimi der etwas anderen Art.
Mein schrulliger Lieblingsermittler wird wieder liebevoll von einem Haufen Verdächtiger von einem Rätsel zum nächsten geschickt und scheint sich auch zeitweise in die Irre führen zu lassen. Besonders reizend wird Poirots Geduld von der kleinen Kratzbürste Jane Olivera auf die Probe gestellt.

Fazit: Herrlich erfrischender Fall den es zu lösen gilt. Das Buch gehört zu den Werken die man schnell mal wegliest ohne zu bemerken wie die Zeit vergeht.
Daniel zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 05.09.2008
Das schwache von Agatha Christie, langatmig und schlecht geschrieben.
Das hatte mich total enttäuscht, aber es hört sich interressant an, aber leider alles schlecht gemacht.
Von mir gibt es 10°
Ich lese lieber Sherlock Holmes, der ist jedoch besser.
Außerdem ist es nicht mein letztes buch, und agatha christie ist trotzdem besser.
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S.H. Bußhardt zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 11.03.2008
So gibt diese Lektüre neben Krimispannung Aufschluß über geschichtlich/politische Ereignisse vom Vereinigten Königreich. A.Christie verstand es, diese geschickt und paßgenau in die Mordgeschichte einzubauen! Der anspruchsvolle Leser darf sich hier in die höchsten gesellschaftlichen Kreise entführt fühlen.
Tanja zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 21.08.2007
Ich fand die Idee mit dem Zahnarzt auch sehr schön&intressant!Es ist meiner Meinung nach nicht unbedingt eines ihrer besten Bücher aber ich finde es trotzdem vorallem für Fans lesenswert!Ich persönlich hab am Ende auf einen anderen Mörder getippt=)
Agnes zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 20.07.2007
Ich habe das Buch erst heute fertig gelesen. Und wie jedes von Agatha Christies Meisterkrimis , ist es emphelungswert. Wie einige schon bemerkt haben, ist das alles ziemlich unreallistisch. Der Täter konnte ja diesen Amberiotis auch anders umbringen und nicht alles so verwickelt machen. Naja, das ist Agatha Christie, wie immer sehr kompleziert und zum Schluss meistens logisch.
Katharina1987 zu »Agatha Christie: Das Geheimnis der Schnallenschuhe« 10.03.2007
One, two buckle my shoe, wie dieser Roman in der Englischen Originalausgabe heißt, welche ich gelesen habe, hat mir gut gefallen. Den großen Poirot einmal in eine so profane Umgebung zu denken, wie auf einen Zahnarztstuhl, macht mir das Werk äusserst sympathisch. Allerdings stimme ich meinen Vorredenern zu und sage, dass der Plot doch teilweise arg konstruiert erscheint. Und nach dem Buch (das geht mir bei Christie-Romanen öfters so), frage ich mich einen Tag später, wie waren jetzt noch mal die mörderischen Zusammenhänge? Da alles so unrealistisch zusammenhängt, vergesse ich den eigentlichen "Täter" immer recht schnell:-).
Trotzdem ein Christie-Genuss, den ich nur weiter empfehlen kann.

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